Neue Tarife im VOR!!!

  • Zitat

    Damit war sie für 4,80 Euro einen ganzen Tag in Wien unterwegs. Die Alternative, das Day-Ticket kostet mehr.


    Traut man sich nicht hinschreiben, wie viel es mehr ist? Es sind 70 cent! Da gibt es weitaus massivere Verteuerungen.

  • Zitat

    Traut man sich nicht hinschreiben, wie viel es mehr ist?


    Ich glaube ja, weil es sich in Wahrheit um marginale Beträge handelt. Aber den Leuten geht es halt ums Prinzip. Und geschickt agieren sie beim VOR auch nicht, nämlich ziemlich abgehoben, das kommt nicht gut an. Mit dem Plan, die Sache mithilfe von Apps wieder auszubügeln, werden sie auch nicht reüssieren, denn die hauptsächlich ältere Klientel wird damit nicht viel anfangen können. Wieder ein Beispiel dafür, wie weit weg der VOR von der Kundschaft ist.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Ich verstehe nicht ganz, warum sie es überhaupt ausbügeln wollen. Der "Schaden" ist angerichtet und wenn die Fahrgäste jetzt z.B. wieder 70 cent sparen werden sie ihnen sicherlich nicht dankbar um den Hals fallen -> vergeudetes Geld.
    Dass man den Schritt gegangen ist und die Zonen aufgelöst hat, kann ich ja noch verstehen. Dass sie die "alten" Entwerter nicht mehr anbieten, da sie z.B. besser wissen wollen, wann wer fährt, ist ja vielleicht auch noch verständlich. Aber warum hat man dann nicht in Entwerter investiert, welche auch die Fahrkarte "lesen" können? Wäre vermutlich auch nicht viel teurer gewesen, als jetzt eine akzeptable, seniorengerechte App zu schaffen.

    Einmal editiert, zuletzt von KFNB X (7. Februar 2017 um 11:41)

  • Ich verstehe nicht ganz, warum sie es überhaupt ausbügeln wollen. Der "Schaden" ist angerichtet und wenn die Fahrgäste jetzt z.B. wieder 70 cent sparen werden sie ihnen sicherlich nicht dankbar um den Hals fallen -> vergeudetes Geld.
    Dass man den Schritt gegangen ist und die Zonen aufgelöst hat, kann ich ja noch verstehen. Dass sie die "alten" Entwerter nicht mehr anbieten, da sie z.B. besser wissen wollen, wann wer fährt, ist ja vielleicht auch noch verständlich. Aber warum hat man dann nicht in Entwerter investiert, welche auch die Fahrkarte "lesen" können? Wäre vermutlich auch nicht viel teurer gewesen, als jetzt eine akzeptable, seniorengerechte App zu schaffen.

    Natürlich hätte man es anders lösen können, aber da hat offensichtlich irgendwer geschlafen. Ich vermute mal, dass die, die solche Vorgangsweisen aushecken, seit 10 Jahren keinen Fahrschein mehr gekauft haben, sonst würden nicht solche weltfremden und unlogischen Regelungen rauskommen.
    Ich finde das Ganze jedenfalls ziemlich peinlich und ziemlich traurig...

  • Entwerter könnten reaktiviert werden

    08.02.2017, 06:00, Markus Foschum

    Niederösterreich.Nach Protesten wird geprüft, ob Geräte im Wiener Umland wieder "zwicken" dürfen.

    Dass das Ende des "Zwickens" in Niederösterreich derart viele Reaktionen hervor rufen würde, hätte man beim Verkehrsverbund Ostregion (VOR) wohl nicht erwartet. Doch seit mit 1. Jänner 2017 Wiener Streifenkarten (wie die 8-Tage-Klimakarte oder die 2-Fahrten-Seniorenkarte) an Bahnhöfen im Wiener Umland nicht mehr entwertet werden können, wird der Ruf nach einem Comeback für das "Zwicken" immer lauter. Und das könnte es nun sogar geben.

    Die Resonanz auf Berichte im KURIER war groß. Tenor: Die Streifenkarten sind in Wien weiter erhältlich und gültig, nur in der Praxis für Öffi-Nutzer aus dem Umland nicht mehr verwendbar. Denn das Aus für die Entwerter außerhalb von Wien brachte mit sich, dass Bahnkunden aus NÖ bei der Reise in die Bundeshauptstadt die Streifenkarten nicht mehr bei Fahrtantritt entwerten können. Die Alternative, an der Kernzonengrenze auszusteigen, die Streifenkarte zu entwerten (in Wien gibt es ja weiter Entwerter) und dann weiterzufahren, ist offensichtlich wenig praktikabel.

