Mindestradius H0

  • Auch Kleinbahn hat Seitenantrieb (so ein fettes Kastl direkt neben den Schienen, optisch nicht ansprechend, aber wen kümmert's, wenns im Schattenbf ist....)

    Zu den Radien Marke Kleinbahn: drei- und vierachsige 1:87 Wagen von Roco (pr. Abteilwagen; Schlieren; Mitteleinstiegswagen) gehen ohne Probleme trotz engem Radius drüber, du solltest halt zwischen den Weichen gerade Ausgleichsstücke verwenden. Zu den Loks: auch eine ÖBB 657 von Roco schaffts problemlos über Kleinbahnweichen, größere Loks kann ich nicht beurteilen...... aber da diese Lok 5 starre Treibachsen hat, dürfte sie ein recht guter Maßstab sein...

    Wenn du den Geldfaktor also beachten mußt, würde ich Kleinbahn nehmen, und mich bei dem einen oder anderen "überlangen" Exot auf eine Entgleisung einzustellen; Mit normal erhältlichem Rollmaterial solltest du auf Kleinbahn sonst eigentlich keine Probleme haben.

  • Hallo!
    Ich würde von Kleinbahngleisen die Finger lassen, auch wenn sie billig sind. Man handelt sich durch das unterschiedliche Radsatzinnenmaß der Kleinbahnprodukte nur Ärger ein. Ärger, den man im "Untergrund" kaum brauchen kann.
    Das führt mich zu einen weitern Gedanken: Warum überhaupt im Untergrund enger als auf der Oberfläche? Der Verkehrssicherheit wegen, habe ich für meine Anlage, oben wie unten, den gleichen Minimalradius geplant. In meinem Fall 800mm.
    Piko A ist mit Vorbehalt zu verwenden. Die Weichenzungen sind eher wackelig. Peco ist in ähnlicher Preisklasse und stabiler.

    lg Walter

  • Erst einmal danke an alle für die interessanten Beiträge.

    @02 0201-0

    ich habe den Piko-Seitenantrieb nur im Preisvergleich zum UF-Antrieb gesehen, er ist eine Spur billiger und auch leichter einzubauen.

    Ansonsten habe ich jetzt wieder eine Aussage eines Freunds in Erinnerung, der sagte, dass er das ÖBB-Krokodil mitsamt seinen 8 Achsen ohne Probleme durch eine Kleinbahnweiche + Gegenbogen bekommen hat.


    @ 1012

    die PIKO_Gleise haben fast gleiches Preisniveau wie die ROCO-Line, haben den (technischen und optischen) Vorteil keine Kleinausgleichsstücke notwendig zu haben. Die 2.1mm von ROCO-Line sind wiederum für mich kein zwingender Grund, ROCO zu nehmen, ich bin auch im Modellbau kein Dogmatiker. In Sachen Geleise (jetzt eben OHNE Weichen etc...) sind die Kleinbahngeleise ja recht ansprechend, das optische Problem stellt sich eigentlich nur bei den Weichen und Kreuzungen.

    @ Walter_f

    Kannst Du das etwas genauer beschreiben, vor Allem, das mit den Spurkränzen würde mich näher interessieren.

    Untergrund : gibt's bei mir nur bedingt. Der Schattenbahnhof wird bei mir im >Hintergrund< und sehr gut zugänglich sein. Vergiss nicht, ich bin schon (bald) ein alter Mann und werde schön langsam ungelenkig und möchte nicht irgendwo >herumkrallen< müssen ;D ;D

    ja, und danke für die Warnung vor den wackelnden PIKO-Weichen, und dem Tip PEKO zu wählen, ich schau's mir ganz sicher an!

    Einmal editiert, zuletzt von grubenhunt (16. Mai 2011 um 22:10)

  • Hi!
    Die Kleinbahnfahrzeuge haben ein geringeres Innenmaß zwischen den Spurkränzen. Das bringt mit sich, dass Kleinbahn Fahrzeuge auf Normweichen klemmen oder über den Radlenker holpern, andererseits Normfahrzeuge in Kleinbahnweichen auf das Herzstück auflaufen und entgleisen. Man kann sich bei den Normfahrzeugen helfen, indem man die Räder ein wenig enger stellt. Anders könnte ich mir nicht erklären, dass 657 oder das Krokodil durch diese Weichen fahren. Oder man "scherzelt" ein wenig vom Herzstück ab (etwa 1mm an der Spitze). Dann laufen sowohl Norm als auch Klein Fahrzeuge, aber Normfahrzeuge machen jedes Mal einen Ruck. Das geht zwar, ich hatte das bei meiner letzten Anlage auch, es kommt aber immer wieder zu Problemen. Ich würde davon abraten.
    Wenn du die Klein Gleise in der Geraden einsetzt, dann sieh bitte alle 50cm eine Einspeisung vor. Der Spannungsabfall durch die Stiftverbindung ist, besonders wenn sie älter werden, eklatant. 2-3m von der Einspeisung entfernt kriechen die Loks nurmehr.
    Das Alles bringt mich dazu die Klein-Gleise nicht mehr zu verwenden, obwohl ich sie noch säckeweise habe.
    Ich bin der Ansicht, dass die Gleise im Schattenbf., ob im Untergrund oder nicht, noch betriebssicherer gebaut werden müssen als auf der Oberfläche. Sonst verdirbt einem das den Spaß.
    lg Walter

  • [quote author=walter_f link=topic=21737.msg140885#msg140885 date=1305616503]
    Ich bin der Ansicht, dass die Gleise im Schattenbf., ob im Untergrund oder nicht, noch betriebssicherer gebaut werden müssen als auf der Oberfläche. Sonst verdirbt einem das den Spaß.[/quote]

    nicht nur den Spaß - dafür aber erhöht's die persönliche Gelenkigkeit, weil'st immer wieder unter den Platten zum Entgleisungsort kriechen oder turnen kannst ;D

  • [quote author=walter_f link=topic=21737.msg140885#msg140885 date=1305616503]andererseits Normfahrzeuge in Kleinbahnweichen auf das Herzstück auflaufen und entgleisen. Man kann sich bei den Normfahrzeugen helfen, indem man die Räder ein wenig enger stellt. Anders könnte ich mir nicht erklären, dass 657 oder das Krokodil durch diese Weichen fahren. Oder man "scherzelt" ein wenig vom Herzstück ab (etwa 1mm an der Spitze). Dann laufen sowohl Norm als auch Klein Fahrzeuge, aber Normfahrzeuge machen jedes Mal einen Ruck.[/quote]

    die "Norm"fahrzeuge (Waggons) laufen zwar leicht holprig und aufs Herzstück auf, entgleisen aber nicht, sondern fahren dann ganz normal weiter. Nur Wagen mit 2achsigem, langem Achsstand (also zBsp die Schiebewandwagen von KleinModell) machen bei den engsten Weichen Probleme. Aber auch nicht immer..... An den Fahrzeugen wurde nix verändert - kein Räder enger stellen. Und das Herzstück ist auch noch original. Trotzdem, wie gesagt, die 657 schaffts ohne Probleme.


    Zitat

    Wenn du die Klein Gleise in der Geraden einsetzt, dann sieh bitte alle 50cm eine Einspeisung vor. Der Spannungsabfall durch die Stiftverbindung ist, besonders wenn sie älter werden, eklatant. 2-3m von der Einspeisung entfernt kriechen die Loks nurmehr.

    Das kann ich allerdings 100% bestätigen. V.a. Roco Loks (aber auch etwa der Liliput 5146) kriechen dahin, wenn man zu wenig Stromversorgung hat.

    Zitat

    Ich bin der Ansicht, dass die Gleise im Schattenbf., ob im Untergrund oder nicht, noch betriebssicherer gebaut werden müssen als auf der Oberfläche. Sonst verdirbt einem das den Spaß.

    Jop, auch da stimme ich dir zu. Ich hab leider keinen Schattenbahnhof, daher kann ich hier nicht viel dazu sagen.

    Anmerkung: es wäre nett, wenn vielleicht ein Modellbahnbetrieb, der hier im Forum bzw. im 16.Bezirk ist, sich mal zum Thema Schattenbahnhöfe äußern würde, ich glaub dort ist das ganze relativ betriebssicher. Was verwendet ihr dort für Gleise, in Ottakring?

  • Hallo!

    Im sichtbaren Teil wird Roco Line verwendet, wobei die Bogenweichen R9/R10 (http://www.roco.cc/produkteshop/u…iche-r9r10.html) sind und in den nicht sichtbaren Abschnitten kommt in der Regel das 2,5mm Roco Gleis zur Anwendung. Der Mindestradius beträgt in der Regel mindestens 950 mm, lediglich im Bereich der S-Bahnstrecke wurden stellenweise Flexgleise mit r= 600 mm gebogen. Da dort jedoch nur die relativ kurzen Berliner S-Bahn Garnituren verkehren, spielt diese Einschränkung keine Rolle.

    Alle Gleisbögen der gesamten Anlage wurden mit Übergangsbögen versehen, dadurch erhöht sich die Betriebssicherheit um ein Vielfaches, abgesehen davon, dass im sichtbaren Teil auch der optische Eindruck überzeugt.

  • [quote author=02 0201-0 link=topic=21737.msg140898#msg140898 date=1305628076]
    die "Norm"fahrzeuge (Waggons) laufen zwar leicht holprig und aufs Herzstück auf, entgleisen aber nicht, sondern fahren dann ganz normal weiter. Nur Wagen mit 2achsigem, langem Achsstand (also zBsp die Schiebewandwagen von KleinModell) machen bei den engsten Weichen Probleme. Aber auch nicht immer..... An den Fahrzeugen wurde nix verändert - kein Räder enger stellen. Und das Herzstück ist auch noch original. Trotzdem, wie gesagt, die 657 schaffts ohne Probleme.
    [/quote]
    Das kann ich nicht nachvollziehen und wundert mich sehr. Ohne abscherzeln der Herzstücke sind bei mir NEM-Fahrzeuge so gut wie IMMER entgleist. Nur unter starken zug in den Abzweig konnte es vorkommen, dass nichts passiert ist. Vielleicht sind meine Klein-Schienen älter?
    lg Walter