Die Donauuferbahn im Wechselbad ihrer Geschichte

  • Dass die Prozedur beim NÖVOG-Sperrschuh dauert, ist schon klar, aber es braucht keine 10 min. Ich habe zwar nicht auf die Uhr geschaut, aber ich schätze, dass die Prozedur nicht länger als 5 min gedauert hat.
    Ich halte das Getue mit der Gleissperrtafel und dem Sperrschuh ohnehin für unnötigen Aufwand, denn wer außer dem RCA-Holzzug sollte sonst im NÖVOG-Abschnitt unterwegs sein? Höchstens ein Geisterzug und so etwas gibt es bekanntlich nicht. Aber die Sache mit dem Sperrschuh kennen wir auch vom anderen Ende der Strecke in Stein-Mautern, wo auch der Amtsschimmel wiehert.


    So ein Sperrschuh-Manöver dauert sicherlich nicht mehr als 2-3 Minuten. Wenn die Gleissperrtafel tatsächlich wieder in das Gleis gestellt wird (wozu eigentlich?), sollen's halt noch 1 Minute extra sein.

    Die NÖVOG-Geisterzüge sind meiner Erfahrung nach sehr gefürchtet - daraus schließe ich, dass es sie auch tatsächlich gibt -8) Allerdings muß es sich dabei nicht immer um Schienenfahrzeuge handeln: öfters ist der zuständige (ha, ha! :D ) Betriebsleiter mit PKW unterwegs.

    Das mit dem Amtsschimmelwiehern mag in erster Linie zwar nicht von der Hand zu weisen sein, aber irgendwann einmal hatte es seine Berechtigung :P

  • Woran erkennt man, dass es kein Privater Zug ist? Tfzf und Verschieber sind erforderlich. :-/

    Bereits am 29. März konnte ich Ladetätigkeiten (mit "frischem" Holz) beobachten. Leider hatte ich keine Zeit für Fotos.

  • Woran erkennt man, dass es kein Privater Zug ist? Tfzf und Verschieber sind erforderlich. :-/
    Bereits am 29. März konnte ich Ladetätigkeiten (mit "frischem" Holz) beobachten. Leider hatte ich keine Zeit für Fotos.


    Bisher war RCA der Frachtführer. Es ist daher anzunehmen, dass RCA es auch weiterhin sein wird. Nachdem WLC als Frachtführer der Hödlmayr-Autozüge von RCA ausgebootet worden war und daher auf der Donauuferbahn nicht mehr zugange ist, glaube ich nicht, dass sich WLC das Holzgeschäft, das nicht wirklich zur Kernkompetenz von WLC gehört, antut. Ich glaube auch nicht, dass ein WLC-Diesel die 10 ‰-Steigung in St. Nikola allein mit den schweren Holzzügen schafft. Und dass Stern&Hafferl abseits seines Einzugsgebietes Holzzüge führen will, ist auch eher unwahrscheinlich.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Laut EÖ-Heft 5/2015, S. 211 fährt der beladene Holzzug nicht, wie oben beschrieben, nach Lenzing, sondern nur bis Linz, wo er aufgelöst wird, da die Holzladungen an verschiedene Empfänger gehen.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Genauer gesagt von der NÖVOG-Anschlussbahn Sarmingstein - Weins-Isperdorf:

    Die NÖVOG scheint jetzt doch gewillt zu sein, den desolaten Oberbau ihrer Anschlussbahn sanieren zu wollen. Zumindest sind am Bahnhof Weins-Isperdorf 40 gebrauchte Gleisjoche á 30 m gestapelt. Die Schienen weisen Herstellungsjahre zwischen 1954 und 1964 auf. Nachdem der Bahnhofsbereich von Weins-Isperdorf nur mehr mit 10 km/h befahren werden darf, gehe ich davon aus, dass die Gleisjoche vorrangig im Bahnhofsbereich verlegt werden.

    Die fünf Stapel zu je acht Gleisjochen im Bahnhof Weins-Isperdorf:

    Die heute zur Mittagszeit beigestellten elf Rungenwagen werden schon wieder beladen:

    Den beladenen Holzzug 91640 mit der 2016 073 erwischte ich heute im Bahnhof Grein-Bad Kreuzen, wo er die Kreuzung mit dem R 6167 nach St. Nikola-Struden abwartete:

    Pünktlich um 13:44 Uhr trifft der aus St. Valentin kommende 5022 022 in Grein-Bad Kreuzen ein, um einen Schwung Schulkinder in das Wochenende zu entlassen. Links die anstelle des Gütermagazins entstandene P&R-Anlage. Die früher sehr rege Holzverladetätigkeit auf dem Anschlussgleis gibt es leider nicht mehr:

    Ausfahrt des Zuges 91640 aus Grein-Bad Kreuzen um 13:46 Uhr:

    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 29. 05. 2015.

    PS.: Laut EÖ-Heft 6/2015, S. 267, kommen bei den Holzzügen Lenzing - Weins-Isperdorf - Lenzing 91640/91640 hin und wieder auch Loks der Reihen 2x43 zum Einsatz. So war zum Beispiel am 03. 04. 2015 die 2043 062 (die mit dem Caterpillar-Motor) im Strudengau unterwegs.
    PPS.: Die weiter oben gepostete Meldung, dass der Holzzug 91640 nicht bis Lenzing verkehrt, sondern in Linz aufgelöst wird, scheint nicht zu stimmen, denn im aktuellen EÖ-Bericht ist ausdrücklich vom Bestimmungsort Lenzing die Rede.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Zitat

    mit dem sehr schönen Bahnhofsgebäude


    Architektonisch schön, ja. Es entspricht, abgesehen vom nicht mehr benötigten Funkmasten, noch genau der Architektur der Donauuferbahn-Bahnhöfe. Sein baulicher Zustand ist allerdings stark verbesserungswürdig. Siehe Foto unten vom 29. 05. 2015:


    Foto: dr. bahnsinn

    dr. bahnsinn - der Forendoktor