    Alternativen in Prüfung

    Wie der KURIER berichtete, wollen VOR und ÖBB reagieren und prüfen derzeit, ob und wie man eine Entwertung etwa mittels Handy erreichen könnte. Dieses neue System sollte einfach und "zeitgemäß" sein. Auf jeden Fall wird die Entwicklung aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. 2017 darf man daher nicht mit einer Inbetriebnahme rechnen. Auch zweifeln manche daran. "Unsere Mobiltelefone können außer Telefonieren und Uhrzeit anzeigen gar nichts. Eine Entwertung mit dem Handy ist für uns also keine Lösung. Es kann doch kein großes Problem sein, die Entwerter rund um Wien wieder in Betrieb zu nehmen", schreibt ein KURIER-Leser.

    Die Idee könnte umgesetzt werden. Nach dem Motto "Sag niemals nie" wird eine Reaktivierung der Entwerter in NÖ überlegt. VOR-Sprecher Georg Huemer dazu: "Der VOR prüft derzeit gemeinsam mit der ÖBB, inwiefern weiterhin Entwerter an einzelnen Bahnhöfen im Umland Wiens bedarfsgerecht bestehen bleiben können. Und sei es als Überbrückung bis zum Inkrafttreten der bereits diskutierten zeitgemäßen, langfristigen Lösung. Immerhin gibt es offenkundig weiterhin ein Bedürfnis einiger Fahrgäste in diese Richtung, das wir mit den neuen Tageskarten (noch?) nicht vollständig abdecken können."

    KURIER

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Dazu auch: http://noe.orf.at/news/stories/2824685/

    Comeback von Entwertern möglich

    Seit dem Ende der Zonenregelung am 1. Jänner funktionieren die Ticketentwerter auf Niederösterreichs Bahnhöfen nicht mehr. Weil das für großen Protest gesorgt hat, sucht der Verkehrsverbund Ostregion nun nach Lösungen.

    In den vergangenen Wochen sollen sich zahlreiche Betroffene, unter ihnen viele Pensionisten, beschwert haben, denn sie wollen ihre Fahrkarten auch künftig „zwicken“. Dass die Ticketentwerter auf Niederösterreichs Bahnhöfen dem Ende der Zonenregelung im Wiener Umland zum Opfer fielen, hatte für viele Bahnkunden große Folgen. Kunden mit einer Streifenkarte mussten an der Kernzonengrenze extra aussteigen, um ihr Ticket zu entwerten. Viele Nutzer von Seniorenfahrscheinen und der 8-Tage-Klimakarte mussten auf andere, teurere Tickets umsteigen.
    Ticket Öffis Bus Entwerter

    Der Protest der Bevölkerung zeigte offenbar Wirkung. Wie auch die Tageszeitung „Kurier“ berichtet, sollen die Ticketentwerter reaktiviert werden. Im Gespräch mit noe.ORF.at heißt es vonseiten des Verkehrsverbundes Ostregion, dass die emotionale Verbundenheit mit den Entwertern unterschätzt wurde.

    Derzeit befinde man sich in intensiven Gesprächen mit den ÖBB, um die Ticketentwertung auf den Bahnhöfen wieder zu ermöglichen. Einen konkreten Zeitplan gebe es aber nicht. Die Entwerter wurden großteils zwar nicht abgebaut, sondern nur vom Strom genommen, bis zur endgültigen Reaktivierung könnte es aber trotzdem noch dauern, denn viele der Maschinen seien bereits in die Jahre gekommen, heißt es.

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    Den Kommentar mit der "emotionalen Bindung zum Automaten" empfinde ich als Frotzelei, die Fahrgäste haben ja keine emotionale Bindung zum Automaten, sondern die Betreiber waren nicht in der Lage, eine Regelung zu finden, um ihre eigenen Fahrkarten nutzen zu können :(

  • Aufgrund der Wetterbedingungen habe ich immer wieder in der Nähe der Entwerter auf den Zug gewartet (an Stationen der Schnellbahn Wien - Gae). Entwertet wurde bei stark besetzten Zügen vielleicht ein Mal (unter der Woche). Wenn man sich die Wartungs-, Reaktivierungs-, Infrastruktur- und vermutlich notwendigen Neubeschaffungskosten überlegt, wäre es vielleicht günstiger die Ticketpreise in Wien zu senken.

