Neues von der Zillertalbahn

  • Laut eines ÖBB-Vortags von 2022 kann sich auch ein Akkuzug lohnen im Vergleich zur Vollelektifizierung der Strecke (inkl. Wagenmaterialbeschaffung und Wartungskosten). So ist das z. B. für die Hausruckbahn oder Kamptalbahn vorgesehen. Dementsprechend würde ich die Akkulösung nicht generell schlechtreden.

    Letzte Info von den ÖBB bei einem Vortrag war, dass ab Stundentakt eine Oberleitung langfristig immer das günstigste ist. Das Problem ist, dass man oft das Geld für die Investition nicht hat und daher auf nicht elektrifizierten Strecken auf eher auf Akku zurück greift. Da braucht man keine Milliarden an Investitionen um das gesamte Netz grün zu machen.

  • Als Ablöse der 5047er auf den diversen Nebenstrecken halte ich Akku-Züge für eine sinnvolle Lösung. Insbesondere, wenn man dadurch Stilllegungen vermeiden kann.

  • Ist die Energiebilanz bei Akkuzügen wesentlich besser als bei einem 5047?

    Mit ziemlicher Sicherheit. Denn a) ist der 5047 sehr ineffizient (wurde hier im Forum vor kurzem diskutiert) und b) bekommen die Akkus viele Zyklen und der Triebwagen wird mehrere Akkus überleben.

  • Als Ablöse der 5047er auf den diversen Nebenstrecken halte ich Akku-Züge für eine sinnvolle Lösung. Insbesondere, wenn man dadurch Stilllegungen vermeiden kann.

    Ich halte das auch für Sinnvoll. Wenn die Strecke dann durchgehend elektrifiziert ist, kann man dann dieselben Züge auf anderen Strecken ohne Oberleitung einsetzen.

    Ich glaub die probieren genau dieses Konzept momentan im Nahverkehr bei der Kamptalbahn. Erst Akkuzug, dann größerer Fahrgastansturm >> höherer Takt >> Elektrifizierung. Dann können dieselben Wagen zb auf der Schneebergbahn (nicht Zahnradbahn) eingesetzt werden. Und immer so weiter, bis alles elektrifiziert ist. Wenn die Bahn im Regionalverkehr attraktiver gemacht wird (Barrierefrei, Wlan, Steckdosen, Takt, ...) dann würde dieses Konzept aufgehen, Weil dann mehr Personen mit der Bahn fahren wollen.