BBT: Dokumentation des Baufortschritts und alles, was damit zusammenhängt

  • Am Standort Imst der Geschützten Werkstätte (GW) Tirol werden Teile für den Brennerbasistunnel hergestellt. Die seit einem Jahr laufende Kooperation wurde jetzt um zwei Jahre verlängert. Angedacht ist auch eine darüber hinausgehende Zusammenarbeit.

    Geschützte Werkstätte arbeitet für den BBT
    Am Standort Imst der Geschützten Werkstätte (GW) Tirol werden Teile für den Brennerbasistunnel hergestellt. Die seit einem Jahr laufende Kooperation wurde…
    tirol.orf.at
  • Der Tiroler Tourismusabgabe und der GIS entkommt niemand, nicht einmal die Tunnelbauer des BBT...:

    Bei Tiroler Tourismusabgabe gibt es kaum Entrinnen
    Praktisch alle Tiroler Unternehmer profitieren vom Tourismus - dieser pauschale Gedanke trifft rund 78.000 Betriebe, sie zahlen jährlich rund 120 ...
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    Praktisch alle Tiroler Unternehmer profitieren vom Tourismus - dieser pauschale Gedanke trifft rund 78.000 Betriebe, sie zahlen jährlich rund 120 Millionen Euro Abgabe. Ein Tunnelplaner argumentierte, er habe mit Tourismus nichts am Hut - vergeblich.

    Ein aktueller Fall zeigt, dass man diesem System kaum entrinnen kann. Denn eine Planungs-Projektgemeinschaft für den Brenner-Basistunnel (BBT) legte Beschwerde ein, als eine Zahlungsaufforderung von 5390 Euro in Haus flatterte. Mit dem Einwand blitzte man vorerst ab, doch der Verwaltungsgerichtshof in Wien schürte große Hoffnung. Denn er sah „keine Feststellungen“, dass die Umsätze des Planungsbüros vom Tourismus in Tirol positiv beeinflusst wären. Ja sogar eine Umkehrlogik wurde erkannt: In Wahrheit profitiere der Tourismus (und nicht das Planungsbüro), weil BBT-Besucherzentren Gäste anziehen.

    Experten-Kritik an Schablonenhaftigkeit

    „Eine Wende in der Judikatur, das wird gewichtige Folgen für alle Tourismusabgaben in Österreich haben“, reagierte mit Genugtuung ein Kritiker des Systems, der Innsbrucker Uni-Professor Reinhold Beiser (Institut für Unternehmens- und Steuerrecht). Die „schablonenhaften Begründungen“ für die Abgabepflicht würden so nicht mehr länger halten.

    Fortsetzung des Verfahrens drehte alles um

    Dann aber kam es zu einem fortgesetzten Verfahren in diesem Fall, mit Stellungnahmen und mündlicher Verhandlung. Das Fazit lässt die Hoffnungen auf weniger zahlungspflichtige Unternehmen schwinden. Denn auf 20 Seiten wird erläutert, dass das Planungsbüro sehr wohl vom Tourismus profitiere. Der „deutliche Mehrbedarf an Waren“ komme ja teils durch den BBT und er diene auch der Personenbeförderung in Tiroler Tourismusdestinationen. Auch Tagesausflügler hätten damit eine realistische Option auf einen Tirol-Besuch. Und: Ein Planungsbüro werde durch die „Hebung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage (Anm. durch den Tourismus) grundsätzlich häufiger in Anspruch genommen.“

    Am Ende wird sogar festgestellt, dass der BBT ohne „touristische Impulsfaktoren“ gar nicht in der gegenständlichen Form gebaut worden wäre. Professor Beisers Ansatz ist damit torpediert, er hatte vehement gefordert: „Unternehmen sollen sich nicht von der Abgabe ,freibeweisen’ müssen.“

  • Das wird ja immer hanebüchener. Hat das Gericht überhaupt sich in Kenntnis gesetzt, um was es beim BBT überhaupt geht? :D

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Das klingt nicht gut, leider mit Bezahlschranke...

    Brenner-Tunnelbohrer droht zermalmt zu werden
    230 Kilometer umfasst das Tunnelsystem des Brenner Basistunnels mit den Haupt-, Flucht- und Versorgungsröhren. Ausgebrochen sind davon bis dato 162 ...
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    Brenner-Tunnelbohrer droht zermalmt zu werden

    Tirol
    21.11.2023 12:00

    „Flavia“ hat einen Durchmesser von 10,5 Metern, ist rund 200 Meter lang und hat eine Leistung von 4200 kW (5600 PS). (Bild: BBT SE)

    „Flavia“ hat einen Durchmesser von 10,5 Metern, ist rund 200 Meter lang und hat eine Leistung von 4200 kW (5600 PS).

