Neue Bim-Linie 12 vereint zwei Bezirke

  • Rückhalt in der lokalen Presse haben die Gegner jedenfalls...:

    Straßenbahnlinie 12: Bus statt Bim für eine objektive Überprüfung
    Petitionsausschuss Seit 2013 besteht der Petitionsausschuss und setzt sich aus Gemeinderät:innen aller im Wiener Gemeinderat vertretenen Fraktionen zusammen.…
    www.meinbezirk.at


    Bus statt Bim für eine objektive Überprüfung

    • 21. Februar 2024, 00:54 Uhr

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    Petitionsausschuss
    Seit 2013 besteht der Petitionsausschuss und setzt sich aus Gemeinderät:innen aller im Wiener Gemeinderat vertretenen Fraktionen zusammen.
    Unabhängig von der Staatsbürgerschaft sind alle Wiener:innen, die ihr 16. Lebensjahr vollendet haben, berechtigt ihre Anliegen an den Petitionsausschuss heranzutragen.
    Ab 500 Unterstützer:innen wird eine Petition im Ausschuss behandelt.
    Eingebrachte Petitionen sind unter www.petitionen.wien.gv.at einsehbar. Dort können Petitionen auch online unterstützt werden.
    (Handy Signatur oder ID Austria notwendig)

    Petition NEIN zum Bau der 12er Straßenbahn durch die Vorgartenstraße
    Mit dieser Petition wollen Anrainer:innen die Streckenführung in der Leopoldstadt über die Vorgartenstraße bis zur Hillerstraße verhindern. Mit weit über 500 Unterschriften wurde das Anliegen im Ausschuss des Wiener Gemeinderats behandelt.

    Zeitplan und Kosten der Linie 12:
    Im Juni ist Baustart für die geplante 12er Linie. Die Kostenschätzung für eines der teuersten oberirdischen Verkehrsmittel im Nahverkehr beläuft sich auf 60 Mio. Euro für die Steuerzahler, wobei Mehrkosten durch die Preissteigerungen in naher Vergangenheit nicht ausgeschlossen sind.
    Geplante 12er Route in der Leopoldstadt
    Ab der Rebhanngasse soll eine Neubaustrecke von 2,2 km errichtet werden die über die Vorgartenstraße bis zur Hillerstraße führt. Auf der Vorgartenstraße muss sich die Straßenbahn die Fahrbahn mit dem Individualverkehr bis auf ein 230m langes Grüngleis im Abschnitt Haussteinstraße bis Walcherstraße teilen.

    Bei der Straßenbahnhaltestelle Rebhanngasse entsteht ein Kreuzungspunkt mit der Linie 2. Die Haltestelle Bruno-Marek-Allee bildet eine Verknüpfung zur Linie O. Diese liegt im Herzen des Nordbahnviertels beim Bildungscampus Christine Nöstlinger. Die neue Station Krakauer Straße wird in der Vorgartenstraße errichtet, einem verkehrsberuhigten Abschnitt durch die eingeführte 30er Zone. Nächste Halt ist die Vorgartenstraße mit den Umsteigemöglichkeiten zur U1 ohne barrierefreien Zugang im Bereich Vorgartenstraße/Ecke Lassallestraße, sowie den Bussen 11A und 11B. Eine Anbindung ans Straßenbahnnetz durch den 12er ergibt sich bei der Busstation Jungstraße mit den Linien 11A und 11B. Schließlich endet der 12er in der Station Hillerstraße - zugleich Endstelle vom 11B, mit einer Umkehrschleife über die Engerthstraße und Jungstraße.

