Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

  • Vor 45 Jahren, am 28. Mai 1976 fand im Beisein von Staatspräsident Tito die offizielle Eröffnungsfeier für das juogoslawische Prestigeprojekt statt und am 30. Mai 1976 konnte der durchgehende Betrieb zwischen Beograd und Bar aufgenommen werden. Mehr Informationen darüber gibt es auf Wikipedia.

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  • Vor 115 Jahren, am 19. Mai bzw. nach anderer Quelle am 1. Juni 1906 wurde der damals nur eingleisige Simplon-Tunnel in Betrieb genommen. Mit dem Bau der zweiten Röhre wurde 1912 begonnen und 1921 abgeschlossen. Die Inbetriebnahme der zweiten Röhre erfplgte 1922.

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  • Im Frühjahr 1922 begann der Bau der einzigen in Bulgarien noch erhalten gebliebenen Schmalspurbahn, der 125 km langen Rhodopenbahn von Septemvri nach Dobrinishte im Rhodopengebirge in Spurweite 760 mm. Der Bau der Gesamtstrecke sollte 24 Jahre bis 1945 dauern. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Baubeginns werden am 6., 19. und 20. Juni 2021 Dampfsonderzüge auf dem Abschnitt Septemvri - Velingrad vv. mit der Dampflok 609.76 geführt. Weitere Informationen zur Strecke und zum Programm gibt es auf https://www.lok-report.de/news/europa/it…dobriniste.html

    Einen Bildbericht über eine Fahrt mit der Rhodopenbahn zwischen Septemvri und Avramovo im Jahr 2016 gibt es hier. Einen weiteren Bildbericht in zwei Teilen gibt es von Roni aus dem Jahr 2015, der insofern sehr interessant ist als er auch das Leben abseits der Bahn sehr schön wiedergibt. Teil 1 und Teil 2.

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  • Vor 140 Jahren, am 6. Juni 1881 konnte mit der Eröffnung des 105 km langen Abschnitts Ussel - Clermont Ferrand die insgesamt 271 km lange Querverbindung Périgueux - Brive-la-Gaillard -Ussel - Clermont Ferrand durch das Zentralmassiv der durchgehende Verkehr zwischen Bordeaux und Lyon hergestellt werden.Die weitestgehend eingleisige und nicht elektrifizierte Strecke, die in Brive-la-Gaillarde die Hauptstrecke Paris - Toulouse kreuzt, weist eine Maximalneigung von 26 ‰ auf. Weil man beim Bau weitgehend auf kostenintensive Kunstbauten verzichtete, weist die Strecke ein ungünstiges sägeförmiges Streckenprofil auf.
    Der Scheitelpunkt liegt auf 941,5 m Seehöhe, der Minimalradius beträgt 250 m. Die Gesamtlänge der 11 Tunnel beträgt 2.372 m, der längste Tunnel misst 556 m.
    1991 gab es noch einen durchgehendes Expresszugpaar Lyon - Bordeaux vv., 2015 nur mehr ein Intercité-Zugpaar Ussel - Bordeaux vv., welches mittlerweile auch auf den Autobus umgestellt wurde. Laut Open Railway Map ist aktuell der Verkehr zwischen Ussel und Volvic überhaupt eingestellt.
    Zur Orientierung:

    Ausschnitt aus http://www.bueker.net

    Quelle: Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1982, S. 55f.

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  • Vor 95 Jahren:

    09. 06. 1926: [Salt River bei Kapstadt, Südafrika] Knapp außerhalb von Kapstadt entgleisen die letzten vier Wagen eines Personenzuges, wobei zwei von ihnen gegen den Aufbau einer Brücke stoßen. Die Entgleisungsursache kann nicht geklärt werden.
    Opferbilanz: 17 Tote, 40 - 50 Verletzte.

    Vor 85 Jahren:

    05. 06. 1936: [Westbahn bei Asten, OÖ.] Auf Grund der hohen Kessellage und dem damit verbundenen hochgelegenen Schwerpunkt sind die Maschinen der Reihe 114/214 bekannt für das Umstürzen während der Fahrt. So geschehen auch mit der 114.01 bei Asten:
    Foto: Sammlung Saßmann, aus: Zeitschrift Eisenbahn, Heft 4/1990, S. 69.

