[SRB/HU] Chinesen modernisieren Magistrale Belgrad - Budapest

  • Serbien/Ungarn: Chinesen modernisieren Magistrale

    28.11.2013

    Die Regierungschefs von Serbien und Ungarn haben mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang eine Vereinbarung über die Modernisierung der Bahnverbindung zwischen Belgrad und Budapest unterzeichnet.
    Zunächst soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die dann die rasche Umsetzung des Projekts vorbereiten soll. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Die serbische Staatsbahn ŽS und die staatliche ungarische Bahngesellschaft MÁV hatten im Mai dieses Jahres bereits eine Absichtserklärung für die Modernisierung der Bahnstrecke Belgrad-Budapest unterzeichnet. Die 400 km lange Strecke Belgrad – Novi Sad – Subotica – Kelebija – Budapest soll für 160 km/h hergerichtet werden, abschnittsweise sogar für 200 km/h. Die Kosten der Modernisierung werden bislang mit rund 1,5 Mrd. EUR veranschlagt. (http://nov-ost.info/cm)

    Quelle: Eurailpress

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Was veranlasst Serbien und Ungarn dazu, sich dieses Projekt von chinesichen Unternehmen umsetzen zu lassen?

    Vielleicht weil sich Serbien nicht nur von Russland abhängig machen will?
    Beide Länder sind nicht in der Lage, sich auszusuchen, wessen Geld sie annehmen.
    Wenn du arbeitslos wärst und jede Menge Schulden hättest, könntest du dir auch nicht aussuchen, welche Bank dir einen Kredit gibt - da wärst du froh, wenn dir irgendwer was vorstreckt.

    Jedenfalls toll, wenn da was weitergehen würde. Würde die Strecke wirklich ausgebaut, würde das die Fahrzeit Wien - Belgrad von derzeit 12 Stunden auf 7-8 Stunden reduzieren.

  • Serbien/Ungarn: China finanziert Bahnausbau

    22.12.2014

    China wird den seit Längerem geplanten Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Belgrad und Budapest finanzieren.

    Im Rahmen des Gipfeltreffens von Regierungsvertretern aus 16 mittel- und südosteuropäischen Ländern und China unterzeichneten am Mittwoch (17.12.2014) in Belgrad die Staatsbahnen Serbiens und Ungarns, ŽS und MÁV, eine entsprechende Vereinbarung. Laut Mitteilung der serbischen Regierung soll die neue, zweigleisige Strecke für 200 km/h ausgelegt werden und die Fahrtzeit auf der knapp 400 km langen Verbindung zwischen Belgrad und Budapest von bislang acht Stunden auf etwa zweieinhalb Stunden verringern. Die Machbarkeitsstudie für das Projekt soll bis Juni kommenden Jahres vorliegen, der Bau der neuen Strecke könnte dann bis Mitte 2017 abgeschlossen werden. Welchen konkreten Anteil China an dem Projekt übernimmt, teilte die Regierung nicht mit. Die Kosten des Projekts werden auf rund 1,5 Mrd. EUR geschätzt. Für Investitionen in Mittel- und Südosteuropa will die chinesische Regierung 3 Mrd. USD bereitstellen, so Regierungschef Li Kequiang nach der Tagung. (http://nov-ost.info/cm)

    Quelle: Eurailpress

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Zitat

    Laut Mitteilung der serbischen Regierung soll die neue, zweigleisige Strecke für 200 km/h ausgelegt werden und die Fahrtzeit auf der knapp 400 km langen Verbindung zwischen Belgrad und Budapest von bislang acht Stunden auf etwa zweieinhalb Stunden verringern.

    Wetten, dass man es auch dann nicht schaffen wird, eine GEMEINSAME Grenzabfertigung, eventuell sogar im Zug während der Fahrt, durchzuführen? Wahrscheinlich läuft das Ganze dann wieder darauf hinaus, dass man eine Stunde von Budapest nach Kelebia fährt, dort 40 Minuten herumsteht, 20 Minuten weiter nach Subotica fährt und dann nochmal 40 Minuten vertrödelt? Oder dass man auf der Strecke zwar 200 fahren könnte, die MÁV aber weiterhin internationale Schnellzüge als Ersatz für Regionalzüge missbraucht und der Zug dann alle 15-20 Minuten an jedem ungarischen Misthaufen hält?

