17.6.2012: Planverkehr auf der Kaltenleutgebnerbahn

  • Da ist ihnen zu wünschen, dass die Bevölkerung den "Planverkehr" auch testen wird - und nicht nur das übliche Ferropublikum!

    Der heute überhaupt nicht mehr zeitgemäße 5047er wird die Bevölkerung aber nicht überzeugen. Da müsste man schon tiefer in die Tasche greifen und einen Desiro für die Veranstaltung anmieten.

  • Die Desiro sind jetzt auch nicht so die Publikumslieblinge. Wenn dann müsste man dann schon auf einen 5062 der StLB zurückgreifen.

    Ja, aber Hauptsache ein Niederflurfahrzeug. Alles andere ist nicht mehr zeitgemäß, zumindest, wenn man Werbung für ein zukunftsweisendes Bahnkonzept (anstelle einer Bustrasse auf der Bahnstrecke) machen will.

  • Was das Fahrzeug betrifft, stimme ich zu. Aber es geht ja um das Aufzeigen dessen, was zumindest vom Fahrplanangebot her möglich wäre. Und da reicht auch noch ein 5047. Immerhin hat der wesentlich bequemere Sitze als ein Desiro!

  • Auch der KURIER nimmt sich der Kaltenleutgebener Bahn an:

    Bahnlinie wird für einen Tag reaktiviert

    Perchtoldsdorf – Seit 1951 findet auf der Kaltenleutgebner Bahn mit Ausnahme von Sonderzügen kein Personenverkehr mehr statt. Doch der Verein „Pro Kaltenleutgebnerbahn“ setzt sich für die Reaktivierung ein. Am kommenden Sonntag geht der Traum in Erfüllung – wenn auch nur für Sonderfahrten.

    Angeboten werden Fahrten von Wien-Meidling über Perchtoldsdorf nach Waldmühle im Stundentakt. Fahrplan und Kartenbestellungen auf der Homepage unter: http://www.pro-kaltenleutgebnerbahn.at

    Der Verein sieht aber auch in einem ständigen Bahnbetrieb Sinn. „In Anbetracht der geplanten Wohnbauten am Gelände der ehemaligen Zementfabrik bei Kaltenleutgeben sollte eine effektive Verkehrslösung gefunden werden“, so der Verein.

    Artikel vom 12.06.2012 18:00 | KURIER

    Quelle: KURIER

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Ja, aber Hauptsache ein Niederflurfahrzeug. Alles andere ist nicht mehr zeitgemäß, zumindest, wenn man Werbung für ein zukunftsweisendes Bahnkonzept (anstelle einer Bustrasse auf der Bahnstrecke) machen will.

    Eine Bustrasse auf der Bahnstrecke ist keine geplant, diese soll ein Radweg werden; eine Bustrasse daneben gibt es schon länger durch die Stauhölle in Rodaun bzw der Breitenfurter Straße bis Liesing - kaum genutzt.

    Die Anwohner der Bahntrasse wollen die Bahn schon Ewigkeiten weg haben, einerseits weil sie laut ist, andererseits weil sie zB im Verlauf der Perchtoldsdorfer Straße (BÜ) ein Verkehrshindernis auf einer wichtigen Durchzugsstraße ist.

    Soweit die Tatsachen.


    Und in so eine Welt soll nun wieder die Kaltenleutgebner Bahn treten, deren Linienführung, Haltestellenabstand, etc. als Ganzes nicht mehr zeitgemäß ist?

    Wenn die Bahn jemals wieder im Planbetrieb fahren soll, dann:
    -) sollte sie im mittlerweile dicht besiedelten Gebiet zwischen Liesing-Perchtoldsdorf-Rodaun straßenbahnmäßigen Haltestellenabstand haben, um wirklich Sinn zu machen;
    -) sollte sie nicht in Waldmühle enden, sondern wieder bis Kaltenleutgeben fahren;
    -) sollten einerseits Niederflur-Tw fahren (um überhaupt behindertengerecht, etc. zu sein); andererseits zahlen sich mMn auch nicht wirklich "große" Triebwagen aus;
    -) müsste man den Leuten, die im Einzugsgebiet wohnen, auch erst wieder die Bahn schmackhaft machen. Dort hat nahezu jeder ein Auto; wo bleibt der Anreiz die Bahn zu benutzen?

    Fazit: ein Straßenbahn/Eisenbahn-Mischbetrieb ala Karlsruhe (zB) wäre hier eindeutig gescheiter als ein Dieselbetrieb mit 5047, 5022, etc.