Nachrichten von gestern

  • Vor 50 Jahren, im Februar 1976, begannen im SGP-Werk in Graz die Zerlegungsarbeiten am 1964 bei SGP gebauten Einzelstück LDE 1450, das gerade einmal 12 Jahre alt geworden war. Davor war es nach einem größeren Schaden bereits seit 1972 abgestellt gewesen. Und auch in den Jahren davor war die LDE 1450 wegen der laufend auftretenden Motorenprobleme immer wieder über längere zeit abgestellt gewesen.

    Das obere Foto zeigt die Überreste der Maschine während der Verschrottung und am unteren Foto sieht man bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Maxing mit dem Güterzug 1761 am 3. April 1965:
    Foto unten: Pfeiffer, aus: Eisenbahn-Heft 5/1976, S. 72.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Laut Eisenbahn-Heft 5/1971 beabsichtigten die ÖBB im Frühjahr 1971 dem Zeitgeist entsprechend, das bekannte Flügelrad-Symbol gegen ein Logo zu tauschen. Zu diesem Zweck wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem insgesamt 450 Entwürfe eingingen. Von diesen Entwürfen wählte eine Jury 16 Entwürfe für die Endauswahl aus, in der sie u. a. genauer auf ihre Sichtbarkeit und Verständlichkeit getestet wurden. Was dabei herauskam, ist hinlänglich bekannt und außerdem auch schon wieder passé.

    Hier die Logos, die damals in die engere Auswahl kamen:

    Gibt (gab) es das erste Logo nicht im britischen Bereich? Kommt mir irgendwie so bekannt vor.

  • Beim Neubau des Annabergtunnels im Zuge der Strecke Bruck an der Mur - St. Michael kam es vor knapp 80 Jahren, am 15. 8. 1941, zu einem gewaltigen Felssturz, der die Baustelle verlegte:

    Foto: Archiv Sepp Tesak, aus: BiB-Band Nr. 13, Verlag P. Pospischil, Wien 1980.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Eine Nachricht von gestern extra für den Draisinenfan: Der Kleinwagen X 701.1030, genannt "Regiefahrer-Express" war auf der Summerauer Bahn das einzige Fahrzeug, mit dem die Ablöser des Streckenpostens in der Feldaist-Schlucht bei Selker vom Bhf. Kefermarkt aus an ihren Arbeitsplatz gelangen konnten. Im Hintergrund hinter der Feldaist-Biegung ist schemenhaft der Ort Kefermarkt zu erkennen:
    Foto: Peter Schmied, aufgenommen am 19. 6. 1970. Aus: BiB-Band 38 - Bahnen im Mühlviertel, Verlag P. Pospischil, Wien 1984.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Es ist gerade einmal 15 Jahre her, dass das Foto mit dem 5042.14 aufgenommen wurde, aber angesichts der Tatsache, dass heute hier der Thayatal-Radweg verläuft, ist es trotzdem eine Nachricht von gestern.

    Am 17. 4. 2006 befuhr der 5042.14 mit einer Reisegruppe die Thayatalbahn, wobei bei der ehemaligen Haltestelle Radlmühle bei Waldkirchen ein Fotohalt eingelegt wurde. Damals ahnte noch niemand, dass nur knapp zweieinhalb Monate später, die Thayatalbahn Geschichte sein werde, nachdem infolge eines Katastrophenunwetters am 30. Juni 2006 (siehe hier) die Bahntrasse in der Nähe des Bhf. Thaya auf über 100 m Länge weggerissen worden war:

    Foto: Liebhart, aus: Sva-Heft 6/2006, S. 21.

    Drei Jahre später hatte ich dienstlich in der Gegend zu tun und habe dabei, so wie auch bei früheren und späteren Dienstreisen den Niedergang der Tayatalbahn dokumentiert. Am 16. 7. 2009 schaute es dort so aus:
    Foto: dr. bahnsinn

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  • Noch eine Nachricht von gestern mit dem gleichen Ergebnis wie jene im Vorposting: Radweg statt Bahntrasse. Vor zehn Jahren, am 15. 4. 2011 verließen die letzten Schienenfahrzeuge der Haager Lies hinter der 2070 002 der ÖBB den Bahnhof Bachmanning. Abbefördert wurden folgende Fahrzeuge (in der angeführten Reihenfolge): ET 25 103 (4855 001), der historische Niederbordwagen 24 423 der LV, die beiden SGP-Vierachser B4ip 22 209 und BD 22 254 der LILO aus dem Jahr 1950, der MBS-Wagen 24 204, der Laternendach-Güterwagen 119 481, der Gleichrichterwagen EGL 25 052, der ET 25 102 (Bj. 1932) der Gleichrichterwagen EGL 25 051 und am Zugschluss der historische ET 24 001. Das Foto zeigt den abfahrbereiten Zug im Bhf. Bachmanning vor seiner Fahrt nach Lambach:

    Foto: M. Leitner, aus: EÖ-Heft 6/2011, S. 269.

    Der EGL 25 052 (Bj. 1952) befindet sich als Dauerleihgabe im Eisenbahnmuseum Schwechat. Das Foto zeigt in bei der Durchfahrt durch Wien-Nußdorf im Rahmen der Überstellfahrt von Vorchdorf nach Schwechat am 24. 10. 2015:

    Foto: dr. bahnsinn

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Beim Neubau des Annabergtunnels im Zuge der Strecke Bruck an der Mur - St. Michael kam es vor knapp 80 Jahren, am 15. 8. 1941, zu einem gewaltigen Felssturz, der die Baustelle verlegte:

    Foto: Archiv Sepp Tesak, aus: BiB-Band Nr. 13, Verlag P. Pospischil, Wien 1980.

    Ist der Felssturz auf der Leobener- oder St. Michaeler Seite passiert? Ich kann es weder der einen noch der anderen Seite zuordnen.

  • Ist der Felssturz auf der Leobener- oder St. Michaeler Seite passiert? Ich kann es weder der einen noch der anderen Seite zuordnen.

    Das geht aus dem Bildtext nicht hervor, der da lautet: "Beim Neubau des Annabergtunnels bei St. Michael kam es am 5. 3. 1941 zu einem felssturz, der die Baustelle verschüttete."

    Vielleicht helfen die Fotos auf der Seite https://www.eisenbahntunnel.at/inhalt/tunnelp…1-annaberg.html beim Zuordnen weiter. Ich kann es nicht, weil ich den Tunnel nur vom Durchfahren bzw. von der S 6 aus kennen.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor