Das Mobilitätsprogramm der neuen Wiener Stadtregierung

  • "Die Lösung: Tangentiale Verbindungen, um Randbezirke zu verbinden, anstelle über die Innenstadt umsteigen zu müssen. Nagler lobt die neuen Bemühungen der Stadt, endlich einen umfassenden S-Bahn-Ring in Wien zu schaffen, der die S45 über den Handels- und Praterkai mit der S80 verbindet - die Pläne lägen schon seit 20 Jahren als Entwurf vor."

    Öffi-Ausbau: Wie Wien Auto-Pendler für die Bahn motivieren will
    Drei von vier Pendlern überqueren die Wiener Stadtgrenze im Auto. Der Umstieg auf die Bahn würde Verkehr und Umwelt entlasten. Wie die Hauptstadt den…
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  • "Die Lösung: Tangentiale Verbindungen, um Randbezirke zu verbinden, anstelle über die Innenstadt umsteigen zu müssen. Nagler lobt die neuen Bemühungen der Stadt, endlich einen umfassenden S-Bahn-Ring in Wien zu schaffen, der die S45 über den Handels- und Praterkai mit der S80 verbindet ...

    Nur dass die Verbindung dann eben nicht in die äußeren bezirke 21 und 22 geht, was sich irgentwie wiederspricht.

  • Im Koalitionsabkommen der SPÖ-NEOS-Stadtregierung wurde 2020 die Errichtung einer Stadtseilbahn vereinbart. Bis Ende 2022 sollte mittels Machbarkeitsstudie eben jene Machbarkeit geprüft werden. Doch die Studie wurde noch nicht einmal in Auftrag gegeben.

    Studie: Stadtseilbahn wird nicht empfohlen
    Eine Studie im Auftrag der Stadtregierung hat die Machbarkeit von zwei Stadtseilbahn-Projekten geprüft, die Verbindung Hütteldorf – Otto Wagner Areal –…
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  • Bim auf Überholspur - Wien bekommt keine neue U-Bahn mehr

    Öffis: Wien bekommt keine neue U-Bahn mehr
    Das Öffi-Netz in der Stadt wächst und wächst. Im Untergrund und an der Oberfläche wird massiv ausgebaut. Damit gehen auch notwendige Bauarbeiten mit ...
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    17.04.2024 06:00

    Circa 300.000 Wiener werden in Gehdistanz zu einer neuen U2-Station oder U5-Station wohnen. Trotz des Ausbaus wird die U5 die letzte neue U-Bahn in Wien sein. (Bild: Wiener Linien / Johannes Zinner)

    Circa 300.000 Wiener werden in Gehdistanz zu einer neuen U2-Station oder U5-Station wohnen. Trotz des Ausbaus wird die U5 die letzte neue U-Bahn in Wien sein.

    (Bild: Wiener Linien / Johannes Zinner)

    Das Öffi-Netz in der Stadt wächst und wächst. Im Untergrund und an der Oberfläche wird massiv ausgebaut. Damit gehen auch notwendige Bauarbeiten mit Einschränkungen einher. Die zukünftig noch größer und länger ausfallen könnten, warnt die Wiener-Linien-Chefin. Nach dem Motto „Straßenbahn hui, U-Bahn pfui“ soll aber nur noch das Bim-Schienennetz wachsen. Das steckt dahinter.

    Erst vor einem Monat haben die Wiener Linien das Jahrzehnt der Modernisierung des Öffi-Netzes ausgerufen. Die Folgen sind weitreichende Baustellen, die teils gravierende Auswirkungen auf sehr viele Öffi-Kunden haben. Schon heuer wird der Bohrer in großem Stil angesetzt (siehe Grafik weiter unten). Die umfangreichen Bauarbeiten seien alternativlos, damit Wien die lebenswerteste Stadt der Welt bleibe, wie die Wiener Verkehrsbetriebe betonen. Doch das könnte noch nicht alles gewesen sein.

    Insgesamt umfasst das Projekt U2xU5 rund elf Kilometer U-Bahn-Tunnel und zwölf neue Stationen. Das CO2-Einsparungspotenzial beträgt laut Wiener Linien bis zu 75.000 Tonnen jährlich. (Bild: Wiener Linien/Tobias Holzer)

    Insgesamt umfasst das Projekt U2xU5 rund elf Kilometer U-Bahn-Tunnel und zwölf neue Stationen. Das CO2-Einsparungspotenzial beträgt laut Wiener Linien bis zu 75.000 Tonnen jährlich.

