Siemens hat die Lösung ;-)

  • Der LKW benützt zumindest Autobahnen nicht ohne Kostenbeteiligung.

    Das stimmt schon. Da fehlen aber noch 95+% des Straßennetz die zumindest meinem Wissen nach in ganz Europa kostenfrei nutzbar sind. Dazu kommt dann noch der Anschluss ans Straßennetz der meist von der Allgmeinheit übernommen wird, während man sich den Schienenanschluss selbst zahlen muss.

  • Der LKW benützt zumindest Autobahnen nicht ohne Kostenbeteiligung.

    Das stimmt schon. Da fehlen aber noch 95+% des Straßennetz die zumindest meinem Wissen nach in ganz Europa kostenfrei nutzbar sind. Dazu kommt dann noch der Anschluss ans Straßennetz der meist von der Allgmeinheit übernommen wird, während man sich den Schienenanschluss selbst zahlen muss.

    Da stimm ich dir zu.

  • Das ist marktverzerrende Benachteiligung der Schiene

    Dann müßte womöglich im Personenverkehr auch Kostenwahrheit hergestellt werden. Ob das eine gute Idee wäre?
    Und außerdem bin ich mir angesichts der Maut, der hohen Steuern und Abgaben gar nicht so sicher,
    ob der die Bilanz für den LKW derart negativ ausfällt.

  • Kann da mal wer am EuGH Klage einreichen?

    Das ist marktverzerrende Benachteiligung der Schiene

    Dann müßte womöglich im Personenverkehr auch Kostenwahrheit hergestellt werden. Ob das eine gute Idee wäre?

    Es gibt Gründe die eine Marktverzerrung erlauben. Umweltschutz ist einer diese Gründe.

    Die wichtigere Frage ist aber wie man die Begründung aufbaut um damit auch Erfolg zu haben und ob der EUGH das dann überhaupt so sieht wie wir es sehen. Eine Ungleichbehandlung aufgrund objektiver Gründe ist ja prinzipiell erlaubt, sie muss aber begründbar sein. Und ob sie das ist oder nicht müsste dann eben ein Gericht entscheiden. Ich bin aber auch kein Rechtsexperte um das einschätzen zu können.

  • Dann müßte womöglich im Personenverkehr auch Kostenwahrheit hergestellt werden. Ob das eine gute Idee wäre?

    Eine perfekte Idee!

    Da verliert der PKW..

    Und außerdem bin ich mir angesichts der Maut, der hohen Steuern und Abgaben gar nicht so sicher, ob der die Bilanz für den LKW derart negativ ausfällt.

    Liegt daran, dass du keine Ahnung hast. Du musst dir das „zusammenreimen“. Andere wissen es.

  • Eine mittelständische Transportunternehmerin und WIKO-Funktionärin lässt an den E-Lkw unter den gegenwärtigen Bedingungen kein gutes Haar. Gefunden im NÖ-Wirtschaftspressedienst:

    Venz Logistik sieht den E-Lkw durch die kritische Brille

    Venz Logistik – ein mittelständisches Transportunternehmen aus Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg – engagiert sich im Container-Trucking und im Segment der Lebensmitteltransporte. 80 Prozent aller Lkw in Österreich absolvieren Tagesstrecken von weniger als 100 Kilometer. Das schafft jeder E-Truck mühelos.

    Wie die Österreichische Verkehrszeitung (ÖVZ) in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, beschäftigt sich Firmenchefin Beate Färber-Venz mit dem Thema E-Lkw sowohl als Unternehmerin als auch in ihrer Funktion als Spartenobfrau für Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Dabei kommt sie selbst bei den freundlichsten Ausgangsszenarien auf keinen grünen Zweig. Sogar wenn sie alles durch die rosarote Brille betrachten würde, fallen ihr wenige Gründe ein, warum eine kleine bis mittelgroße Transportfirma einen E-Lkw anschaffen sollte.

    Dazu hat Beate Färber-Venz in einer mehrwöchigen Testphase im eigenen Betrieb ein Berechnungsmodell erstellt. Demnach kostet der E-Truck (Sattelzugmaschine) eines namhaften Herstellers rund 400.000 Euro. Einen vergleichbaren Euro 6 Lkw gibt es um 120.000 Euro. Der Mehraufwand für das Elektrofahrzeug wird vom Bund mit 80 Prozent gefördert. Bleiben 56.000 Euro Mehrkosten für den Transporteur.

    Für die einfachste Ladeinfrastruktur (weil mehr Strom ist am Standort im Industriegebiet derzeit nicht verfügbar) zum Preis von 50.000 Euro gibt es eine 40%ige Förderung. Das ergibt in der Gesamtbetrachtung eine Differenz von 86.000 Euro oder 72 Prozent der Anschaffungskosten für den modernsten derzeit erhältlichen Diesel-Lkw.

    Bleiben auf der Haben-Seite lediglich die Einsparungen beim Road Pricing. E-Lkw zahlen nur ein Viertel der Maut. Jedoch verlieren sie durch die Batterien etwa 2,5 Tonnen Nutzlast im Vergleich zu einem Diesel-Lkw.

    Hinzu kommt, dass herkömmliche E-Lkw jetzt mit bis zu 42 Tonnen höchst zulässigem Gesamtgewicht auf Österreichs Straßen fahren dürfen. Hingegen gilt für E-Trucks im Vor- und Nachlauf zum Kombinierten Verkehr unverändert die Gewichtsobergrenze von 44 Tonnen. Damit löst sich der bisher propagierte Gewichtsvorteil für die intermodale Logistik in Luft auf.

    Beate Färber-Venz fragt sich, mit welchen Argumenten sie das gegenüber den Kunden begründen soll. Sie wisse momentan keine Antwort darauf, sagt die Unternehmerin. Die braucht sie auch nicht, solange den modernsten Diesel-Lkw in der Transportwirtschaft keine Steine in den Weg gelegt werden. (jh/mm)

    Quelle: NÖWPD

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