Spektakuläre (Fast-)Abstürze von Schienenfahrzeugen

  • 22. 10. 1895: [Gare Montparnasse, Paris, Frankreich] Ein Unfall mit spektakulären Folgen, von denen Fotos um die ganze Welt gingen, aber Gottseidank mit glimpflichem Ausgang. ....

    Ich meine mich zu erinnern, dass es ein Bild aus Wien gibt, wo ein Zug ebenfalls auf eine Straße "gestürzt" ist. Aber nicht aus einem Bahnhof, sondern von einem Abstellgleis oder ähnlichen. Kann mir jemand weiterhelfen?

  • Ich meine mich zu erinnern, dass es ein Bild aus Wien gibt, wo ein Zug ebenfalls auf eine Straße "gestürzt" ist. Aber nicht aus einem Bahnhof, sondern von einem Abstellgleis oder ähnlichen. Kann mir jemand weiterhelfen?

    Gerne! Hier bitte:

    Zitat von dr. bahnsinn

    21. 02. 1928: [Bhf. Heiligenstadt, Wien] Die 170.744 überfährt einen Gleisabschluss und landet mit extremer Schräglage in der Unterführung Gunoldstraße:

    Foto: Friedrich Angerer


    Quelle: Bahn im Bild-Band 13 - Unfälle und Schadensfälle, Verlag Pospischil, Wien 1980.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Das Bild aus Heiligenstadt erinnert mich an ein - allerdings nicht ganz so spektakuläres, aber für mich doch beeindruckendes - Ereignis in Tullnerbach-Pressbaum. Um die Mitte der 1950er Jahre, ich war damals etwa 10 Jahre alt, geriet eine 1161 mit ein paar wenigen Waggons über das Ende des damals noch vorhandenen Schutzgleises an der ostseitigen Ausfahrt des Bahnhofs hinaus

    und stürzte, vom Gleis 3 kommend etwa dort, wo sich heute die Weiche Nr. 4 befindet, in das dortige Grünland. Sie blieb, nach vorne gekippt, in Schräglage hängen.


    An ein Foto war natürlich damals nicht zu denken. An Zeitungsberichte kann ich mich auch nicht erinnern. Aber möglicherweise ist in einem der Archive etwas dazu zu finden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Werner ()

  • An ein Foto war natürlich damals nicht zu denken. An Zeitungsberichte kann ich mich auch nicht erinnern. Aber möglicherweise ist in einem der Archive etwas dazu zu finden.

    Im oben zitierten BiB-Band 13 sind mehrere (Verschub-)Abstürze abgebildet, jener von Dir geschilderte in Tullnerbach leider nicht. Stellvertretend für diese Vorfälle stelle ich aber noch jenen von Villach am 28. 5. 1915 hier rein:

    Zitat von dr. bahnsinn

    28. 05. 1915: [Villach] Eine Verschubgarnitur kann nichtrechtzeitig gebremst werden, worauf Lok 1617 den Gleisabschlussüberfährt und spektakulär auf den Tender aufreitet:
    Foto: Archiv Griebl


    Quelle: BiB-Band 13 - Unfälle und Schadensfälle, Verlag Peeter Pospischil, 1. Auflage, Wien 1980.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Danke @dr. bahnsinn für die spektakulären Bilder der Lok-Abstürze aus Paris, Heiligenstadt und Villach.
    Man sieht, wie abenteuerlich und offenbar auch riskant das Bahnfahren, insbesondere für die Lokführer (damals hießen sie ja noch so) und Heizer früher war.


    Wenn man einige Postings in diesem Forum liest, hat man den Eindruck, solche Beinahe-Abstürze kämen in jüngerer Zeit nur bei U-Bahnen vor ??? ;(

    Einmal editiert, zuletzt von Werner ()

  • Ich kenne von Erzählungen, dass man als Eisenbahner in Kopfbahnhöfen nicht auf die offene Plattformen ging. Das wird schon seine Gründe gehabt haben.

  • Da gab es ja 1981 am Ostbahnhof in Wien einen furchtbaren Unfall als ein Zug, der nicht rechtzeitig zum Halten kam, gegen den Prellbock fuhr.
    Rettungsärzte amputierten vor Ort Fahrgästen eingequetschte Beine.
    Grund war angeblich, dass der Lokführer während seine (Nacht)Ruhezeit in Nickelsdorf einbrechen ging, daher unausgeschlafen war und nach eine LA in der Einfahrt des Bhf. den Zug wieder beschleunigte und dann einschlief.