[WL] Dokumentation des Baufortschritts bei U2/U5

  • Auftakt für U5-Verlängerung bis Hernals

    Zwölf neue Stationen und elf Kilometer U-Bahn-Tunnel: Die Rohplanung für die U5 bis Hernals ist fertig, die für die Planung des öffentlichen Verkehrs zuständige Abteilung MA 18 übergibt somit das Projekt an die Wiener Linien zur Detailplanung und Umsetzung.

    Online seit heute, 12.00 Uhr

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/Verkehrsanbindung_und_Stadtentwicklung_Hauptbahnhof_Wien

    "Die Kosten der U2–Süd von rd. 669 Mill. EUR, die zu 50 % der

    Bund zu tragen hatte, waren im Übereinkommen für die vierte
    Ausbauphase nicht näher definiert. Zudem stellte der RH fest, dass
    der Bund dabei anteilige Kosten für die erforderlichen Zugsgarnituren von rd. 28,17 Mill. EUR finanzieren würde. Vertragliche Festlegungen hinsichtlich einer genaueren Kostenkontrolle durch den
    Bund erfolgten nicht, obwohl im Jahr 2003 das BMVIT dazu Überlegungen anstellte, welche auch das BMF teilte.

    Die Kompetenzabgrenzung zwischen dem BMF und dem BMVIT
    hinsichtlich der Beurteilung der Trassenführung aus Bundessicht
    war ungeklärt"


    https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/wienerlinien.pdf

    "Bei der Verlängerung der U–Bahn–Linien U1 und U2 versagte das
    interne Kontrollsystem der WIENER LINIEN GmbH & Co KG (Wiener Linien). In der Projektabwicklung der drei überprüften Bauabschnitte passierten Fehler, die zu erheblichen Mehrkosten und Fehlverrechnungen im Ausmaß von rd. 8,95 Mill. EUR führten. Davon
    zahlten Auftragnehmer bisher 0,44 Mill. EUR an die Wiener Linien
    zurück.
    Die Wiener Linien verrechneten der öffentlichen Hand (Bund, Stadt
    Wien) Kosten von mindestens 6,18 Mill. Euro, obwohl diese laut
    Vereinbarung nicht der Herstellung der Verkehrsinfrastruktur zurechenbar waren. So bezahlten Stadt Wien und Bund je zur Hälfte
    etwa die Errichtung von Geschäftslokalen in U–Bahn–Stationen."


    Kompetenzverteilung und Intransparenz wohin man schaut.
    Die Planungsambivalenz zwischen dem Magistrat und seinen ausgegliederten Stadtwerken wurde auch schon
    öfters kritisiert.

  • Montagabend wurden zwei Arbeiter bei den Ausbauarbeiten der Linie U2 schwer verletzt.

    Beim Bauabschnitt Rathaus wurden zwei Arbeiter in der dortigen Baugrube von herabstürzendem Spritzbeton getroffen und verletzt. Die 49- und 47-jährigen Männer wurden durch die Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt, von der Berufsfeuerwehr über den Baustellenkran geborgen und schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

    Laut Wiener Linien war dies der erste schwerere Arbeitsunfall bei den aktuellen U-Bahn-Bauarbeiten und soll gemeinsam mit den bauausführenden Firmen untersucht werden.

    Zwei Arbeiter bei Ausbauarbeiten der Wiener U2 schwer verletzt - Vienna Online

  • https://wien.orf.at/stories/3242933

    Eigene Tunnelbaumaschine für neue U2

    In Wien wird derzeit am Ausbau des U-Bahn-Netzes gearbeitet. Unter anderem erhält die U2 einen neuen Streckenteil. Der Tunnel wird ab Herbst von einer eigens konzipierten Vortriebsmaschine gegraben werden, wie die Wiener Linien am Mittwoch mitteilten.

    Online seit heute, 12.20 Uhr

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    Bei dem in Deutschland hergestellten Gerät handelt es sich um ein wahres Ungetüm: Die Konstruktion ist 120 Meter lang und 1.200 Tonnen schwer. Ab Herbst soll sich die Tunnelvortriebsmaschine (TVM) dann durch den Untergrund arbeiten. Errichtet werden von ihr die neuen Röhren zwischen dem Matzleinsdorfer Platz in Favoriten und dem Augustinplatz im Bezirk Neubau. Der Abschnitt ist rund vier Kilometer lang. Hergestellt wurde das Spezialwerkzeug in Süddeutschland von der Firma Herrenknecht.

    Erst am Matzleinsdorferplatz zusammengebaut

    In den nächsten Monaten wird der Bohrer, in Einzelteile zerlegt, nach Wien transportiert. Am Matzleinsdorfer Platz wird die TVM dann zusammengestellt. Die anschließenden Grabungsarbeiten finden unterirdisch statt, da die Strecke durch dicht bebautes Gebiet führt. Oberirdische Trassenteile gibt es dort nicht. Das gesamte Erdmaterial, das die Tunnelbohrmaschine aushebt, wird über einen zentralen Schacht am Matzleinsdorfer Platz abtransportiert – was 20.000 Lkw-Fahrten durch die Stadt erspart, wie betont wurde.

    Nach getaner Arbeit wird die Maschine zwei U2-Streckenröhren mit einem Durchmesser von jeweils 6,84 Metern hinterlassen. Verbunden werden durch die neuen Tunnelbereiche die künftigen U2-Stationen Matzleinsdorfer Platz, Reinprechtsdorfer Straße, Pilgramgasse und Neubaugasse.

    U-Bahnlinien U2 und U5 mit Ausbaustufen

    Neue U5 laut Plan ab 2026 in Betrieb

    Bis dort im Untergrund Fahrgäste unterwegs sein werden, dauert es jedoch noch: Aktuell ist die U2 weiterhin zum Teil gesperrt, die Sperre musste um ein Jahr verlängert werden. Sie fährt erst ab September wieder vom Schottentor zum Karlsplatz. Geplant ist weiters, dass die neue U5 ab 2026 ihren Betrieb aufnimmt, also vom Karlsplatz zum Frankhplatz.

    Das bedeutet, dass sich U2 und U5 vorübergehend den Abschnitt zwischen Karlsplatz und Rathaus teilen. Erst 2028 soll der Mischbetrieb beendet und die von der Großmaschine gegrabene Verbindung eröffnet werden. Ab dann wird die U2 beim Knoten Rathaus auf die gänzlich neu gebaute Strecke in Richtung Matzleinsdorfer Platz abzweigen.

    red, http://wien.ORF.at/Agenturen