[Salzburg] Planungen zu Ausbau und Verlängerung der Lokalbahn - S-LINK

  • Zitat

    Funktioniert in Linz einigermaßen gut. Wien interessiert sich sehr selten dafür. Bedeutet aber nicht, dass es in Salzburg nicht gemacht werden kann.

    Nur dann stehe ich trotzdem vor einer Kreuzung vor einer roten Ampel in der Tram, damit der MIV dann durchkommt. In Salzburg würde man in einem Tunnel vor einem roten Signal stehen, wenn vor einem noch ein Zug ist. Das ist denke ich doch schon ein Unterschied.

    Zitat

    Ich habe mich auf Stiegen bezogen, die es dort natürlich auch geben wird.

    Erstaunlicherweise werden die Rolltreppen mehr benutzt. Wer Treppen steigen will (was ja auch gesund ist), kann dies tun, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man Rolltreppen einbauen, wie das halt so üblich ist.

    Zitat

    Na gratuliere- du hast die einzige Stelle gefunden. Ja, wo keine Straße und freie Fläche ist, kann man natürlich graben wie man will. Wo Häuser sind eher nicht.

    Werner
    20. April 2024 um 14:18

    Also ich sehe mindestens noch eine weitere Stelle in den Plänen. Kann man ja mit Openstreetmap abgleichen. War also doch nicht die einzige Stelle.

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Persönlich finde ich, dass in Salzburg endlich etwas gemacht werden soll, damit es viele von uns im Forum und vor allem die Betroffenen noch erleben. Dass das Gemachte immer sinnvoll sein wird, ist auszuschließen.

    Was das Geld angeht, frage ich mich, wieso die S-Link-Gesellschaft und ihre Vorläufer überhaupt so weit gekommen sind, wenn es sich finanziell überhaupt nicht rechnen würde?

    Ich bin halt der Meinung, dass so teures "Gemachtes" eben schon sinnvoll sein sollte.

    Der Tunnel-Link scheint ja irgendwie wirtschaftlich darstellbar zu sein, das bedeutet jedoch nicht, dass es die einzige Variante ist. Ich bin eben der Meinung, dass es auch besser und günstiger geht.

    Da wäre ich voll bei dir, wenn ich daran glauben könnte, dass man zwischen Mirabellplatz und Alpenstraße ein sollvolles oberirdisches Konzept hätte, bei dem der TramTrain aufgrund von engen Radien nicht auf 20 km/h o.ä. herunterbremsen müsste. Ein Erfolg der Strecke hängt auch von der Geschwindigkeit ab.

    Die wenigen etwas engeren Radien sehe ich nicht wirklich als Problem. Ja die gibt es und ja, da ist eine U-Bahn im Vorteil. Das ist aber für mich keine Milliarden wert.

    Der SLB-Bahnhof wurde unterirdisch angelegt mit dem Ziel der unterirdischen Weiterführung nach Süden.

    Das kommt halt aus einer Zeit, in der in Österreich immer noch gerne für die autogerechte Stadt gebaut wurde. Einige Politiker denken ja heute noch so..

    Wie auch schon J-C versucht hat zu erklären, reicht die Strecke am rechten Ufer nicht aus, weil die Bevölkerung am linken Ufer wohnt. Darum dort der S-Link. Nähere Bahn = attraktivere Bahn, ohne umständliche P&R-Lösungen am rechten Ufer oder dann fährt man selbstredend gleich mit dem Auto in die Stadt.

    Wie aufgefallen sein sollte, bin auch ich für eine Bahn auf dieser Relation. Nur eben gegen den überdimensionierten Tunnel-Link.

    Wie wird mit Kreuzenden Verkehrsströmen umgegangen. Autos, Radfahrer, Fußgänger. Bei den beengten Platzverhältnissen. Bei einer reinen Straßenbahn wäre es leichter.

    Auch das kann man lösen. Ansonsten kann man immer noch rechtliche eine Straßenbahn daraus machen. So lange nur geplant wird, ist nix verhaut.


    Zitat

    Funktioniert in Linz einigermaßen gut. Wien interessiert sich sehr selten dafür. Bedeutet aber nicht, dass es in Salzburg nicht gemacht werden kann.

