[Salzburg] Planungen zu Ausbau und Verlängerung der Lokalbahn - S-LINK

  • Ich sehe Nizza auch nicht als Vorbild, denn Salzburg ist in seiner Struktur in gewisser Weise einzigartig.

    Im Gegensatz zu Nürnberg geht es auch nicht um U-Bahnen, sondern einem verhältnismäßig kleinen Teilstück einer Lokalbahn im Untergrund. Das ist so wie wenn man die Straßenbahn in Linz als U-Bahn wegen ihres Tunnelabschnitts bezechnen würde. Oder die Unterflurstraßenbahn in Wien.

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Heisst aber nicht, dass ich Nizza als Vorbild saehe.

    Ich wiederum finde, dass Nizza die Verkehrsprobleme sehr gut löste und den MIV aus dem Zentrum verbannte. Und Nizzas Straßenbahnen erfreuen sich großer Beliebtheit und Fahrgastzahlen.

    Ich war mehrmals Ende März jeweils eine Woche in Nizza und mir gefällt das Verkehrskonzept mit den Trams.

  • Nach den in Hallein gezeigten Plänen soll die Trasse sehr wohl im verdichteten und gehärteten Seeton verlaufen. Das wurde uns von einem kompetenten Herren sehr anschaulich erklärt. Zum Einsatz soll das Sandstrahlverfahren kommen.

    Die Seetonschicht ist übrigens sehr unterschiedlich tief. Am Platzl, beim Kleiderbauer etwa 25m. Unter der Salzach 70m oder mehr.

    Danke fuer die Ausfuehrungen und die Fotos von den Plaenen, die ich aber noch nicht anschauen konnte.

    Fuer mich bleibt halt die Frage, wie sie das Alles, auch die Bodenverbesserungen, unter den Haeusern machen wollen. Da ist die Salzach das geringere Problem.

  • Die Autofahrer sind sicher dafür, würde man aber diese zur Kostenbeteiligung quasi zwingen, wäre das Thema S-Link schnell unbeliebt.

    Auinger wird unterstellt als ehemaliger Porsche Mitarbeiter gegen den S-Link zu sein.

    Da müsste er doch eigentlich für die Untertunnelung bis zur Stadtgrenze sein um den MIF nicht zu stören? Oder sein Vorschlag das Neutor zu schließen?

  • Und nun ein genauerer Blick auf den Trassenverlauf. Quelle: Trassenempfehlung der S-Link-Projektgesellschaft.
    Zunächst die Stadtdurchquerung:

    Das hellblau markierte Band ist der vom Land "Verordnete Korridor". Im Bereich der linken Altstadt hat man sich nicht an den verordneten Korridor gehalten, weil die Risiken in der sensiblen Altstadt zu hoch gewesen wären. Daher die bekannte Trassenwahl Mirabellplatz - Mozartsteg.

    Der "Verordnete Korridor" ist wohl auch in der Open Railway Map eingezeichnet, den wir schon früher einmal im Forum diskutiert haben. Insbesondere den Verlauf südlich von Anif bis Hallein. Doch dazu weiter unten.

    Entlang der Alpenstraße, von Akademiestraße bis Hellbrunner Straße (Salzburg Süd):

    Zur Alpenstraße folgt dann ein weiterer Beitrag.

    Von Hellbrunn (Salzburg Süd) bis Neu-Anif:

    Entlang der Alpenstraße wird der Verordnete Korridor eingehalten. Nach der Anifer Kreuzung (Kreuzung Alpenstraße B150 mit der Hellbrunner Strße) wird der Trassenverlauf, abweichend vom Verordneten Korridor, bis zur A10-Autobahn Auf- und Abfahrt Salzburg Süd vorgeschlagen, da dort ein P&R-Parkplatz errichtet werden soll, um den Umstieg vom PKW zum S-Link zu ermöglichen.
    Grödig wird nicht eingeschlossen, da Landschafts-Schutzgebiete durchquert werden müssten und da auch in Grödig eine zu dichte Verbauung vorliegt.

    Weiter von Neu-Anif bis Rehhof, nördlich von Hallein:

    Im Bereich der Haltestelle Neu-Anif sei auch eine Anschlussbahn zum Leube-Werk nach der Staatsgrenz bei Hangendenstein angedacht. Das würde Gütervekehr auf dem S-Link bedeuten.

    Niederalm, Rif und Rehhof werden erreicht, und letzten Endes Hallein:

    Auch hier liegt die Trasse wieder nicht genau im Verordneten Korridor, aber wichtige Ortsteile werden erschlossen.
    Der Endpunkt liegt im Bereich des ÖBB-Bahnhofs Hallein.

  • Und nun zur Alpenstraße: Drei "Auftauchvarianten" wurden präsentiert:

    Das Publikum wurde nach der eigenen Einschätzung gefragt.
    Etwa 2 1/2 Stunden nach Beginn der Halleiner Veranstaltung ergab sich folgendes Bild:

    Leichtes Übergewicht für Variante 3: Auftauchen bei der Hellbrunnerstraße. Allerdings bei den höheren Kosten.
    Man war als Teilnehmenr auch eingeladen, einen roten Punkt auf die Landkarte zu kleben, wo man denn wohne:

    Die meisten Besucher waren wohl aus Hallein bzw. aus dem Bereich bis Niederalm. Dort spielt die Alpenstraße nicht so eine Rolle.
    Die Frage der Querungsmöglichkeiten bei Trassenverlauf auf Straßenniveau haben wir ja schon diskutiert. Insbesondere, weil für den S-Link als definerte Nebenbahn alle Querungen als EKs auszubilden sein werden. Da wäre die Variante drei sicher die bessere, wenn auch teurere.

    Es sei aber auch beleuchtet, welche Gedanken man sich noch so für die Alpenstraße gemacht hat:

    Man hat offensichtlich schon Vieles überlegt.

    Was mir noch so durch den Kopf ging:

    • Bei oberirdischer Führung bleiben nur zwei Fahrstreifen für den Straßenverkehr. Reichen diese? Was ist mit Abbiegespuren?
    • Bei unterirdischer Führung: Wie breit wird nicht nur die Baugrube, sondern das gesamte Baustellenareal?
      Muss die Alpenstraße dann abschnittsweise vollständig gesperrt werden? Wie werden Öffis und Individualverkehr umgeleitet?
    • Die zentrale Obus-Garage befindet sich an der Alpenstraße in Höhe Polizeidirektion. Wie wird sichergestellt, dass die Obusse auch während der Bauzeit zu- und abfahren können? Oder muss die Obus-Garage verlegt werden, wie etwa schon früher geplant, aber verworfen, zum Autobahnknoten Salzburg-Mitte?
  • Gibt sichtlich noch viele offene Punkte :/

    Schon klar, dass bei einer Veranstaltung in Hallein viele von dort sind und denen sind sicherlich die Kosten und Probleme der Landeshauptstadt egal.

    Bei der Verbindungsbahn in Wien setzt man aktuell auf Stelzenbrücken. Wäre das auch eine Alternative in der Alpenstraße?

    Die geplante Strecke wurde 2021 in folgender Animation gezeigt. Finde ich auch ganz anschaulich.

    2 Mal editiert, zuletzt von CA1 (20. April 2024 um 16:25)