Israel: Beschluss für Bahnslinie durch die Wüste Negev ans Rote Meer

  • Israel beschließt Bahnstrecke durch Negev-Wüste

    Die israelische Regierung hat heute einem Projekt für eine Eisenbahn zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer zugestimmt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte die mögliche Alternative zum Suez-Kanal für den Verkehr zwischen Europa und Asien eine „strategische Entscheidung“.

    Die 350 Kilometer lange Strecke durch die Negev-Wüste ermöglicht es nach seinen Worten, den Badeort Eilat am Roten Meer von Tel Aviv aus in zwei Stunden zu erreichen. Netanjahus Bürodirektor soll dem Beschluss zufolge einen mit der Beschaffung von Fonds für das Projekt befassten Ausschuss leiten.

    Zusammenarbeit mit China?

    Drei Optionen werden erwogen: eine Vereinbarung mit einem anderen Land, private Fonds und eine Finanzierung durch den Staat Israel. Das Verkehrsministerium befürwortet eine Zusammenarbeit mit chinesischen Firmen. Verkehrsminister Israel Katz traf in diesem Zusammenhang bereits im vergangenen September mit seinem chinesischen Kollegen in Peking zusammen.

    Israelischen Angaben zufolge könnte die Bahnlinie auch für den Transport von Erdgas nach Indien und vielleicht China genutzt werden. Im östlichen Mittelmeer, 130 Kilometer vor der nordisraelischen Hafenstadt Haifa, wurden 2010 die bedeutenden Gasvorkommen in Tamar und Leviathan entdeckt. Im vergangenen Juni hatte eine israelische Firma die Entdeckung zweier weiterer wichtiger Gasvorkommen weiter südlich vor der Küste von Hadera bekanntgegeben.

    Quelle: ORF

    PS.: Die Pläne sind ja nicht neu. Als ich im Jahr 1996 dort in der Gegend war, wurde schon darüber geredet, dass der Bau einer Bahnlinie von Dimona, dem damaligen Endpunkt der Bahnlinie aus Tel Aviv nach Eilat sowie einer Stichlinie zum Toten Meer nur mehr eine Frage der Zeit sei. Damals waren aber der Transport von in der Wüste Negev abgebauten Phosphaten bzw. im Toten Meer gewonnener Pottasche die Beweggründe für den geplanten Bahnbau (siehe untenstehende Karte). Und wahrscheinlich werden sie es auch heute noch sein. Auch wenn im ORF-Bericht oben von Erdgastransporten die Rede ist. Erdgas lässt sich noch immer zeckmässiger über Land mittels Pipelines transportieren.


    Quelle: Wikipedia

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Zusammenarbeit mit China?
    Drei Optionen werden erwogen: eine Vereinbarung mit einem anderen Land, private Fonds und eine Finanzierung durch den Staat Israel. Das Verkehrsministerium befürwortet eine Zusammenarbeit mit chinesischen Firmen.


    Wenn die eigenen (Staats-)Kassen leer sind, muß man sich an die heranmachen, die volle Börsen ihr Eigen nennen :D