    Nur dann stehe ich trotzdem vor einer Kreuzung vor einer roten Ampel in der Tram, damit der MIV dann durchkommt. In Salzburg würde man in einem Tunnel vor einem roten Signal stehen, wenn vor einem noch ein Zug ist. Das ist denke ich doch schon ein Unterschied.

    Du kapierst es nicht oder?

    Wenn die Tram die Ampel steuert, dann hat sie eine grüne Welle und steht nur an den Haltestellen.

    Erstaunlicherweise werden die Rolltreppen mehr benutzt. Wer Treppen steigen will (was ja auch gesund ist), kann dies tun, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man Rolltreppen einbauen, wie das halt so üblich ist.

    Ja, die sind aber auch mal zu warten oder defekt. Rolltreppen sind vielleicht weniger mühsam, dafür fahrzeitintensiv.

  • Interessant, wenn ich zwischen Hallein und Salzburg mit der Bahn fahre sehe ich viel Bevölkerung. Und mit den eingesparten Milliarden vom Tunnel kann man sicher stellenweise noch die S-Bahn erweitern. Wobei viel geht nicht mehr, weil man es seit Jahrzehnten verabsäumte freie Flächen für einen 4-gleisigen Ausbau vorzusehen.

    Mir wäre auch lieber, man baute auf dem linken Ufer eine neuen Bahnstrecke und am rechten Ufer von zwei- auf viergleisig um.

    Aber was hat das damit zu tun? Der Sinn des S-Link soll ja u.a. die Anbindung neuer Wohngebiete an die Schiene sein. Abseits der Innenstadt ist sowieso alles oberirdisch geplant. Wo da das Milliardengrab sein soll, sehe ich nicht.

  • Ich bin halt der Meinung, dass so teures "Gemachtes" eben schon sinnvoll sein sollte.

    Der Tunnel-Link scheint ja irgendwie wirtschaftlich darstellbar zu sein, das bedeutet jedoch nicht, dass es die einzige Variante ist. Ich bin eben der Meinung, dass es auch besser und günstiger geht.

    Bitte sag deine Lösung dem künftigen Bürgermeister, damit endlich nimmer gestritten und verzögert wird.

    Nur dann stehe ich trotzdem vor einer Kreuzung vor einer roten Ampel in der Tram, damit der MIV dann durchkommt. In Salzburg würde man in einem Tunnel vor einem roten Signal stehen, wenn vor einem noch ein Zug ist. Das ist denke ich doch schon ein Unterschied.

    Du kapierst es nicht oder?

    Wenn die Tram die Ampel steuert, dann hat sie eine grüne Welle und steht nur an den Haltestellen.

    Wird bei einem 7,5-Minuten-Takt je Richtung spannend.

  • Wird bei einem 7,5-Minuten-Takt je Richtung spannend.

    Rechnen wir nach:

    Ein 75 m Zug (mehr ist in der Pimperlstadt eh nicht nötig) braucht mit 40 km/h ca 9 Sekunden (+ jeweils 10 m vor und hinter dem Zug als Puffer). Mit 60 km/h nur 6 Sekunden.

    Ein Umschaltvorgang dauert 10-15 Sekunden (gelb ist max 5 Sekunden).

    Rechnen wir also 30 bis 40 Sekunden alle 3,75 Minuten. Das ist verkraftbar.

  • Aber wenn es so toll funktioniert, wieso habe ich noch keine Stadt mit einem Straßenbahnsystem erlebt, wo das dann wirklich zu 100% funktioniert? Ich wollte Linz wirklich immer als die eine Stadt sehen, die wirklich das drauf hat, wo du mit der Straßenbahn zu 100% ohne lästige roten Ampeln ans Ziel kommst. Ich habe aber Linz öfters besucht und wurde dann doch eines besseren belehrt.

