Cityjet-Grauslichkeit(en)...

  • Bei der Liliputbahn im Prater kann man auch als Selbständiger tätig werden.Wäre vielleicht eine Möglichkeit!

    Einige "selbständige" Lokführer gibt es in Österreich schon seit Jahren.
    Bei der Liliputbahn wäre mir das aber neu, die sind dort angestellt, geringfügig beschäftigt oder freiwillig über den Förderverein tätig.

  • Zitat

    Ein Forenausflug auf der Liliputbahn - das hätte schon was...

    Richtig! Der Vorteil wäre auch, dass ein Waggon reichen würde!

    Zitat

    Einige "selbständige" Lokführer gibt es in Österreich schon seit Jahren.

    Nein, das ist ein Irrgaube! Ein TFZf muss einem EVU angehören. Dieses EVU muss auf der Zusatzbescheinigung eingetragen sein. Außerdem ist dort vermerkt, mit welchen Lokomotiven man fahren darf, ob man eine Brille tragen muss und noch einiges mehr. Diese Zusatzbescheinigung muss man im Dienst, genau wie den Führerschein, ständig bei sich tragen.

    Einmal editiert, zuletzt von donauuferbahn (17. November 2021 um 10:25)

  • Nachtrag: Der selbstständige Lokführer ist dem Eisenbahnrecht nicht bekannt. Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür, dass Triebfahrzeugführer ihren Dienst „selbstständig“ im Sinne von fachlich unabhängig oder unkontrolliert vom Eisenbahnunternehmer ausüben dürfen. Vielmehr unterliegt der Einsatz der Triebfahrzeugführer in jeder Hinsicht den Bestimmungen nach dem Eisenbahnrecht, nicht nur im Hinblick auf die Dienstdauer des Lokomotivpersonals, sondern auch hinsichtlich sämtlicher anderer Sicherheitsbelange wie zum Beispiel der Kenntnisse und Fertigkeiten des Personals nach der Eisenbahnbetriebsordnung, welche von der Eisenbahn beziehungsweise dem Betriebsleiter konkret zu regeln und zu kontrollieren ist. Personen, die als Eisenbahnunternehmer zugleich auch Dienst als Triebfahrzeugführer in ihrem Unternehmen ausüben wollen, weichen dabei von der sicherheitlichen Grundforderung des sogenannten „Vier-Augen-Prinzips“ ab. Es mangelt an einer unabhängigen Überwachung. Ein Lokführer benötigt für die Ausübung seines Dienstes eine Betriebsaufsicht. Beides darf nicht ein und dieselbe Person sein. Die Betriebsaufsicht muss im gleichen Unternehmen sein. Somit fehlt dem Einsatz eines „Ich-AG“-Lokführers die Rechtsgrundlage. Dem Eisenbahnverkehrsunternehmer, der gleichzeitig fährt sowieso, denn er hat in seiner Verantwortung die Betriebsaufsicht. Und wer die Aufsicht hat, der fährt nicht. Eigentlich logisch.

  • Wobei ich mal ein Judikat gefunden habe, dass auch das Parken vor einem Andreaskreuz der Liliputbahn nach dem Eisenbahngesetz behandelt wurde.

    Geschäftszahl
    2008/03/0171

    Der Verwaltungsgerichtshof hat erwogen:
    1. Gemäß § 124 Abs 1 des Eisenbahngesetzes 1957, BGBl Nr 60 idF vor BGBl I Nr 95/2009, begeht (sofern im Folgenden nichts anderes bestimmt ist) eine Verwaltungsübertretung, wer den Bestimmungen der §§ 42, 43, 46 bis 47b oder den auf Grund der §§ 47c und 49 durch Verordnung erlassenen Vorschriften zuwider handelt, und ist hiefür von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu EUR 726,-- zu bestrafen.
    Nach § 47c des Eisenbahngesetzes 1957 kann der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie für alle oder einzelne Arten von Eisenbahnen durch Verordnung Vorschriften erlassen, in denen das zum Schutz der Eisenbahnanlagen, des Betriebs einer Eisenbahn, des Betriebes von Schienenfahrzeugen auf einer Eisenbahn oder des Verkehrs auf einer Eisenbahn gebotenen Verhalten (§§ 43 Abs 1, 46, 47a und 47b leg cit) näher bestimmt wird.
    Gemäß § 16 Abs 2 lit d der Eisenbahn-Kreuzungsverordnung 1961, BGBl Nr 2, zuletzt geändert durch BGBl Nr 123/1988, ist "das Halten, Parken oder Umkehren unmittelbar vor oder nach einer Eisenbahnkreuzung, wenn durch das haltende, parkende oder umkehrende Fahrzeug der Lenker eines anderen Fahrzeuges gehindert wird, die Annäherung eines Schienenfahrzeuges oder Einrichtungen zur Anzeige oder Sicherung von Eisenbahnkreuzungen rechtzeitig wahrzunehmen", verboten.

    Die Anwendbarkeit der Eisenbahnkruezungsverordnung wurde übrigens auch von der Gegenseite nicht bestritten, es ging da um Details.

  • würde ich dir eine Mitfahrt am Führerstand anbieten, damit du die Strecken einmal live aus einer anderen Perspektive als durch die Seitenfenster der Waggons betrachten kannst!

    Danke, aber dafür habe ich keinen Bedarf. Es gibt bekanntlich tausende und stundenlange Führerstand-Videos auf Youtube und da kann ich nebenbei sogar mal aufs Klo gehen oder Kaffee trinken.
    Ich schaue aber manchmal gerne die Sicht vom letzten Wagen.

    Und für das Knipsen mit Fensterblick habe ich inzwischen auch eine brauchbare Lösung gefunden.
    Schon klar, dass meine Beiträge mit den geistreichen Beiträgen Westbahn's nicht mithalten können.
    Möchte ich auch gar nicht.
    Da fahre ich lieber mit dem Klimaticket durchs österreichische "Ödland".

    Einmal editiert, zuletzt von CA1 (17. November 2021 um 13:05)

  • Zitat

    Wobei ich mal ein Judikat gefunden habe, dass auch das Parken vor einem Andreaskreuz der Liliputbahn nach dem Eisenbahngesetz behandelt wurde. Aber das finde ich jetzt nicht auf die Garche.


    Ja, das würde mich auch interessieren. Die Liliputbahn ist kein Eisenbahnunternehmen, hat daher auch keine eisenbahnrechtliche Konzession. Demnach gilt auch die Eisenbahnkreuzungsverordnung nicht, da sich diese ausschließlich auf Bahnen im Sinne des Eisenbahngesetzes bezieht.

    @CA1
    Schade, es muss ja auch keine Österreichrundfahrt sein. Mit dem KISS ist auch der WC-Besuch kein Problem und verhungern tust du auch nicht!