Neue Bim-Linie 12 vereint zwei Bezirke

  • Wenn die eine Option vereinbart ist, hat sich niemand dagegen zu wehren, wenn sie gezogen werden will. Pacta sunt servanda.

    Ganz so ist es - mal wieder - auch nicht.

    Sehr wohl. Verträge sind grundsätzlich einzuhalten. Möchte man sie abändern, muss man wieder verhandeln.

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

    Einmal editiert, zuletzt von Ferrofanaticus (19. November 2023 um 16:56)

  • kostet ein A oder B Kilometer das Vierfache eines E2 Kilometers

    Selbst wenn ich mit einen wirklich vergleichbaren Fahrzeug dem Vergleich anstelle: Diese Instandhaltungskosten müssen hausgemachte Ursachen haben.

    Schließlich bot Siemens den ULF gegen den Flexity an und laut Pressemeldungen war es preislich ein Kopf-an-Rennen im 5% Bereich.

    Gut, die Elektronik hat sich gegenüber dem A/B weiterentwickelt, aber die Instandhaltungs-relevante bewegliche Mechanik ist gleich geblieben bzw hat man sogar die Hydraulik gegen mechanische Federn getauscht.

  • Wenn die eine Option vereinbart ist, hat sich niemand dagegen zu wehren, wenn sie gezogen werden will. Pacta sunt servanda.

    Ganz so ist es - mal wieder - auch nicht.

    Sehr wohl. Verträge sind grundsätzlich einzuhalten. Möchte man sie abändern, muss man wieder verhandeln.

    Richtig. Ich habe auch nichts anderes behauptet.

    Aber du kennst die Verträge nicht.

  • Was? A und B sollen auch schon ausgemustert werden?

    Schwierig die ersten ULFs auf ein konkretes Alter festzunageln, aber ich würde sagen so ab 1997 geht es lost. In nicht ein Mal 4 Jahren sind es somit 30 Jahre und somit durchaus das geplante Alter von Straßenbahnen (ich meine bei den Flexity war mal von 35 Jahren die Rede).
    Ausschreibungen sind durchaus für 10 Jahre gültig, wenn man jetzt auch noch berücksichtigt, dass die Vergabe noch ein wenig dauert, sind die ersten Garnituren schon jenseits der 35 Jahre.

    Schließlich bot Siemens den ULF gegen den Flexity an und laut Pressemeldungen war es preislich ein Kopf-an-Rennen im 5% Bereich.

    Wie sich das ausging, ist mir nicht ganz klar. Und zwar nicht, weil ich den ULF für ein schlechtes Fahrzeug halte, sondern weil es in den Jahren einen radikalen Wandel bei den Fahrzeugen in Richtung einfachere Wartbarkeit gab.

  • Sehr wohl. Verträge sind grundsätzlich einzuhalten. Möchte man sie abändern, muss man wieder verhandeln

    Das ist ja der Punkt. Sobald man einen kleinen Zusatz oder eine Änderung will, geht die Chance für den Bieter auf, sich herauszuwinden, siehe Basel.

    Und traditionell führt Bombardier ein hartes Claim Management.

  • Sehr wohl. Verträge sind grundsätzlich einzuhalten. Möchte man sie abändern, muss man wieder verhandeln

    Das ist ja der Punkt. Sobald man einen kleinen Zusatz oder eine Änderung will, geht die Chance für den Bieter auf, sich herauszuwinden, siehe Basel.

    Und traditionell führt Bombardier ein hartes Claim Management.

    Ich werde die Verträge sicher nicht veröffentlichen, nur soviel:

    Der Preis pro Fahrzeug ist im Falle der D festgelegt und bei den beiden Optionen (von denen die erste Option bereits gezogen wurde und somit schon mal 132 Stk fix geliefert werden (von insgesamt 156 möglichen) derselbe wie jener der Fixbestellung.

    Und (das ist jetzt aber eine persönliche Meinung meinerseits): Die Wiener Linien wären dumm den Rahmenvertrag nicht zur Gänze einzulösen denn so günstig ist ein Niederflurfahrzeug mit der Ausstattung der D nicht mehr zu bekommen!

