[DE] Dauerbrenner Brenner-Nordzulauf in Bayern

  • Na geh bitte. Jetzt nicht hysterisch irgendwas von Blackout faseln, das ein reines Schauermärchen ist (primär von rechten Gruppierungen). Es kann technisch kein Blackout in Europa geben. Dafür sind wir zu gut aufgestellt. Ein Blackout kommt auch nicht nur, weil man Lüzerath nicht abbricht und die Kohle darunter verwendet. Das ist jetzt wirklich reine, naive Hysterie die du beschriebst.

    Wie Du meinst. Ich habe keine Angst vor einem Blackout. Warum sollte ich? ÖVP und FPÖ sind keine rechte Parteien?

    Den Aufwand, den man für den Kohleabbau betreibt/betrieben hat, hätte man in erneuerbare Energien stecken können und man hätte heute eben keine Probleme und schon gar keine Energiekrise.

    Stimme ich zu.

    Und natürlich ist das mit dem Brenner Nordzulauf vergleichbar, denn beides ist wichtige Infrastruktur.

    Offenbar ist den Deutschen der sinnlose Kohlenabbau eben wichtiger als die Errichtung einer Bahnstrecke. Hat halt keine Lobby und keine Wirtschaftliche Vertretung. Offenbar wird doch nicht alles von Experten entschieden.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Wir brauchen heute keine fossilen oder nuklearen Kraftwerke mehr. Das geht besser.

    Das ist schlicht und einfach falsch. Bestes Beispiel ist hier zufälligerweise genau Deutschland, das seinen Strommarkt mit der völlig verkorsten Energiewende komplett an die Wand gefahren und zudem den CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde dadurch erhöht(!) hat.

    Zwei Links zum Nachschauen:

    Electricitymap

    Agorameter


    Zum Brennerzulauf: Es ist wie bei allen anderen Infrastrukturprojekten auch unabhängig der Bahn (z.B.: Speicher Längental, Lobautunnel, S34, dritte Piste in Schwechat, Ennstalautobahn, ...) in Westeuropa ein riesen Problem, wie sehr Bürgerinitiativen und den korrespondierenden NGOs gehör Geschenkt wird. Das hat überhaupt nichts mehr mit Umweltschutz, sondern vielmehr mit einer not-in-my-backyard-Mentalität und politischer Profilierung (Stichwort Populismus der eigenen Klientel) zu tun. Aktuellstes Beispiel dazu ist das Gasfeld in Molln. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass Umweltstandards eingehalten und Projekte hinterfragt werden, nur nach dem 25. Runden Tisch und UVP-Einspruchs muss auch irgendwann Schluss sein, doch wehe ein Grubenlaufkäfer wird zufällig gefunden. Das kostet dem Steuerzahler summa summarum Milliarden und verzögert notwendige Ausbaumaßnahmen um Jahrzente.

    Dazu ist ein Standortattraktivierungsgesetzt geplant (in der Umsetzung?), durch das eben jene Verfahren beschleunigt werden sollen.

    Mit Bayern Verträge auszuhandeln ist verlorene Zeit.

    Bayern ist ein kleinkariertes Autoland und der Bevölkerung ist völlig egal was europaweit beschlossen wird.

    Hauptsache man darf ungehindert die Inntal- und Brennerautobahn in Tirol verstopfen.

    Mehr brauch ma ned, weil mia san mia.

    Naja, das ist in Niedersachsen mit der Y-Trasse Hamburg/Bremen - Hannover nicht anders... also alles kann man hier nicht auf die Lobby und Bayern schieben. Da wären wir wieder bei in diesem Beitrag häufig aufgeworfenen Populismus.