    (Bild: Wiener Linien/Tobias Holzer)

    U5 soll die letzte U-Bahnlinie in Wien sein
    Denn nun ließ Wiener Linien-Chefin Alexandra Reinagl in einem Vortrag bei einer Veranstaltung der Schweizer Handelskammer aufhorchen. Die Managerin, deren Vertrag erst vor wenigen Tagen um fünf Jahre verlängert worden war, warnte dort vor langen und großen Baustellen. Jährlich müssten nämlich drei Prozent des Schienennetzes erneuert werden. Die Baustellen würden sich demnach im Sommer nicht mehr ausgehen, weil sie länger und auch größer werden.

    Wiener-Linien-Chefin Alexandra Reinagl kündigte jetzt noch größere und längere Öffi-Baustellen an. (Bild: Wiener Linien / Robert Peres)

    Wiener-Linien-Chefin Alexandra Reinagl kündigte jetzt noch größere und längere Öffi-Baustellen an.

    (Bild: Wiener Linien / Robert Peres)

    Dann eine weitere, überraschende Ankündigung. Trotz des derzeit massiven Ausbaus des U-Bahnnetzes mit dem Mega-Öffi-Projekt U2xU5 soll die U5 die letzte neue U-Bahn in Wien sein. Warum? „Weil man sich fragen muss, wie umweltverträglich die U-Bahn ist. Stichwort Tiefbau und CO₂“, so Reinagl weiter. Dabei wird gerade das Gesamtprojekt U2xU5 immer als Wiens größtes Klimaschutz- und Infrastrukturprojekt aller Zeiten angepriesen. Das Büro von Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) verweist dazu auf die Wiener Linien.

    Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Wiener Linien-Chefin Alexandra Reinagl und Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) beim Spatenstich der Straßenbahninie 27 in der Donaustadt. (Bild: Simon Wöhrer)

    Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Wiener Linien-Chefin Alexandra Reinagl und Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) beim Spatenstich der Straßenbahninie 27 in der Donaustadt.

    (Bild: Simon Wöhrer)

    „U-Bahnen sind gesamtheitlich betrachtet sehr umweltverträglich“, sagen die Wiener Linien. Nachsatz: Bei der Realisierung haben Straßenbahnen bezüglich Dauer, Komplexität und Ressourceneinsatz (Beton, Stahl etc.) die Nase vorne. Denn während U-Bahnen mehrere Jahre Bauzeit und umfangreiche Tiefbauarbeiten erfordern, könnten die neuen Linien 12 und 27 oder der Ausbau der Linie 18 in rund eineinhalb Jahren Bauzeit an der Oberfläche errichtet werden. Reinagls Vision: Wien soll Tramhauptstadt der Welt werden. Aktuell existiert hier das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt – mit 28 Linien und einer Betriebslänge von 171 Kilometern.

    Straßenbahn-Ausbau als Politerbe von Ex-Stadträtin Maria Vassilakou
    Dabei geht der Ausbau der „Elektrischen“ viel länger zurück. Bereits Ex-Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) setzte auf den Bim-Ausbau, wollte etwa eine neue Linie für den Süden der Stadt. Unter ihrer Ägide wurden dann die Linien O und D verlängert – die Projekte der Linien 25 und 26 vorbereitet.

    Wien hat bereits jetzt das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt und es wird noch weiter wachsen. (Bild: Wiener Linien / Manfred Helmer)

    Wien hat bereits jetzt das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt und es wird noch weiter wachsen.

    (Bild: Wiener Linien / Manfred Helmer)

    Nun erlebt die Tramway also wieder eine Renaissance. Die Wiener Linien würden die Straßenbahn auch gerne in das Umland bauen, dafür brauche man aber Partner, die derzeit noch offen sind. Die Linie 72 hätte bis zum Jahr 2025 über die Stadtgrenze nach Schwechat verlängert werden sollen. Wann es so weit ist, ist derzeit aber noch völlig unklar. Sie wurde gemeinsam mit dem Land Niederösterreich präsentiert, aktuell würden Gespräche zur Finanzierung laufen, heißt es auf „Krone“-Anfrage. Die Hand der Stadt Wien sei seit Längerem ausgestreckt, der Ball liege hier beim Land Niederösterreich.