    Vor 70 Jahren:

    07.06. 1951: [Nova Iguaçu, Brasilien] In Nova Iguaçu, einem Vorort von Rio de Janeiro, bleibt ein mit 20 Kubikmetern Benzin beladener Tanklastzug in den frühen Morgenstunden auf einem niveaugleichen Bahnübergang einer Bahnstrecke der Estrada de Ferro Central do Brasil in Nova Iguaçu liegen. Gegen 4 Uhr 25 nähert sich ein fünfteiliger Elektrotriebwagen, der mit Pendlern voll besetzt ist. Der Zug trifft auf den liegengebliebenen Tanklastzug, der durch den Aufprall explodiert und den Zug sofort in Flammen setzt. Die Hitzewelle ist so stark, dass ein Teil der Reisenden sofort tot ist, sie werde verbrannt in ihren Sitzen aufgefunden. Andere versuchen noch zu entkommen, ohne dass ihnen das gelingt, und die Toten häufen sich an den Ausgangstüren.
    Opferbilanz: 54 Tote, 44 Verletzte.

    Vor 65 Jahren:

    04. 06. 1956: [Bf. Penk an der Tauernbahn] Auf Grund einer Fehlausfahrt fährt die 1020.14 über den Gleisstutzen und stürzt über die Böschung:

    Foto: Archiv Haftel, aus: BiB-Band 13, Verlag P. Pospischil, Wien 1980.

    Vor 55 Jahren:

    04. 06. 1966: [Donauuferbahnhof, Wien] Zusammenstoß zwischen einer von der 2062.38 geschobenen Verschubeinheit und der Richtung Wien Nord ausfahrenden 52.3683. Unfallursache: Ohne Verschuberlaubnis durchgeführte Verschubfahrt und Verlassen des Bahnhofes ohne Abfahrauftrag durch die 52.3683:

    Foto: P. Pospischil, aus: BiB-Band 13, Verlag P. Pospischil, Wien 1980.

    Vor 40 Jahren:

    06. 06. 1981: [Mansi, Provinz Bihar, Indien] Der Kalka Mail istzwischen Mansi und Saharsa unterwegs. Die Lokomotive zieht neun Personenwagen, mehr als 500 Fahrgäste sollen im Zug sein, vielleicht sogar 1000. Der Lokomotivführer löst bei Reisegeschwindigkeit eine Notbremsung aus, als er eine Heilige Kuh auf dem Gleis bemerkt. Den Fotos der Unfallstelle nach muss daraufhin der Oberbau auf der Brücke verrutscht sein und die letzten sieben Wagen des Zuges kippen in den Fluss Bagmati.
    Ganz zweifelsfrei ist diese Unfallursache nicht. In den Quellen werden eine Reihe anderer Faktoren genannt, die eine Rolle gespielt haben können: ein Zyklon, eine Flutwelle oder ein Bremsversagen. Die Wagen versinken sofort in den schlammigen Fluten des Hochwasser führenden Flusses.
    Die Voraussetzungen, Überlebende zu retten und Tote zu bergen, sind ungünstig. Es dauert geraume Zeit, bis Hilfskräfte an der Unfallstelle eintreffen. Diese suchen dann allerdings fünf Tage die gesamte Umgebung nach Überlebenden ab. Auch Taucher werden eingesetzt, was wegen des verschlammten Wassers aber auch nicht viel bringt. Wegen des Hochwassers ist davon auszugehen, dass viele Leichen vom Fluss weggeschwemmt wurden. Es wird von mehreren hundert Leichen ausgegangen.
    Opferbilanz: Mindestens 250 Tote, es ist aber auch von 600 Toten die Rede. Da die genaue Zahl der Opfer nicht bekannt ist, ist auch schwer festzustellen, wo in der Liste der schwersten Eisenbahnunfälle dieser Unfall einzustufen ist. Es könnte der zweitschwerste weltweit gewesen sein. Sicherlich ist es der schwerste Unfall in der indischen Eisenbahngeschichte.

