Neues von der Mariazellerbahn

  • So, wie da wenig Schotter ist, wird wohl noch einmal nachgeschottert und -gestopft. Und dann gekehrt. Dabei wird von einer eigenen Maschine der ueberfluesige Schotter sauber verteilt, v.A. sur Seite geschafft.

  • @ReinhardAT: Danke, wunderschöne Aufnahmen. Phantastisch, wie heutzutage das Gleisstopfen geht!

    Vor x Jahren - ich habe die rhythmischen Geräusche noch im Ohr - waren dazu eine Menge Gleisbauarbeiter notwendig, die mit speziellen, länglichen Krampen den Schotter zwischen und unter die Schwellen geklopft haben. Die Arbeiter standen jeweils in Vierer-Gruppen beisammen, Rücken an Rücken bzw. Seite an Seite.
    Zwei haben gleichzeitig unter bzw. neben eine Schwelle geklopft, wobei gleichzeitig die anderen zwei ihre Krampen in der Höhe hatten. Im nächsten Moment klopften umgekehrt die zweiten Zwei die Steine hinein und das erste Krampenpaar war in der Höhe.
    So ging das sehr exakt Stunden- und Tagelang dahin. Das war ein sehr rhythmisches und geradezu sympathisches Takt-Geräusch, das ich als Kind an der Franz Josefs-Bahn öfters zu hören bekam...

    So, aber nach dieser nostalgischen Reminiszenz zurück zur Mariazellerbahn in der Gegenwart: Ist eigentlich bekannt, ob nach dieser Verbesserung des Gleis-Oberbaus und exakten Positionierung der Gleise auch die Streckegschwindigkeit angehoben werden kann?

  • .....ob nach dieser Verbesserung des Gleis-Oberbaus und exakten Positionierung der Gleise auch die Streckegschwindigkeit angehoben werden kann?

    Dort wo sich die Gleisbaustelle (noch) befindet, sind max. 65 km/h zulässig. Auf Grund des relativ engen Bogens glaube ich nicht, dass sich da was ändern wird.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Die Krampen waren/sind uebrigens extra schwer und hatten einen Art Hammerkopf. Man legt den Stiel auf den abgewinkelten Oberschenkel damit man das schwere Trum nicht auch noch halten oder gar heben muss.

  • Ich hab mich blöderweise nicht mehr ans Video auf der vorigen Seite erinnert. Auf dieser Baustelle machens das umgekehrt, erst verteilen/kehren und dann stopfen. Eigentlich logisch, weil materialsparend. Oder es hängt ganz einfach von der abgeladenen Schottermenge ab, ist "zu viel" Schotter auf der Baustelle, muss man erst stopfen um kehren zu können, weil die SSP den vielen Schotter nicht derpackt. Das war wahrscheinlich damals bei uns der Fall.