Neues von der Ybbstalbahn

  • Zwar hat es wenig mit der Ybbstalbahn zu tun, aber über den Nachfolgeverkehr dann doch wieder indirekt...

    Galt z.B für die Fahrt von Waidhofen/Ybbs (2750) nach Hollenstein/Ybbs (2514) bis jetzt die Tarifzone bis 20 km im VVNB und somit:

    Einzelkarte: 4,30
    Tageskarte: 8,60
    Monatskarte: 67,00
    Jahreskarte (Einmalzahlung): 670,00

    Sind es im neuen VOR-System:

    Einzelfahrt: 5,50 (+28%)
    Tageskarte: 11,00 (+28%)
    Monatskarte: 77,50 (+16%)
    Jahreskarte (Voraus): 775,00 (+16%)

    Preis zu Zeiten der ÖBB habe ich leider nicht. Aber so können die nach meiner Erfahrung eh schon nicht sonderlich gut ausgelasteten MO-Linien kaum neue Fahrgäste generieren.


    Allgemeine Infos zu den neuen Tarifen: https://schienenweg.at/index.php?page=Thread&postID=185268

  • 5,50 finde ich nicht teuer. Wichtiger wären da Fragen wie:

    - wie oft fährt dieser Bus (am Wochenende)
    - wie sind die Anschlüsse
    - kann man Fahrräder mitnehmen, und was kostet das zusätzlich?
    - findet man die Haltestelle (kein Witz, ich habe da schon blaue Wunder erlebt...)


    .

  • 5,50 finde ich nicht teuer.


    Nun, man soll ja nicht ohne Not umrechnen, aber in guter alter österreichischer Währung (öW) wären das immerhin 75 Schilling und 70 Groschen gewesen -8)

    Wobei für eine laut Google Maps 25 Kilometer-Fahrt, die im PKW unter Mißachtung der Verkehrslage 23 Minuten dauern soll, während mit Bussen der Linie MO1 zwischen 34 und 41 Minuten Fahrzeit gerechnet wird, was geradezu günstig erscheint. Im Vergleich dazu bietet die Fahrt von Wien Hbf nach Linz Hbf mit 1:16 Stunden (RJ) bis 1:35 Stunden (IC) für EUR 34,30 einzig weit intensivere Aussicht auf Lärmschutz- und Tunnelwände :D

  • Kritische Betrachtungen des Waidhofner Zuckerbäckermeisters Karl Piaty zum in die erste Saison startenden Ybbstalradweg zum Nachlesen.

    Man beachte besonders die Ausführungen zur Petition der Bürgermeister für die Erhaltung der Ybbstalbahn und die kritischen Aussagen des nunmehrigen LAbg. Schagerl über die Erfolgsaussichten des Radweges. Auch hier gilt die Aussage des früheren ZIB-Moderators Robert Hochner: "Die Rache des Journalisten an den Politikern ist das Archiv."

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Zitat

    propagiert auch er (Schagerl, Anm.) nun plötzlich die "große Tourismuschance" - was ich ihm allerdings nicht glaube, denn er ist ein Realist, weiß auch heute noch, dass das mit dem Radweg allein (ohne Bahn) für den Tourismus schwer werden wird.

    und ich denke, dass die anderen Bürgermeister genauso realistisch sind, die wissen doch, dass ein Radweg ohne Bahn für Arsch und Friedrich ist. Abgesehen davon, dass man auf einem Radweg keine Holzzüge führen kann, Ausflügler nur ungern mit einem Bus fahren, sich also ein anderes Ausflugsziel suchen und auch die Pendler lieber im Zug als im Bus sitzen, und wenn es nur einen Bus gibt, viele ÖV-Benutzer auf das eigene Vehikel umsteigen.

  • Zitat

    .....dass ein Radweg ohne Bahn für Arsch und Friedrich ist.


    Vor allem in jenen Regionen mit rasch ändernden Wetterlagen, z. B. in Gebirgstälern wie dem Ybbstal. Durch das Abhandenkommen der Bahn fehlt den Radtouristen die notwendige Rückfallebene, denn die Autobusse mit Radanhänger, bei denen man sich voranmelden muss und die nur 1x am Tag verkehren, sind kein adäquater Ersatz, wenn es plötzlich zu regnen anfängt.

    Dass der Schagerl vom Rad&Bahn-Freund zum Radwegfreund mutiert ist, hat einen ganz wesentlichen Grund: den jetzigen Innenminister und seinerzeitigen Finanz-Landesrat Sobotka, der dereinst deklamierte: "10 Mille für den Radweg vom Land, aber keinen Cent für die Bahn." Schagerl hat damals selbst gesagt, dass er es als Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen/R. gegenüber seinen Gemeindebürgern nicht vertreten könne, das Angebot auszuschlagen, noch dazu, wo damals die Mehrheit für seine SPÖ auf des Messers Schneide stand (Zur Erinnerung das Ergebnis der GR-Wahl 2010: SPÖ 250 Stimmen, ÖVP 248 Stimmen).

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Noch ein Foto vom Abladen der V9 in Gstadt:


    Foto: Martin Steinbach

    Presseaussendung der NÖVOG zur Citybahn-Sanierung während der heurigen Sommerferien:

    Zitat

    Mitteilung der NÖVOG in einer Presseaussendung
    Aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen ist die Citybahn Waidhofen von 18. Juli bis 19. August gesperrt. In dieser Zeit entfällt der Zugverkehr gänzlich. Fahrgäste werden gebeten, auf die Busse der Mostviertellinie umzusteigen. Die Tickets der Citybahn Waidhofen werden in den Bussen zwischen Waidhofen und Gstadt anerkannt.

    Die geplanten Bauarbeiten dienen in erster Linie der kontinuierlichen Modernisierung der Stecke. So etwa werden wichtige Instandhaltungsmaßnahmen und Stopfarbeiten durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Schwarzenbachviadukt, das ebenfalls einer Sanierung unterzogen wird.

    18.07.2016 11:49:58

    dr. bahnsinn - der Forendoktor