    Vor 30 Jahren:

    08. 06. 1991: [Ghotki, Provinz Sindh, Pakistan] Ein Schnellzug fährt im Bahnhof von Ghotki auf einen dort stehenden Zug auf. Ein mit 800 Reisenden besetzter Schnellzug ist von Karatschi nach Islamabad unterwegs. Im Bahnhof von Ghotki steht auf dem Durchfahrgleis ein Güterzug oder nach anderen Quellen ein anderer Schnellzug, der dort zum Halten gekommen ist. Ob das Einfahrsignal des Bahnhofs „Halt“ zeigte und der Lokomotivführer es regelwidrig überfuhr oder ob es versehentlich die Fahrt frei gab, benennen die Quellen nicht. Unfallursache soll die Fahrlässigkeit des Bahnpersonals gewesen sein. In die Trümmer fährt danach ein Gegenzug.
    Opferbilanz: Mindestens 100 Tote, mehrere 100 Verletzte.

    Vor 25 Jahren:

    07. 06. 1996: [Sambia, ohne Ortsangabe] Ein Zug stößt auf einer Ek mit einem Tanklastzug zusammen, der in Flammen aufgeht.
    Opferbilanz: 50 Tote.

    Vor 10 Jahren:

    09. 06. 2011: [Simplontunnel, Italien/Schweiz] Brand eines mit Sattelaufliegern beladenen Güterzuges der BLS im Simplontunnel.
    Die Simplonstrecke unterquert mit den zwei eingleisigen Tunnelröhren des Simplontunnels das Simplongebiet. Im Tunnel befindet sich die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Er gehört auch zur westlichen Achse der zweiachsigen NEAT/AlpTransit. Hier verkehrt am frühen Morgen des 9. Juni 2011 ein Güterzug der BLS AG von Novara, Italien, nach Rostock, Deutschland. Der Zug wird von zwei Elektrolokomotiven der Baureihe Re 4/4 gezogen.
    Zu einem unbekannten Zeitpunkt vor der Abfahrt des Zuges in Domodossola machen sich Unbefugte an einem Sattelauflieger zu schaffen, der mit Stahl- und Keramikprodukten beladen ist. Später werden auch an fünf weiteren Sattelaufliegern, die in dem Zug befördert werden und nicht in Brand geraten, je ein Schnitt in deren Planen entdeckt. Deshalb wird ein versuchter Diebstahl oder Vandalismus als auslösende Ursache des Unfalls vermutet. Die Plane eines weiteren Sattelaufliegers löst sich, was technisch nur möglich ist, wenn zuvor die Heckklappe des Aufliegers unsachgemäß geöffnet wurde. Diese Plane löst sich rund drei Kilometer nach der Einfahrt des Zuges in das Südportal des Simplontunnels, noch auf italienischem Staatsgebiet. Durch den Fahrtwind im Tunnel schlägt sie mehrmals gegen die Oberleitung. Der dadurch verursachte Spannungsüberschlag erzeugt einen Lichtbogen und löst einen Brand des Sattelaufliegers aus. Dieser breitet sich bei einer Hitze von bis 800 °C schnell auf weitere Wagen des Zuges aus.
    Der Lokführer kann sich unverletzt in Sicherheit bringen. Personen werden bei dem Unfall nicht verletzt, es kommt aber zu erheblichem Sachschaden. Die Einsatzkräfte können das Feuer erst nach etwa zwölf Stunden löschen.
    Die Instandsetzung ist Mitte November 2011 abgeschlossen. Sie dauert sechs Monate und kostet rund 12 Millionen Franken. Unter anderem werden auf einer Fläche von rund 5500 Quadratmeter Spritzbeton auf das beschädigte Tunnelgewölbe aufgetragen, 630 Meter Gleise und 120 Quadratmeter des seitlichen Mauerwerks komplett ersetzt sowie bei den Fahrleitungen über 14 Kilometer Drähte und dazugehörige Isolatoren ausgewechselt.

    Quellen (sofern nicht anders angegeben): Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996; Wikipedia - Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr.

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  • Noch ein Gedenktag der besonderen Art:

    Vor 95 Jahren:

    07. 06. 1926: [Barcelona, Spanien] Am Morgen des 7. Juni wird der Architekt Antoni Gaudí, Erbauer der Sagrada Familia in Barcelona nach seinem täglichen Kirchgang auf dem Weg zur Baustelle der Sagrada Famiia von einem Straßenbahnzug erfasst und bleibt bewusstlos liegen. Auf Grund seines verwahrlosten Aussehens wird er für einen Bettler gehalten und dehalb nicht notfallmedizinische versorgt. Erst Stunden später lässt ihn ein Polizist mit einem Taxi in ein Armenspital bringen, wo er drei Tage später von einem Mitarbeiter und dem Kaplan der Sagrada Familia gefunden wird. Er wird noch in ein Privatzimmer verlegt, stirbt aber noch am selben Tag, am 10. Juni 1926.

    Antoni Gaudí

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  • Das erinnert mich an ein Erlebnis, das ich vor Jahren hatte...
    In Mien Mitte sah ich aus der Schnellbahn auf einer Bank einen alten Mann sitzen, eigentlich schon eher runterhängen, mir kam das komisch vor. Ich bin dann am Praterstern zur Polizeidienststelle im Rondell und hab drum ersucht, dass sie wen hinschicken.

    Die erste Frage war dann auch, wie er gekleidet war...

    :wacko:

  • Vor 130 Jahren, am 11. Juni 1891, wurde der 95 km lange Abschnitt Souillac - Aurillac der ehemaligen Transversale Bordeaux - Aurillac - Lyon, welche auch als schlankere Alternative zur längeren Transversale Bordeaux - Perigueux - Limoges - Guéret - Montluçon - Lyon konzipiert war, aber nie über Nebenbahndasein hinauskam, eröffnet. Mittlerweile kann die Strecke nicht mehr durchgängig befahren werden, da der 19 km lange Abschnitt Soullac - Saint-Denis-près-Martel im Personenverkehr bereits in den 1980er-Jahren stillgelegt wurde. Zwischen Martel (km 13 ab Souillac) und Saint-Denis-près-Martel verkehrt die Touristenbahn "Le petit train de Martel".

    Eindrucksvollster Teil der Strecke ist der 25 km lange Abschnitt durch die Schlucht des Flusses Cère zwischen den Bahnhöfen Laval-de-Cère (km 45) und Laroquebrou (km 70), in der 26 Tunnel durchfahren werden. Da es in der Schlucht außer der Bahn keine anderen Verkehrswege gibt, war der Bahnbau in diesem Abschnitt besonders schwierig. Insgesamt weist die Strecke 32 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 6.937 m auf. Die Maximalneigung beträgt 20 Promille, der geringste Kurvenradius 250 m. Das größte Brückenbauwerk ist der im stillgelegten Abschnitt
    gelegene Bramefond-Viadukt mit 322 m Länge und 44 m Höhe.

    Quelle: Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1982, S. 61f.

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  • Vor 155 Jahren:

    09. 06. 1866: [Welwyn-Tunnel, Grafschaft Hertfordshire] Beim Eisenbahnunfall im Welwyn-Tunnel kollidieren drei Güterzüge. Zwei Menschen sterben. Nach den Sach- und Materialschäden ist es einer der umfangreichsten Eisenbahnunfälle in Großbritannien.

    Vor 130 Jahren:

    14. 06. 1891: [Münchenstein, Schweiz] Während der Fahrt des Personenzuges 174 über die Brücke über den Fluss Birs stürzt die Brücke auf Grund eines Konstruktionsfehlers ein, dabei stürzt der vordere Teil des Zuges in die Hochwasser führende Birs. Der Unfallhergang kann hier im Detail nachgelesen werden.
    Opferbilanz: 74 Tote (73 Zuginsassen und ein Soldat, der sich bei den Aufräumarbeiten tödlich verletzt), 171 Verletzte.

    Vor 80 Jahren:

    14. 06. 1941: [Felheim bei Augsburg, Deutschland] Ein außergewöhnlicher Unfall: Ein Flugzeug stürzt auf den P 752, wobei Teile des Zuges Feuer fangen.
    Opferbilanz: 5 Tote, 11 verletzte.