    Könnte ja zum Beispiel sein, dass, was weiß ich, ein O-Bus Vorrang hat. Und auch wenn man in Wien anscheinend nichtmal weiß, dass O-Busse und Straßenbahnen sich durchaus kreuzen können, man hat ja durchaus einiges für das dortige Straßenbahnsystem getan, nur ist das ganze furchtbar komplex. Wenn man jetzt die Kapazitäten in Salzburg an der Straße durch den Bau einer Straßenbahntrasse einschränkt, wird der Verkehr sich doch tendenziell aber mehr stauen. Irgendwo muss eine Ampel dem MIV Vorrang geben, weil sonst die Verkehrssituation nicht zu managen wäre und schon steht eine Straßenbahn vor einer roten Ampel.

    Schlussendlich, natürlich fände ich auch eine Straßenbahn klasse. Ich denke ich hab das auch schonmal erwähnt, dass ich gar nicht gegen eine Straßenbahn bin. Wenn das politisch durchsetzbar ist, sicher gerne. Als ich über das Salzburger Verkehrssystem so nachdachte, war mein erster Gedanke eben auch eine Straßenbahn, lag einfach irgendwie nahe für mich. Nur, der S-Link überzeugt mich halt doch irgendwie mehr, unter anderem weil es gar keine Partei gibt, die eine Straßenbahn aktiv vorantreiben würde.

    Als die Opposition in Graz die tatsächlich als solche vorgesehene U-Bahn kritisierte, gab es ganz konkrete Alternativen, die diese Opposition auch hervorbrachte und das nicht einfach, ein paar (O-)Busse mehr hinklatschen und ein paar Busspuren dazu, sondern, dass man eben an einen S-Bahnring arbeiten täte.

    Neuer S-Bahn-Ring plus Tunnel für Graz
    Die Stadt Graz hat am Montag Pläne für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs präsentiert. Eine neue Studie konzentriert sich dabei auf den Ausbau des…
    steiermark.orf.at

    Und das scheint politisch auch nach der Wahl weiter getragen zu werden.

    In Graz hieß es übrigens:

    Zitat

    Laut Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) gibt es in Graz 770.000 Autofahrten täglich: „Jede zweite Autofahrt geht über die Stadtgrenze von Graz hinaus, davon wiederum betreffen nur 15 Prozent der Fahrten insgesamt öffentliche Verkehrsmittel. 85 Prozent der Fahrten passieren mit dem Auto“, sagte Schwentner.

    Die von der Stadt Graz in Auftrag gegebene neue Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Ausbau des S-Bahn-Netzes mit einem Tunnel von der Grazer Messe zum Hauptbahnhof, beziehungsweise zum Köflacher Bahnhof, sowie zusätzliche Haltestellen und ein verdichteter Takt laut Berechnungen die beste Lösung sei, sagte Studienautor Willi Hüsler. Würde der Hauptbahnhof zum Hauptzentrum aller Einpendler werden, wäre dieser schnell an der Kapazitätsgrenze und müsste teuer erweitert werden: „Wir sind auch der Meinung, dass es für die Entwicklung der Stadt Graz besser ist, dass wir kein Superzentrum schaffen, wo alles zusammenkommt, sondern dass wir das dezentralisieren, dass wir mehrere sehr gut erschlossene Gebiete in dieser Stadt haben“, so Hüssler.

    60 Prozent mehr Fahrgäste?

    Zusätzlich müsse man auch bei der Verteilung der Ressourcen, also beim Geld, Prioritäten setzen, sagte der Schweizer Verkehrsplaner am Montag in Graz: „Es ist sicher nicht möglich, dass wir in Zukunft weiterhin ein Wettrüsten zwischen öffentlichem und privatem Verkehr veranstalten. Das ist sehr teuer, wenn wir gleichzeitig die Straßenkapazitäten, die Parkkapazitäten massiv erhöhen wollen und das Angebot im öffentlichen Verkehr.“ Laut Hüsler würde eine Verdichtung der S-Bahn längerfristig rund 60 Prozent mehr Fahrgäste bringen. Hüsler zog einen Vergleich mit Zürich. "Wir hatten rund 149.000 Fahrgäste im „Öffi"-Verkehr, als wir vor 30 Jahren mit den Linien über die Stadtgrenzen gingen, nun sind es 500.000.“ In Genf habe man einen Innenstadttunnel in Betrieb genommen, in Bern wurde die S-Bahn erfolgreich ausgebaut, nannte Hüsler Beispiele.