    Argumente gegen die geplante Streckenführung lieferte die Petitionseinreicherin mehrere. Grundlegend brauche es die Straßenbahnlinie 12 nicht, da das Nordbahnviertel und Stuwerviertel durch die zentrale Lage, nähe Verkehrsknotenpunkt Praterstern, bereits jetzt einwandfrei durch die Linien U1, U2, O, 5, 2, 11A, 11B und 82A an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden sind.
    Für die 12er Linie müssen nicht nur etliche Parkplätze, sondern auch ein 230m langer Grünsteifen mit mehreren Bäumen auf der Vorgartenstraße weichen. Die Feinstaub - und Lärmbelastung wird erhöht, die Aufenthalts - und Wohnqualität gesenkt.
    Kritik gab es auch zur geplanten Umkehrschleife Hillerstraße/Engerthstraße/Jungstraße die sich in einem reinen Wohngebiet ohne nennenswerte Umsteigemöglichkeiten befindet. Auch der Verlust der derzeit bestehenden hohen Verkehrssicherheit wurde kritisiert, durch den 3x längeren Bremsweg einer Straßenbahn gegenüber einem PKW. Zusätzlich wurde eine detailreiche ausgearbeitete Alternativroute eingehend vorgestellt.

    Ergebnis des Petitionsausschusses
    Nach der Anhörung beriet sich der Gemeinderat. Dieser gab eine Empfehlung an die zuständige Stadträtin für Innovation, Stadtplanung und Mobilität Ulli Sima ab.

    Bus statt Bim für eine objektive Überprüfung
    Die Bürgerinitiative Team Vorgartenstraße hat eine neue Petition gestartet.
    Bus statt Bim Überprüfung der Notwendigkeit der Neubaustrecke der Straßenbahnlinie 12
    Die zahlreichen Gegen-Argumente der Bevölkerung und nachteilige Folgen für die Bevölkerung machen eine objektive Evaluierung in der Praxis wünschenswert.
    Begrüßenswert wäre eine Überprüfung durch einen Bus vor der Umsetzung des Straßenbahnprojekts 12, über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren entlang der Neubaustrecke: Rebhanngasse bis Hillerstraße.

    Petition Bus statt Bim Überprüfung der Notwendigkeit der Neubaustrecke der Linie 12
    Gefordert wird:

    • Eine objektive Überprüfung in der Praxis durch einen Bus vor der Errichtung der Neubaustrecke.
    • Eine Überprüfung der tatsächlichen Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Investition von 60 Millionen Euro.
    • Der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel in Randbezirken statt ein Überangebot in einwandfrei angebundenen Gebieten zu schaffen.

    Die Petition kann online unterstützt werden unter:
    https://petitionen.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=a4da09c2fc8342a0815690d18f0de114
    Handy Signatur oder ID Austria erforderlich.

  • So viel geistiger Unsinn in einem einzigen Artikel. :rolleyes: NIMBYtum par excellence...

    Man braucht sich eigentlich nur die drei schwachsinnigen Forderungen dieser Petition anschauen, dann weiß man woher der Hase läuft:

    Zitat

    Eine objektive Überprüfung in der Praxis durch einen Bus vor der Errichtung der Neubaustrecke.

    Auf dieser Neubaustrecke fahren bereits zwei (Gelenks-)Buslinien und die sind voll...

    Zitat
    • Eine Überprüfung der tatsächlichen Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Investition von 60 Millionen Euro.

    Typisches NIMBY-Argument. Wenn die gleiche Summe woanders ausgegeben wird, ist es wurscht.


    Zitat
    • Der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel in Randbezirken statt ein Überangebot in einwandfrei angebundenen Gebieten zu schaffen.

    Abgesehen davon, dass das eine das andere nicht per se ausschließt, wieder Nimbyargument ("woanders, bloß nicht bei mir"), bzw. das sogenannte "Überangebot" bewirkt, dass zwei Gelenksbuslinien regelmäßig bummvoll sind.:rolleyes:

    Und dann bietet man dem auch noch indirekt hier eine Bühne, indem man diesen Mist, samt Link zur Petition auch noch teilt... Nicht einmal ignorieren, wäre eigentlich die Devise.

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

    Einmal editiert, zuletzt von Ferrofanaticus (21. Februar 2024 um 22:22)

  • Die Trasse hätte man sicher vor den Neubauten überlegen können.
    Aber wäre ja nur auf Kosten von Bodenversiegelung und Zementbedarf gegangen,
    und hätte die Chance auf maximale Kubatur und dichteste Wohnraumpackung vergeben.