  • Zitat

    Wetten, dass man es auch dann nicht schaffen wird, eine GEMEINSAME Grenzabfertigung, eventuell sogar im Zug während der Fahrt, durchzuführen? Wahrscheinlich läuft das Ganze dann wieder darauf hinaus, dass man eine Stunde von Budapest nach Kelebia fährt, dort 40 Minuten herumsteht, 20 Minuten weiter nach Subotica fährt und dann nochmal 40 Minuten vertrödelt?


    Davon kann man ausgehen, dass es so sein wird. Bestes Beispiel dafür ist das zum letzten Fahrplanwechsel in Verkehr gesetzte Zugpaar EN 481/480 "Serdica" zwischen Budapest und Sofia. Die Züge fahren zwar über eine andere Strecke, aber die Umstände sind durchaus vergleichbar. Nicht nur, dass die Züge zwischen Budapest und Sofia 21 bzw. 22 Stunden unterwegs sind, sind auch die (Grenz-)Aufenthalte nicht ohne: Curtici 28 min, Arad 22 min, Vidin 43 min.....

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Zitat

    Welchen konkreten Anteil China an dem Projekt übernimmt, teilte die Regierung nicht mit.


    Laut TR EU-Issue 231, 3/2015, S. 40 hat das Chinese National Development and Rebuilding Committee (NDRC) angeboten, das Projekt zu 85 % zu finanzieren.

    Zitat

    Die Kosten des Projekts werden auf rund 1,5 Mrd. EUR geschätzt.


    Die Kostenschätzung beläuft sich aktuell bereits auf 2,7 Mrd. Euro.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Das Firmenkonsortium FÖMTERV und ECOROAD hat die Ausschreibung für eine detaillierte Machbarkeitsstudie für die Modernisierung und Aufwertung zu einer HG-Strecke des ungarischen Abschnitts der Verbindung Budapest - Beograd gewonnen. Die Kosten für die Studie betragen 527 Mio. HUF (1,7 Mio. EUR). Es ist geplant, die 350 km lange Strecke (166 km davon in Ungarn) auf 200 km/h auszubauen, wodurch die Reisezeit zwischen den beiden Hauptstädten halbiert werden kann. Die Kosten dafür werden auf 3 Mrd. USD (2,7 Mrd. EUR) geschätzt, die von China zu 85 % finanziert werden.

    Quelle: TR EU-Issue 235, S. 40.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Ich find es jetzt nicht, aber im Standard gab es einen Artikel (und ich galube, den gab es auch hier), dass dier Cinesen sich in piräus einkaufen wollen und Athen - Budapest als Ganzes eine HL-Strecke werden soll.

  • Ungarn: China baut Neubaustrecke Budapest – Belgrad

    30.11.2015

    Ein Konsortium unter Führung der China Railway Engineering Group (CREG) wird den 166 km langen ungarischen Teil der Neubaustrecke zwischen Budapest und Belgrad bauen.

    Der Vertrag wurde jetzt im südchinesischen Suzhou bei Shanghai unterzeichnet. Die Kosten in Höhe von 1,5 Mrd. EUR werden zu 85 % mit einem Kredit aus China gedeckt, für die restlichen 15 % kommt der ungarische Staat auf. Dem Konsortium gehören weiter die China Railway Corp. und die ungarische Staatsbahn MÁV an. Die Laufzeit des Kredits beträgt 20 Jahre. Bereits im Dezember 2013 hatten sich Ungarn, Serbien und China grundsätzlich auf den Bau der 400 km lange Verbindung über Novi Sad, Subotica und Kelebija geeinigt. Die Strecke soll für 160 bis 200 km/h ausgelegt werden. Die Arbeiten sollen noch 2016 starten. (http://nov-ost.info/cm)

    Quelle: Eurailpress

    dr. bahnsinn - der Forendoktor