• Heute habe ich die Business Class im neuen ÖBB Railjet auf der Fahrt von München nach Innsbruck getestet.
    Meine Route war: Wien Westbahnhof - Salzburg (Westbahn) / Salzburg - München (Bayrische Regiobahn) / München - Innsbruck (ÖBB) / Innsbruck - Wien Westbahnhof (Westbahn)

  • Was soll man zu der Buisness Class im RJ 2 sagen?

    Ganz einfach: Ein Fahrradabteil wäre besser gewesen!

    Man hätte schließlich die gesamte First Class auch mit Kopfkissen ausstatten können und dieselbe Unzufriedenheit der Kunden erhalten.

    Man muss etwas machen, wo viele Leute daran profitieren, eben wie einen Fahrradwagen.

    Aber sein wir mal ehrlich: Irgentwer wird sich immer aufregen. In diesem Fall sind es die Buisness-Class Nutzer, die dann in der ersten Klasse sitzen müssen.

    Trotzdem ist das zumutbar, im Vergleich zu nur 5 Radstellplätzen pro Zug für ca. 500-700 Leute .

  • Ein Railjet hat halt eine Business-Klasse und da ist man halt zurück zu den Wurzeln gegangen. Die Abteile sind doch super für Meetings oder wenn man in einer Gruppe etwas gehoben reisen will. Die Abteile sind abgeschlossen und bieten dadurch für solche Zwecke schon einen Nutzen. Oder andere Dinge. Gerade wenn sie meist nicht voll werden, werden die sich ja doch gut machen.

    Man wird von den Einnahmen her jetzt die Fahrgäste, die deswegen vermeintlich nicht mehr Bahn fahren, auch gar nicht vermissen und hier ist die Sache: es geht um Geld. Also ist das Ziel ein gewisser Komfortstandard und Features, mit denen man möglichst viele Fahrgäste bringt. Und Fahrgäste werden mehr Geld bringen als Fahrräder. Dass der selbe Fahrradplatz mehr als einmal genutzt wird, passier ja auch nicht so oft. Also auch ein Manko.

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Und Fahrgäste werden mehr Geld bringen als Fahrräder. Dass der selbe Fahrradplatz mehr als einmal genutzt wird, passier ja auch nicht so oft. Also auch ein Manko.

    Angebot schafft Nachfrage - Ein Eurofimawagen hat pro Wagen glaub ich 2 Radplätze und dann noch zusätzlich einen halben Radwagen. Und es funktioniert. (Vielleicht jetzt nicht zur HVZ aber sonst sind die relativ gut genutzt). Wenn nicht kann man Koffer/Kinderwagen abstellen.

    Ein Railjet hingegen macht Radmitnahme so kompliziert, Reservierung, Ticketkauf, ... dass die Leute ihre Fahrräder zuhause lassen.

    Würde es jetzt einen Radwagen geben, kann er auch Klappsitze auf beiden Seiten haben. Dann würden immer noch mehr Personen in einen Zug passen als mit einer Buisness Class (wenn man bedenkt, dass diese Klappsitze auch winzig sind, im Vergleich zu normalen Sitzen). Und da wir mehr Fahrgäste haben und mehr Farräder, könnte sich das durchaus rechnen.

    Edit: Selbst, wenn die Fahrradplätze nicht genutzt werden, kannst du Kinderwägen und große Gepäckstücke abstellen und dich auf einen Klappsitz setzen (immer noch besser als stehen). Dass die in der Buisness Klasse Sitzen können, heißt, dass einige in der 2. Klasse extra stehen müssen - dieses Ungleichgewicht sollte abgeschafft werden. Deshalb sollte es nur eine 1. Klasse geben.

    Schlussendlich würden alle von so einer Änderung profetieren

  • Aber gerade als häufiger Business Class Fahrer bin ich froh, dass es die Business Class überhaupt gibt, auch wenn sie im alten RailJet natürlich deutlich besser ist. Im Vergleich zur Italienischen Executive Class oder im Vergleich zu Business Class Sitzen asiatischer ist das Angebot der ÖBB ja trotzdem noch sehr schwach.

  • Mit einem Kinderwagen und Gepäckstück machen die ÖBB aber kein Geld, zumal dafür bereits genug Kapazitäten existieren. Und es geht um eins: Geld. Ein 10. Wagen kostet Geld.

    Dessen Wartung kostet Geld.

    Und entweder die Preise sind so hoch gemäß Kostenwahrheit, dass nicht so viele das nutzen wollen oder es wird sich nicht rentieren.

    Also wenn man Fahrradwagen will, dann ist eine gemeinwirtschaftliche Bestellung die Lösung.

    Denn sonst gibt es keinen Grund für die ÖBB das zu tun. Den kann es völlig egal sein, wo die Radfahrer bleiben, die Züge kriegen sie fix voll.

    Denn, Newsflash: es gibt derzeit keinen Besteller, der bei den Brennerzügen irgendetwas fordern könnte.

    Zu guter letzt sind die Züge nicht nur für die Brennerbahn konzipiert. Ein extra Fahrradwagen würde abseits der Brennerbahn wohl oft ziemlich leer sein. Und ob auf der Brennerbahn denn die Radplätze immer und täglich benötigt werden?

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

    2 Mal editiert, zuletzt von J-C (11. April 2024 um 06:33)