    (Bild: BBT SE)

    230 Kilometer umfasst das Tunnelsystem des Brenner Basistunnels mit den Haupt-, Flucht- und Versorgungsröhren. Ausgebrochen sind davon bis dato 162 Kilometer. Jetzt ist die Errichtergesellschaft mit einem Problem konfrontiert: Am Brenner in 1200 Meter Tiefe steckt eine Tunnelbohrmaschine fest: Alle Versuche seit April, sie zu befreien, sind gescheitert!

    Hochkomplex gestalten sich die Bauarbeiten beim Brenner Basistunnel. Obwohl die Geologie jahrzehntelang erforscht ist, kommt es immer wieder zu Überraschungen. Der jüngste und bislang offenbar folgenschwerste Zwischenfall ist das Feststecken der Tunnelbohrmaschine „Flavia“ auf italienischer Seite.

    Auch die TT will Geld für den Artikel, immerhin wird preisgegeben:

    Drei Tunnelbohrer sind südlich des Brenners im Einsatz. Die „Serena“ und „Virginia“ haben diese geologische Störzone ebenfalls nicht problemlos durchfahren, die „Flavia“ (kleines Bild) steckt fest.

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    Foto: © Böhm, BBT SE

  • Südtirol Online hat zwar keine Bezahlschwelle, viel mehr wissen sie aber auch nicht:

    Panne in der BBT-Baustelle: Bohrmaschine „Flavia“ defekt
    Seit mehreren Wochen steht eine der Tunnelbohrmaschinen für den Brennerbasistunnel wegen eines Defekts still. „In diesen Tagen wird nach einer technischen…
    www.stol.it

    Seit mehreren Wochen steht eine der Tunnelbohrmaschinen für den Brennerbasistunnel wegen eines Defekts still. „In diesen Tagen wird nach einer technischen Lösung gesucht und auch geklärt, wer für den Stillstand und eventuelle Kosten verantwortlich ist“, heißt es von der BBt-Beobachtungsstelle.

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    Riesige Bohrmaschinen sind im Einsatz, um den BBT zu graben. - Foto: © DLife

    Die Tunnelbohrmaschine Flavia war auf italienischem Gebiet in Richtung Grenze im Einsatz, um den zweiten Nebentunnel voranzutreiben. Der Haupttunnel ist hingegen bereits fertiggestellt.

    In Anbetracht der Verzögerungen beim Bau des Tunnels auf österreichischem Gebiet, wo der Wettbewerb neu ausgeschrieben werden musste, dürfte der Stillstand der Tunnelbohrmaschine auf Südtiroler Seite nicht zu Verzögerungen bei der Fertigstellung des Großprojekts führen, so die BBT-Beobachtungsstelle.

  • Ein Interview dazu: https://www.tageszeitung.it/2023/11/22/keine-verzoegerungen/

    um den zweiten Nebentunnel voranzutreiben. Der Haupttunnel ist hingegen bereits fertiggestellt.

    Klang für mich eigenartig, obiges Interview klingt plausibler:

    Zitat von https://www.tageszeitung.it/2023/11/22/keine-verzoegerungen/

    Der Brenner Basistunnel hat drei Tunnelröhren, den Erkundungsstollen und zwei Haupttunnelröhren. Der Erkundungsstollen und eine Haupttunnelröhre sind schon fertig gebaut.

  • Sie wurde nicht zermalmt, nun ist sie wieder frei!

    Brenner – Eine feststeckende BBT-Tunnelbohrmaschine tief im Berg auf auf südlicher Seite des Brenners hat vergangene Woche für Aufsehen gesorgt. “Flavia” soll weder vor noch zurückkommen, hatte es geheißen.

    Doch nun scheinen die Ingenieure und Bauarbeiter doch eine Lösung gefunden zu haben, um die tonnenschwere Maschine aus der Gesteinsblockade zu befreien, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

    Die Tunnelbohrmaschine kann nun ihren Weg fortsetzen. Wie berichtet, durchquert “Flavia” gerade eine geologische Störzone und kommt daher langsamer vorwärts, als unter normalen Bedingungen.

    Erlösende Nachrichten vom Brenner
    Brenner - Eine feststeckende BBT-Tunnelbohrmaschine tief im Berg auf auf südlicher Seite des Brenners hat vergangene Woche für Aufsehen ge ...
    www.suedtirolnews.it
  • Besser als die Geschichte bei Rastatt, wo die komplette TBM unbenutzbar wurde. Jetzt kann sie ja weiter laufen. Ich meine, niemand erwartet von so einem gigantischen Projekt, dass da nichts dazwischen kommt.

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*