  • in Westeuropa ein riesen Problem, wie sehr Bürgerinitiativen und den korrespondierenden NGOs gehör Geschenkt wird. Das hat überhaupt nichts mehr mit Umweltschutz, sondern vielmehr mit einer not-in-my-backyard-Mentalität und politischer Profilierung (Stichwort Populismus der eigenen Klientel)

    Klientelpolitik macht aber eh gefühlt jede Partei, egal ob das die Grünen, die ÖVP oder die FPÖ ist. Jeder kümmert sich nur um die eigene Wählerschaft und zu den Bürgerinitiativen. Wir sind nimmer beim Kaiser, wo man einfach drüber gfahren ist.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • und zu den Bürgerinitiativen. Wir sind nimmer beim Kaiser, wo man einfach drüber gfahren ist.

    Darum gibt es Verfahren wie eine Umweltverträglichkeitsprüfung, nur nach z.B. 3-5 Jahren Planungsphase und positivem Bescheid von "drüberfahren" zu reden, halte ich für zu scharf.

  • Ja, dann ist doch eh alles fein.

    Eben nicht, darum gibt es diese Diskussion. Der derzeitige Stand ist, dass, um deinen Ausführungen zu folgen, die Verfahrensdauern von 20 Jahren angebracht seien. Darum gibt es immer noch keinen fertigen Brennernordzulauf und wird ihn auch in 15 Jahren nicht geben.

  • Grundsätzlich finde ich es gut, wenn sich die Bürger mehr in die Politik einbringen. Wo habe ich bitte gesagt, dass die Verfahrensdauern zwanzig Jahre dauern sollen? So wie ich das verstanden habe, wollen die Gegner des Projektes keinen Tunnel sondern, dass die bestehende Strecke ertüchtigt wird. Wie sinnvoll das ist und wie realistisch das ganze ist, weiß ich nicht. Allerdings ist das eine bayrische Protestaktion und es steht mir persönlich nicht zu, den Bayern zu sagen, was sie zu tun haben. Und wenn man sich mit den Deutschen nicht einigen kann, dann ist das halt blöd.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur an den Bürgerinitiativen liegt sondern auch am bayrischen Staat und beim deutschen Bund. Der Lobautunnel wurde ja auch von der Gewessler stillgelegt und nicht von der Bürgerinitiative.

    Ich kann es persönlich nicht ändern. Dinge, die ich nicht ändern kann, muss ich lernen zu akzeptieren.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Das ist schlicht und einfach falsch. Bestes Beispiel ist hier zufälligerweise genau Deutschland, das seinen Strommarkt mit der völlig verkorsten Energiewende komplett an die Wand gefahren und zudem den CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde dadurch erhöht(!) hat.


    Zwei Links zum Nachschauen:

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    Agorameter

    Falsch ist an meiner Aussage gar nichts!

    Es braucht keine Kohle- und Atomkraftwerke um in Europa ausreichend Energie zu produzieren! Deutschland hat sich in eine Abhängigkeit manövriert, aus die es nicht schnell rauskommen wird. Aber trotzdem ist es kein Naturgesetz, dass man Kohle- und Atomstrom benötigt.

    Außerdem: Würde man den Aufwand für Lüzerath in erneuerbare Energien stecken, dann hätte man um einiges schneller Energie und diese wäre sogar umweltfreundlicher, als die Kohleenergie.

  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur an den Bürgerinitiativen liegt sondern auch am bayrischen Staat und beim deutschen Bund. Der Lobautunnel wurde ja auch von der Gewessler stillgelegt und nicht von der Bürgerinitiative.

    Natürlich ist das auch politisch, weil das bei den kleinsten Politikern anfängt. Meist sind ja die ganzen CDU Dorftrottel - a sorry - Bürgermeister Teil der Bürgerinitiativen, dann auch meistens noch die Landräte. Wenn nicht, dann sind sie zumindest auf der Seite der BI und das nicht, weil sie der gleichen Meinung sind, sondern weil sie glauben, es würde ihnen politisch nutzen.

    Beim Lobautunnel lag der Grund der Nichterrichtung lange bei der Politik und schlussendlich bei den NGO.

    Hätte die Politik den Tunnel vor 40 Jahren finanziert und gebaut, als er geplant wurde, hätte keiner was dagegen gehabt. Im Jahrzehnt 2020 ist er zurecht abgesagt worden, weil er eben nicht mehr mit heutigen Standards vertretbar ist.