MFS Stadt Wien an Kapitalgesellschaft verkauft

  • Nostalgie-Schiff MS Stadt Wien kehrt heim nach Tulln


    Willi Stift verkaufte sein Schiff an eine Kapitalgesellschaft. Aber im August soll es generalüberholt und mit neuer Gastronomie wieder in Tulln sein.


    Von Thomas Peischl. Erstellt am 21. Juli 2020 (15:15)

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    Aber die neuen Eigentümer kennen sich erstens mit Schaufelradschiffen aus, was nicht selbstverständlich ist, denn davon gibt es ja nur noch zwei in ganz Österreich.

    Also ich kenne zumindest drei: Stadt Wien, Schönbrunn und die Hohentwiel am Bodensee.


    PS.: Weiß hier jemand, ob das Schwesterschiff Stadt Passau als „GROF SZECHENYI“ in Ungarn noch in Fahrt ist? 2014 war sie es angeblich noch.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Die beiden anderen gehören Vereinen, somit ist es wohl keine österreichische Kapitalgesellschaft. Ansonsten kann man noch je eines am Traunsee und am Wolfgangsee finden.

  • "Grof Szechenyi" ex "Stadt Passau" ist nach wie vor im Raum Budapest als Restaurant- und Charterschiff unterwegs. Die Umgestaltung ist von außen sehr gewöhnungsbedürftig, auch die charakteristischen Nockhäuser, seinerzeit Arbeitsplatz des Kapitäns, sind bereits entfernt...innen herrscht Pseudo-Jugendstilkitsch - schade, aber immerhin noch in Betrieb.


    Foto: hajoregiszter, 2018

  • Danke für die Antwort. Schade, dass man sie so abgeräumt hat. Hier ein Foto aus dem Jahr 1970, wie ich sie noch in Erinnerung habe. Bei der Schleuse handelt es sich um das Kraftwerk Jochenstein:

    Fotoquelle: donau-schiffahrt.at

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Danke für das Bild aus 1970, Dr. Bahnsinn. Ich bin als Kind in den 70ern damit von Melk nach Nußdorf gefahren, war damals eine Mordsgaudi mit Mutter, Tante und Bruder.


    LG

    Der Schienenverkehr wird durch Schienenersatzverkehr ersetzt.

  • Danke für das Bild aus 1970, Dr. Bahnsinn. Ich bin als Kind in den 70ern damit von Melk nach Nußdorf gefahren, war damals eine Mordsgaudi mit Mutter, Tante und Bruder.

    Bei uns (Eltern und Geschwister) gab es die Fahrt mit dem "Postschiff", so die Bezeichnung in der Bevölkerung, mehrmals im Jahr an Sonntagen, allerdings in den 1950/60-er-Jahren. Zuerst mit dem Zug aus dem Strudengau nach Marbach, dann Kreuzweg (für uns Kinder Zwang, für die Eltern Pflicht) zur Wallfahrtskirche Maria Taferl. Nach der Andacht in der Kirche Besuch der mechanischen Krippe. Als erste Belohnung gab es für uns Kinder während des Wartens auf das Schiff in der Konditorei Braun gleich neben der Schiffsanlegestelle in Marbach ein Eis. Als zweite Belohnung gab es dann die Schifffahrt von Marbach nach Grein und wir Kinder rätselten während des Wartens, mit welchem Schiff wir an diesem Tag fahren würden. Neben der Stadt Wien und der Stadt Passau gab es ja auch noch die Dampfschiffe Franz Schubert, Johann Strauß, Budapest und die Schönbrunn. Um 17:30 Uhr bestiegen wir das Schiff, um gegen 20:00 Uhr in Grein anzukommen.
    Und heute? DDSG (in der damaligen Form) Geschichte, Personenverkehr (abgesehen von lokalen touristischen Anbietern) auf der übrigen Donau in Österreich Geschichte, die Donauuferbahn im NÖ-Teil des Strudengaus und im Nibelungengau Geschichte.....
    Auch wenn man der "guten alten Zeit" nicht nachtrauern muss: Das Vergnügungsangebot ist in so manchen Gegenden eintöniger geworden.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor