BBT: Dokumentation des Baufortschritts und alles, was damit zusammenhängt

  • Innsbruck – Eine Person ist Donnerstagnachmittag bei einem schweren Arbeitsunfall auf der Brennerbasistunnel-Baustelle in der Innsbrucker Sillschlucht von einem Baustellenzug erfasst worden. Die Person war mit Vermessungsarbeiten beschäftigt gewesen, bestätigte BBT-Sprecher Andreas Ambrosi der APA. Wie schwer sie verletzt wurde, war vorerst unklar. Die Einsatzkräfte seien an Ort und Stelle, hieß es. Der Baustellenzug liefert Material zur Tunnelbohrmaschine, die den Haupttunnel ausbricht.

    Arbeitsunfall auf Baustelle des Brennerbasistunnels in Innsbruck
    Der Unfall, bei dem eine Person von einem Zug erfasst wurde, ereignete sich am Donnerstagnachmittag. Die Schwere der Verletzung ist derzeit nicht klar
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  • BBT-Südzulauf: „Weiteren Meilenstein gesetzt“
    Die Landesregierung hat den Vorschlägen von RFI zur Umsetzung der Umweltauflagen im Ausführungsprojekt zur südlichen Zulaufstrecke zum BBT zwischen Waidbruck…
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    BBT-Südzulauf: „Weiteren Meilenstein gesetzt“

    Die Landesregierung hat den Vorschlägen von RFI zur Umsetzung der Umweltauflagen im Ausführungsprojekt zur südlichen Zulaufstrecke zum BBT zwischen Waidbruck und Franzensfeste zugestimmt.

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    Die Realisierung der südlichen Zulaufstrecke zum BBT ist einen Schritt weiter: Die Landesregierung hat das Ausführungsprojekt Variante Baulos 1 genehmigt, wobei die Auflagen des Umweltbeirats einzuhalten sind. - Foto: © Nicolò Degiorgis


    Die Landesregierung hat sich in der heutigen Sitzung mit der südlichen Zulaufstrecke zum Brenner Basistunnel (BBT) zwischen Waidbruck und Franzenfeste befasst.

    Ende Dezember hatte RFI Rete Ferroviaria Italiana AG um die Genehmigung des Ausführungsprojektes zur Variante Baulos 1 angesucht. Mitte Februar ist dieses Ausführungsprojekt dann beim Umweltministerium sowie auf der Webseite der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz zur Einsichtnahme aufgelegt worden.

    Das Ausführungsprojekt enthält Angaben, wie die im Zuge des Genehmigungsprozesses gemachten Umweltauflagen umgesetzt werden. Während der Veröffentlichungsfrist sind keine Stellungnahmen eingegangen.

    Umwelt und Bürger so wenig wie möglich belasten

    In der Folge hat der Umweltbeirat des Landes das Ausführungsprojekt geprüft. In seinem Gutachten vom 15. Mai stellt der Beirat fest, dass es das vorgelegte Ausführungsprojekt an die Auflagen des Beschlusses der Landesregierung von 2019 angepasst worden ist. Zudem wurden noch weitere Auflagen gemacht. Sie betreffen die Baustelle Forch, Villnöss und Klausen sowie das Basislager Albeins und haben insbesondere den Schutz der Gewässer und die Kontrolle der Abwässer sowie notwendige Vorbeugungsmaßnahmen zur Vermeidung von Verunreinigungen zum Ziel.

    Zudem geht es in den Auflagen um die Verringerung von Vibrationen und Lärmemissionen insbesondere in Waidbruck und an Baustellen, Tunnelportalen und Brücken und die Durchführung von Lärmschutzmaßnahmen sowie um die Sammlung und Ausleitung von hochwertigem Wasser aus den Tunnels und den Schutz der Trinkwasserquellen und -leitungen.

    „Die Expertise des Umweltbeirats bei Projekten dieser Art ist von großer Bedeutung. Sie stellt sicher, dass die Ausführungsplanung den Standards für eine umweltfreundliche und nachhaltige Infrastruktur entspricht“, betont Peter Brunner, Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. „Die sorgfältige Prüfung des Projekts garantiert, dass während und nach dem Bau der Infrastruktur die Umwelt und somit auch die Bürger eine geringstmögliche Belastung erfahren.“

    Für Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider ist mit dieser Genehmigung ein weiterer Meilenstein für die Realisierung der Zulaufstrecke gesetzt. „Wir wissen, wie wichtig die Zulaufstrecke für den gesamten Eisenbahnausbau auf dem Brennerkorridor ist“, so der Landesrat. Um das Ziel der Verlagerung auf die Schiene schnellstmöglich zu erreichen, sei dieses Teilstück und dessen rasche Umsetzung, genauso wie auch die weiteren, die noch in Planung sind, sehr wichtig.

    lpa