Die Donauuferbahn im Wechselbad ihrer Geschichte

  • Sollte es verwirklicht werden, dann ist es wohl ein Novum in Österreich: Zwei Unternehmer planen, von Persenbeug bis Krummnußbaum (Bezirk Melk) ein Förderband für den Gesteinstransport über die Donau zu spannen. Damit würden Tausende Lkw-Fahrten obsolet werden.

    Das über die Donau geplante Förderband ist heute Bestandteil der Sendung "Bürgeranwalt". Aktuell auf ORF2 (https://tv.orf.at/buergeranw386.html) bzw. anschließend in der TVthek.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Anstatt die Eisenbahnstrecke herzurichten(Inzwischen hat man sie ja abgerissen.), baut man lieber so etwas über die Donau und verschandelt die Gegend damit.

    Und sich dann wundern, wenn keiner nach NÖ kommt ...

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Donauuferbahn: „Positives Echo“ für sie, Drohungen für ihn

    Nach ORF-Beitrag zur Donauuferbahn berichten Christa Kranzl und Friedrich Buchberger über konträre Rückmeldungen.

    Erstellt am 14. Februar 2024 | 05:45

    Lesezeit: 2 Min

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    Die Bahnstrecke der Donauuferbahn ist mittlerweile aufgelassen. Foto: Schweiger


    Am vergangenen Wochenende berichtete die ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ über die Donauuferbahn und das geplante Förderband vom Hartsteinwerk Loja über die Donau nach Krummnußbaum. Für NÖN-Leserinnen und NÖN-Leser war der Neuigkeitswert des Beitrags gering. Einzig, dass die Bürgerinitiative „Donauuferbahn jetzt“ nun Kontakt mit dem Büro Udo Landbauer (FPÖ) aufnehmen will, war neu. Der Landeshauptfrau-Stellvertreter ist für die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Sport zuständig.

    Für Christa Kranzl, Sprecherin der Bürgerinitiative, brachte der ORF-Bericht jedenfalls neuen Schwung: Sie berichtet von „Anrufen aus ganz Österreich“: „Das Echo ist sehr stark – auch aus der Region.“ Das Förderband sei für sie ein „Riesen-Einschnitt“, den es zu verhindern gilt. „Wer gegen dieses Projekt ist, muss jetzt aufstehen. Bei einem Netzwerktreffen unserer Initiative und der Verkehrswende werden wir die nächsten Schritte besprechen“, betont sie. „Einer hat mich sechsmal angerufen und beschimpft“

    Dass Kranzl die Revitalisierung der Donauuferbahn dem Förderband vorzieht, ist keine Überraschung – schließlich kämpft sie seit Jahren für die Wiederbelebung der stillgelegten 19 Kilometer zwischen Hofamt Priel und Emmersdorf. Dass Hofamt Priels Ex-Bürgermeister Friedrich Buchberger wiederum von den Reaktivierungsplänen die Nase gestrichen voll hat, ist ebenso bekannt. „Der ORF-Bericht hatte nichts Neues dabei. Schade war, dass meine Stellungnahme nicht verlesen wurde“, kritisiert Buchberger und spricht von einer „einseitigen Aufwärmung“ des Themas.

    Eine Auswirkung hatte der Bericht allerdings schon auch für ihn: Buchberger habe nach der Sendung mehrere Drohungen per E-Mail und Telefon bekommen. „Einer hat mich gar sechsmal angerufen und mich nur beschimpft“, ärgert sich Buchberger.

    Der Fernsehbeitrag kann hier angeschaut werden:

    Förderband über die Donau? - Bürgeranwalt vom 10.02.2024 vom 10.02.2024 um 17:57 Uhr
    Um den stillgelegten Teil der Donauuferbahn im Nibelungengau gibt es seit Jahren Diskussionen. Eine Bürgerinitiative fordert die Reaktivierung, etliche…
    tvthek.orf.at
  • Ich bin auch für das Förderband über die Donau - je schiacher umso besser! Vielleicht sehen dann die idiotischen Verantwortlichen für die Bahneinstellung was sie zerstört haben.

    Ich auch, denn die Bahn hat man so gründlich beseitigt, dass ihre Reaktivierung einem kompletten Neubau gleichkäme. In Kleinpöchlarn stehem mittlerweile Einfamilienhäuser auf der Trasse und beim westlichen Tunnelportal der Persenbeuger Tunnels baut man auf Betreiben des Ex-Bürgermeisters Buchberger von Hofamt Priel gerade einen Kreisverkehr auf der Bahntrasse. Die Beteuerungen, dass eh ein Trassenband für eine allfällige Reaktivierung der Bahn freigehalten werde, sind nur Schall und Rauch.

    Hier eine etwas grobschlächtige Visualisierung des Förderbandes über die Donau mit der Wallfahrtskirche Maria Taferl hoch oben am Berg im Hintergrund. Dass da die Landschaftsbildbewahrer und die regionalen Touristiker bis jetzt noch nicht Alarm geschlagen haben, verwundert mich sehr. Entweder sie schlafen in der Pendeluhr oder sie haben einen Maulkorb verpasst bekommen.

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