    PS: Wenn die Entwerter wieder aktiviert werden, dann kann ich schon vorhersagen, was als nächstes kommt: Warum sind die Entwerter aktiv, wenn man keine Streifenkarte mehr für außerhalb Wien entwerten darf?

  • @ Schienenradler Vielen Dank für die Übersicht!

    Gelegenheitsfahrgäste, die weder einen Dienstwagen noch ein Vorstandsgehalt verfügen, werden eher selten zu Zeitkarten greifen. Apps sind sicher das maßgeschneiderte Angebot für diese Zielgruppe, denn mit dem Lebensalter steigt die Smartphone-Dichte extrem an. Die Proteste zeigen Wirkung nachdem sich ein nationales Printmedium dieses Themas angenommen hat. Davor rührt grundsätzlich niemand ein Ohrwaschel. Die Reaktion der Geschäftsführung wie üblich präpotent, ahnungslos, desinteressiert. Die "emotionale Bindung zum Automaten" bedeutet Wir können uns nicht immer nach den Langsamsten richten, sonst säße die Menschheit heute noch in Höhlen und würde mittels Verdauungsgeräuschen kommunizieren. Wem was nicht passt, der soll bitte mit dem Auto fahren. Weitere Vorgangsweise das bekannte und bewährte Aussitzen. Wegen der paar autochonen Globalisierungsverlierer in Gebieten mit überdurchschnittlichem Entwicklungspotential werden sicher nicht auf Kosten aller Fahrgäste Entwerter wiederangeschafft. Wenn eine Gemeinde einen Entwerter will, muss sie für Errichtung, Betrieb und Wartung selbst aufkommen. Siehe WC-Anlagen.

  • Und ich gehe davon aus, dass weitere Wiener Umlandbezirke folgen werden. Weiterlesen hier:

    Bezirk Mödling: Die Entwerter bleiben!

    Erstellt am 28. Februar 2017, 15:43 von NÖN Redaktion

    Verhandlungen zwischen VOR und ÖBB ergeben, dass Entwerter an Hotspots um Wien bleiben, um Streifenkarten für Zone 100 „zwicken“ zu können.

    Mit der Tarifreform des Verkehrsverbundes Ost-Region ist ein einheitliches, einfach merkbares Tarifschema für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland in Kraft getreten. Eine Problematik, die durch den Entfall der ÖBB-Entwerter entsteht, ergibt sich für manche Fahrgäste aus dem Umland Wiens: Spezielle Wiener Karten (8-Tage-Klimakarte um 38,40 Euro, 2-Fahrten-Wien-Seniorenkarte 2,80 Euro, etc.) können derzeit außerhalb Wiens nicht bei Fahrtantritt entwertet werden. Hier kommt es zu einem finanziellen Mehraufwand für einige Öffi-Nutzer.

    Wilfing: Lösung mit Hausverstand

    „Hier braucht es eine Lösung mit Hausverstand, um den Öffentlichen Verkehr weiter attraktiv zu halten. Es kann nicht sein, dass man nun Vorverkaufs-Streifenkarten für Wien nicht mehr entwerten kann. Ich danke daher dem Verkehrsverbund Ost-Region und den ÖBB, die nun gemeinsam eine Lösung für diese Problematik gesucht haben. Die Entwerter bleiben nun an Hotspots rund um Wien erhalten bzw. werden wieder aufgestellt“, gibt Verkehrslandesrat Karl Wilfing bekannt.

    „Wir haben viele Fahrgäste – speziell Seniorinnen und Senioren – die auch weiterhin ihre Wiener Streifenkarten benutzen wollen. Daher braucht es auch weiterhin die Entwerter an den Bahnstationen. Danke an Verkehrslandesrat Karl Wilfing, der sich im Sinne der Einwohner unseres Bezirks gemeinsam mit uns für die Entwerter eingesetzt hat“, so LAbg. Hans-Stefan Hintner und LAbg. Martin Schuster aus dem Bezirk Mödling.

    Im Bezirk Mödling bleiben die Entwerter daher an folgenden Haltestellen:

    Achau, Brunn – Maria Enzersdorf, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf-Thallern, Hennersdorf, Mödling, Münchendorf, Perchtoldsdorf

    NÖN

    dr. bahnsinn - der Forendoktor