    Von der Wirksamkeit der eingesetzten Kosten brächte ein ausschließlicher Straßenbahnausbau und eine U-Bahn am wenigsten, so der Verkehrsfachmann. Tunnelvarianten der S-Bahn in Graz und maximaler S-Bahn-Ausbau seien am wirksamsten. Die Stadt sieht sich durch die Studie bestätigt, dass der Ausbau des kurzen S-Bahn-Ringes die zielführendste Lösung sei. Nun will die Stadt mit dem Bund und dem Land über die Finanzierung verhandeln und detaillierte Ausbaupläne vorstellen. Als Nächstes soll der bis Dezember zu fassende Grundsatzbeschluss im Gemeinderat zum Ausbau kommen, dann wäre das Land am Zug.

    Ich habe nicht vor, Salzburg mit Graz zu vergleichen, das sind 2 Städte, die strukturell unterschiedlich sind und wo unterschiedliche Lösungen grundsätzlich unterschiedliche Wirkungen entfalten. Es zeigt aber auch eben, dort hat man nicht einfach nur ein kontroverses Projekt einfach so begraben (da wurde es nach der Wahl ja sehr schnell ruhig drum), man hat auch geschaut, was konkret mit wirksamen Maßnahmen jenseits einfach nur mehr Busse anzuschaffen, die Stadt voranbringen kann.

    Deswegen, man kann lange und breit über eine Straßenbahn in Salzburg diskutieren... die aber in der Realität gar kein Thema ist und derzeit gar nicht spruchreif ist. Es sei denn du oder wer anderes gründet eine Bürgerinitiative, um das zu ändern.

    Das heißt, die Straßenbahn kriegt man eventuell kostengünstiger zustande, nur will die offenbar niemand in der Realität. Wie stehst du dazu mobility wieso ist eine Straßenbahn in der Politik kein Thema?

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Mir wäre auch lieber, man baute auf dem linken Ufer eine neuen Bahnstrecke und am rechten Ufer von zwei- auf viergleisig um.

    Das linke Ufer ist ein schmaler Streifen und die Halleiner Stadtteile Taxach-Rif, Au und Rehhofsiedlung haben weniger Einwohner als Grödig. Und Grödig hat man sichtlich nun gestrichen. Also stimmen die Werbeprospekte nicht mehr.

    Trassenauswahlverfahren für den S-LINK Streckenverlauf - S-LINK
    Salzburg, 28. Februar 2024. Der Bau des S-LINK erfolgt in voraussichtlich vier Bauphasen und wird in Etappen realisiert. Während die Trassenführung für die…
    www.s-link.at

    Die oben erwähnten Siedlungen liegen an der Salzach und gegenüber 3 ausgebaute S-Bahnstationen. Dafür würde man eine Brücke benötigen, die wahrscheinlich weniger aufwändig als die erforderliche S-Link-Querung ist.
    Ein Steg von Rif nach Urstein zur nächsten S-Bahn-Station war vielleicht zu kurz gedacht.

    Rif · 5400, Österreich
    5400, Österreich
    maps.app.goo.gl

    Und die Kapazität der S-Bahn lässt sich mit Stadler Flirt Dosto wesentlich erhöhen. So wie in Budapest viele gesichtet.

    Ich glaube nicht, dass das linke Ufer eine Eisenbahnstrecke nach Hallein benötigt.

    Einmal editiert, zuletzt von CA1 (21. April 2024 um 07:42)

  • Erstaunlicherweise werden die Rolltreppen mehr benutzt. Wer Treppen steigen will (was ja auch gesund ist), kann dies tun, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man Rolltreppen einbauen, wie das halt so üblich ist.

    Es gibt selbst in Wien viele U-Bahnstationen ohne Rolltreppen. Und nicht nur die alten Stationen wie in Hütteldorf sondern auch neue wie beispielsweise Oberlaa.

  • Jo, aber Salzburg ist nicht Wien und Tunnelstationen bedeuten nicht zwangsläufig, dass man die Treppen besteigen muss. Wie gesagt, Aufzüge wird man auch haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*