    Vor 70 Jahren:

    10. 06. 1951: [Kenn an der Moselbahn, Bundesrepublik Deutschland] Die Moselbahn ist eine Kleinbahn, die von der Vereinigte Kleinbahn AG mit Sitz in Frankfurt am Main betrieben wird. Die Strecke quert zwischen den Bahnhöfen Ruwer West und Kenn die damalige Bundesstraße 49. Hier besteht ein unbeschrankter Bahnübergang. Der Zug kommt aus Richtung Trier und wird von einer C-gekuppelten Dampflokomotive gezogen.
    Der Männergesangverein „Cäcilia“ aus Zewen ist mit 75 Personen, um seinen verstorbenen Dirigenten zu ehren, zu dessen Grab in Wittlich und weiter nach Bremm unterwegs, wo die Mitglieder einige Stunden bis zur Heimfahrt gegen 21 Uhr verbringen. Der dazu genutzte Bahnbus mit Anhänger der Deutschen Bundesbahn fährt über Schweich zurück. Der Fahrer steht unter Alkoholeinfluss.
    Gegen 22:46 Uhr nähert sich der Zug mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit von 15 km/h dem Bahnübergang und gibt durch Pfeifen das vorgeschriebene Warnzeichen. Dieses wird wohl aufgrund des Motorengeräuschs im Bus und des Lärms, den die Fahrgäste verursachen, vom Fahrer nicht gehört. Straßenseitig ist der Bahnübergang ebenfalls ordnungsgemäß durch entsprechende Verkehrszeichen gesichert. Auf der Straße nähert sich der Omnibus mit dem Männergesangverein. Der Bahnübergang ist für Fahrer von Fahrzeugen, die in Richtung Ruwer fahren, schwer einsehbar. Der Zusammenprall ist so heftig, dass die Lokomotive mit ihren drei Achsen aus dem Gleis gehoben wird und sich quer auf die Straße stellt. Der hintere Teil des Omnibusses wird aufgerissen, der Anhänger umgestoßen und zertrümmert.
    Der Fahrer kommt unverletzt davon und wird später zu neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.
    Opferbilanz: 15 Tote (6 sind sofort tot, 9 weitere sterben im Krankenhaus), 33 Verletzte, davon 20 Schwerverletzte.

    Vor 60 Jahren:

    13. 06. 1961: [Eßlingen, BRD] Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge in einem wegen Bauarbeiten voübergehend nur eingleisig befahrbarem Streckenabschnitt. Die jeweils ersten Wagen der beiden Züge stürzen über eine Böschung zum Fluss Neckar hinunter. Unfallursache: Überfahren zweier Halt zeigender Signale durch einen der beiden Lokführer.
    Opferbilanz: 35 Tote.

    Vor 55 Jahren:

    13. 06. 1966: [Bombay, heute Munbai, Indien] Im Bahnhof Bomby-Matunga stoßen zwei Vorortezüge frontal zusammen. Der eine Zug ist im Berufsverkehr von der Innenstadt in den außen liegenden Stadtteil Thane unterwegs, der andere fährt in der Gegenrichtung, von außen kommend, auf den Bahnhof Victoria Station (heute: Chhatrapati Shivaji Terminus) zu. Zusammen befördern die beiden Züge mehr als 2500 Reisende, darunter zahlreiche Schulkinder und Arbeiter. Zur Zeit des Unfalls geht heftiger Monsun-Regen nieder.
    Vermutlich bedingt durch den starken Regen versagt das automatische Signalsystem und der Triebfahrzeugführer des Zuges, der die Vorbeifahrt des anderen Zuges abwarten soll, erhält keine Aufforderung, anzuhalten. Als einer der beiden Züge das Gleis wechselt, kommt es zum Frontalzusammenstoß. Die vorderen Wagen beider Züge werden völlig zertrümmert.
    Opferbilanz: 57 Tote, über 100 Verletzte.

    Vor 40 Jahren :

    11. 06. 1981: [Erfurt-Bischleben, Bezirk Erfurt, DDR] Beim Eisenbahnunfall von Erfurt-Bischleben entgleist aufgrund einer Gleisverwerfung der Interzonenzug Düsseldorf–Karl-Marx-Stadt (Chemnitz).
    Opferbilanz: 14 Tote, 102 Verletzte.

    13. 06. 1981: [bei Saalfeld, DDR] Zwischen Saalfeld und Bad Blankenburg stoßen zwei Güterzüge frontal zusammen.
    Opferbilanz: 2 Tote und hoher Sachschaden.

    Vor 25 Jahren:

    13. 06. 1996: [Salzburg] In der Stadt Salzburg werden bei Gleisbauarbeiten zwei ÖBB-Bedienstete von einem Regionalzug überfahren und getötet.

    Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996; Wikipedia - Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr; Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag, Berlin 1991.

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