    Weiters ist zu den D zu sagen daß es zwar Lieferverzug gibt bzw mittlerweile gab, allerdings die gelieferten Fahrzeuge zumindest bislang eine extrem hohe Verfügbarkeit (bei deutlich über 90%) aufweisen können!

  • extrem hohe Verfügbarkeit (bei deutlich über 90%)

    Welche Verfügbarkeit, Fahrplanverfügbarkeit (ohne Resevefahrzeug)?

    Dann ist 90% nicht sonderlich gut für ein städtisches Fahrzeug, da ja nächtens kein Betrieb herrscht, die zeitintensiven Wartungsaktivitäten aufgrund des Fahrzeugalters nicht fällig sind, und alle Ersatzteile nach wie vor in Serie produziert werden.

  • extrem hohe Verfügbarkeit (bei deutlich über 90%)

    Welche Verfügbarkeit, Fahrplanverfügbarkeit (ohne Resevefahrzeug)?

    Dann ist 90% nicht sonderlich gut für ein städtisches Fahrzeug, da ja nächtens kein Betrieb herrscht, die zeitintensiven Wartungsaktivitäten aufgrund des Fahrzeugalters nicht fällig sind, und alle Ersatzteile nach wie vor in Serie produziert werden.

    Die Fahrzeugverfügbarkeit (die Fahrplanverfügbarkeit liegt dzt. bei knapp über 98%).

    Zur Fahrplanverfügbarkeit sei gesagt daß die Wiener Linien mit jeder Linie auf denen neu D eingesetzt werden mehr Planumläufe mit D haben als insgesamt zur Verfügung stehen und somit beim Einsatz der D auf jeder weiteren Linie die ersten paar Wochen die Fahrplanverfügbarkeit schon aus physikalischen Gründen nicht bei 100% liegen kann!

    Zur Veranschaulichung ein aktuelles Beispiel:

    Seitdem seit Schulbeginn im September 2023 auf der Linie 46 D eingesetzt werden benötigt der Betriebsbereich Straßenbahn west (vulgo RDH, SPEIS und OTG) Fahrplanmässig insgesamt 29 Stk D (zur Einführung hatte er dafür allerdings nur 24 Stk D zur Verfügung (335 bis 358), mittlerweile kann der Fahrplan wie vorgesehen gefahren werden weil mittlerweile mit 335 bis 365 (und schon bald 366) ausreichend D zur Verfügung stehen).

    Dieses Prozedere war bislang bei jeder Linie gleich und wird weiterhin beibehalten!

  • Aber du kennst die Verträge nicht.

    Muss ich für ein allgemeines, grundsätzliches (beideutet rechtlich, dass es Ausnahmen geben kann) Statement auch nicht kennen. ;)

    Und traditionell führt Bombardier ein hartes Claim Management.

    Bombardier gibts (in dieser Form) nicht mehr. ;)

    Ich werde die Verträge sicher nicht veröffentlichen, nur soviel:

    Der Preis pro Fahrzeug ist im Falle der D festgelegt und bei den beiden Optionen (von denen die erste Option bereits gezogen wurde und somit schon mal 132 Stk fix geliefert werden (von insgesamt 156 möglichen) derselbe wie jener der Fixbestellung.

    Und (das ist jetzt aber eine persönliche Meinung meinerseits): Die Wiener Linien wären dumm den Rahmenvertrag nicht zur Gänze einzulösen denn so günstig ist ein Niederflurfahrzeug mit der Ausstattung der D nicht mehr zu bekommen!

    Weiters ist zu den D zu sagen daß es zwar Lieferverzug gibt bzw mittlerweile gab, allerdings die gelieferten Fahrzeuge zumindest bislang eine extrem hohe Verfügbarkeit (bei deutlich über 90%) aufweisen können!

    Danke für die Informationen. Und zum letzten Teil: volle Zustimmung!

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!