[Asien/Europa] Die neue Seidenstraße - Alles über den Schienen-Containerverkehr zwischen Fernost und Abendland

  • Das kann sich für den boomenden China-Europa-Verkehr noch zu einem Problem auswachsen, wenn China bei jedem poltischen Streit mit einem europäischen Land auf die Bremse steigt: Taiwan, Tibet, Dalai Lama etc.:

    Montag, 23 August 2021 16:13
    Litauen: Stoppt China den Schienengüterverkehr nach Litauen als Antwort auf den Streit um Taiwan?

    China hat in einer schwelenden geopolitischen Fehde um Taiwan den direkten Güterzugverkehr nach Litauen gestoppt. Mehrere Quellen bestätigten litauische Medienberichte, wonach der staatliche Zugbetreiber China Railway Container Transport Co (CRCT) den Gütertransit "bis auf weiteres" gestoppt habe, obwohl es noch keine offizielle Bestätigung gibt.
    "Die Züge, die zwischen China und Litauen verkehren, wurden gestoppt. Soweit ich weiß, wurde die Entscheidung von der lokalen staatlichen Gesellschaft getroffen, die für den Transport dieser Züge zuständig ist. Wir haben noch kein offizielles Schreiben oder eine offizielle Anweisung zur Einstellung der Züge gesehen", sagte eine mit dem Handel befasste Quelle, die nicht namentlich genannt werden wollte, gegenüber der South China Morning Post und fügte hinzu, dass es "keine Probleme" auf der Strecke gebe und dass ein politisches Motiv vermutet werde.
    CRCT, eine Tochtergesellschaft der China Railway Group, teilte litauischen Kunden mit, dass sie den direkten Güterverkehr einstellen werde, berichtete der Baltic News Service. Chinesische Staatsmedien berichteten jedoch, dass die China Railway Group die Anweisung dementiert habe, so dass nicht klar sei, ob die Aussetzung offiziell sei.
    Gintanas Liubanas, ein Sprecher der Litauischen Eisenbahnen, sagte, man habe noch keine offizielle Benachrichtigung über die Einstellung des Betriebs erhalten. "Vorläufig haben wir von unseren Kunden die Information erhalten, dass mehrere Güterzüge Ende August und in der ersten Septemberhälfte nicht in Litauen ankommen werden", so Liubanas. "In der Zwischenzeit fahren die Transitzüge wie gewohnt durch Litauen. Wir hoffen, dass alle zuvor getroffenen Vereinbarungen eingehalten werden."
    Letzte Woche verschärften sich die Feindseligkeiten, als China seinen Botschafter in Litauen abberief und Vilnius aufforderte, seinen Amtskollegen zurückzurufen. Dies geschah als Reaktion auf die Entscheidung, Taiwan die Eröffnung eines "taiwanesischen Vertretungsbüros" in dem baltischen Staat zu gestatten, die Anfang des Jahres getroffen wurde.
    GK, WKZ, Quelle South China Morning Post

    https://www.lok-report.de/news/europa/it…-um-taiwan.html

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Aus aktuellem Anlass berichtet die TZ über einen Containerzug aus China:

    Kommt er oder kommt er nicht: Der 600 Meter lange Güterzug aus China soll am Freitag trotz Krieg und Sanktionen nach 10.000 Kilometern und 15-tägiger Reisezeit fahrplanmäßig in Nürnberg ankommen.


    Nürnberg – Schafft der „China-Zug“ die gewaltige Strecke quer durch Russland über Polen nach Nürnberg? 10.000 Kilometer in rund 15 Tagen muss der etwa 600 Meter lange Güter-Express von Chengdu im Westen des fernöstlichen Riesenreiches bis nach Nürnberg in Nordbayern zurücklegen.


    Die Eisenbahn-Route der neuen Seidenstraße führt über Russland, Weißrussland und Polen und nicht über das aktuelle Kriegsgebiet in der Ukraine.

    Weiterlesen auf https://www.tz.de/bayern/china-z…html?cmp=defrss

  • Da die Ukraine bezüglich der Aussetzung des China-Europa-Verkehrs durch Russland und Belarus auf eine Entscheidung drängt, habe ich diesen Bericht nicht nur im Ukraine-Thread, sondern auch hier eingestellt, damit auch hier über die Entwicklung in dieser Sache weiterberichtet bzw. -diskutiert werden kann:

    Montag, 28 März 2022 11:00
    Ukraine: Russland komplett vom Bahnverkehr mit Europa abschneiden
    Die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznycya fordert eine Fortsetzung der Eisenbahnblockade gegen Russland und eine rasche Entscheidung über die Aussetzung der Transitverkehre zwischen China und Polen, die durch Russland und Belarus führt.
    Wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform mitteilt, hat Ukrzaliznycya in einem offiziellen Blatt die Mitglieder der Organisation für die Zusammenarbeit der Eisenbahnen (OSŽD) aufgefordert, den Verkehr mit Russland auszusetzen und ihre Vertreter von der Teilnahme an internationalen Organisationen und Entscheidungen zurück zu ziehen.
    Wie Ukrzaliznytsia berichtet, hatten Siemens und Alstom, die weltweiten Hersteller von Schienenfahrzeugen, ihre Zusammenarbeit mit Russland bereits früher eingeschränkt. Auch Stadler hat seine Aktivitäten in Russland und Weißrussland zurückgestellt.
    Außerdem beteiligen sich alle Eisenbahnen, die Mitglied der CER sind, aktiv an den humanitären Bemühungen der EU zur Unterstützung der Einwohner der Ukraine, die gezwungen sind, das ukrainische Hoheitsgebiet zu verlassen, und liefern humanitäre Hilfe in die Ukraine.
    Alle CER-Mitglieder und -Partner sind verpflichtet, alle gegen Russland und Weißrussland verhängten Sanktionen zu befolgen.
    Die Russischen Eisenbahnen RŽD, die Weißrussischen Eisenbahnen BČ und ihre Tochtergesellschaften sind aus dem Internationalen Eisenbahnverband (UIC) ausgeschlossen worden.
    WKZ, Quelle Ukrinform

    https://www.lok-report.de/news/europa/it…bschneiden.html

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Auch hier sind die Gewinner die klimaschädlichen Transportmittel Schiff und Flugzeug, sowie die USA, denn die wirtschaftliche Entwicklung Europas wird dadurch natürlich gehemmt.

    Wer hat da gar nichts davon? Die ukrainische Bevölkerung, sowie jene in Russland, die gegen das System Putin kämpfen und die natürlich volle Unterstützung im Kampf gegen einen Despoten verdienen.

    Wie "erfolgreich" die Isolation eines Landes eigentlich ist sieht man am Beispiel Nordkorea.

    You, who are indifferent to the misery of others, it is not fitting that they should call you a human being. ~ Saadi Shirazi

  • Die "Neue Seidenstraße" in Finanznöten:

    „Neue Seidenstraße“: China muss mit Notkrediten aushelfen

    China kommt das ambitionierte Handelsprojekt „Neue Seidenstraße“ einer Studie zufolge teuer zu stehen.

    Mehr und mehr Schwellen- und Entwicklungsländer, die von der Volksrepublik für den Bau von Infrastruktur Kredite aufgenommen haben, können diese nicht mehr planmäßig bedienen, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Deutschland heute mitteilte. In der Folge habe die Führung in Peking die Vergabe von Rettungskrediten in den vergangenen Jahren drastisch ausgeweitet.

    Weiterlesen durch Anklicken der Titelzeile!

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Erste Absetzbewegungen von der Seidenstraße:

    Montag, 31 Juli 2023 15:35

    Italien: Kündigt Italien das Belt-and-Road-Abkommen mit China?

    Am 25.07.2023 hat die italienische Regierung Meloni durch ihren Verteidigungsminister Guido Crosetto gesagt, Italien hätte nicht die Absicht, das Seidenstraßen-Memorandum zu erneuern, das Handelsabkommen, das die Regierung Conte 2019 mit Peking unterzeichnet hat, als das Außenministerium noch von Luigi Di Maio geleitet wurde.

    Während des bilateralen Treffens zwischen Italien und China am 23. März 2019 beschloss die Regierung unter Giuseppe Conte, Italien in die Gruppe der Partnerländer der "Belt and Road Initiative", auch bekannt als Neue Seidenstraße, aufzunehmen. Diese Entscheidung wurde als Sieg für Conte und seinen damaligen Stellvertreter Luigi Di Maio gewertet, die sich davon eine Förderung italienischer Produkte und eine Steigerung der Exporte erhofften. Viele hielten diesen Schritt jedoch für einen strategischen Fehler, da man befürchtete, dass sich die engen Beziehungen zu China negativ auf die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten auswirken könnten.

    Hier weiterlesen!

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Bericht: Meloni teilte China „Seidenstraßen“-Ausstieg mit

    Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat Medienberichten zufolge ihrem chinesischen Amtskollegen Li Qiang den Rückzug aus Chinas „Seidenstraßen“-Projekt angekündigt. Das habe sie ihm an Rande des G-20-Gipfels in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi klargemacht, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“ heute.

    Weiterlesen durch Anklicken der Titelzeile!

    dr. bahnsinn - der Forendoktor