Nachrichten von gestern

  • Vor 45 Jahren: "Dampflokausblasen" in Deutsch Wagram

    Nachdem es bereits seit Ende 1976 mit Ausnahme der Erzbergbahn auf Österreichs Normalspurstrecken so gut wie keine Dampflokeinsätze mehr gegeben hatte, nahmen die ÖBB am 13. Januar 1978 das 140 Jahr-Jubiläum der Fahrt des ersten Planpersonenzuges zwischen dem Nordbahnhof in Wien und Deutsch Wagram am 6. Januar 1838 zum Anlass, das offizielle Ende des normalspurigen Dampflokbetriebes in Österreich zu inszenieren, indem man zwischen Wien Nord und Deutsch Wagram einen von der Museumslok 17c 372 und der 93.1455 gezogenen, aus fünf Spantenwagen bestehenden Sonderzug in Verkehr setzte. Im Rahmen eines Festaktes wurde anschließend in Deutsch Wagram offiziell der "Dampf ausgeblasen", indem die Lokführer der beiden Maschinen durch Öffnen von allem, wo Dampf ausströmen konnte (Bläser, Zylinderhähne, Heizungsanschlüsse), die Lokomotiven in eine Dampfwolke hüllten. Nach dem "Ausblasen" waren die beiden Lokomotiven offiziell nicht mehr fahrfähig und wurden von der 1042.707 in Richtung Heizhaus Strasshof geschleppt. In Wahrheit fuhr diese Fuhre nur bis zum Einfahrsignal von Deutsch Wagram, von wo aus die beiden Maschinen selbständig ins Heizhaus Strasshof einrückten. Die Festgäste wurden in einem aus Schlieren bestehenden und von der 1044.02 gezogenen Sonderzug von Deutsch Wagram nach Wien zurückgebracht. Das Foto zeigt den Sonderzug auf der Fahrt nach Deutsch Wagram auf der Nordbahnbrücke über die Donau:

    Quelle: Zeitschrift Eisenbahn, Heft 3/1978, S. 51. Foto: Peter Seelmann.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Es ist vor 2 Monaten eine Dokumentation zur Planung und Bau der ÖBB Railjets auf YouTube aufgetaucht:

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Neue freie Presse 14.09.1870


    Zum Schmunzeln ein rüstiger Greis.

    Weniger lustig der Unfall.

    Eine klassische "besetzte Durchfahrt" wegen mangelhafter Fahrstraßenprüfung. Aus welchen Gründen (Nebel, ...) auch immer.


    Ich erlebte bei einem nächtlichen Besuch in Inzersdorf Mezgerwerke wie Egon Charlemont wegen praktisch 0 Sicht den Bahnhof in die eine Richtung abschritt und mich in die andere schickte um nachzusehen ob nichts auf dem Gleis liegt. Beim ansässigen Schrotthändler ... .
    Ein unheimliches Vertrauen.

  • Vor 60 Jahren, als es im Innviertel noch richtige Winter gab, blieb am 20. Januar 1963 auf der Hausruckbahn der von der 86.752 gezogene P 3420 (Schärding - Attnang-Puchheim) zwischen Gopperding und Suben in einem zugewehten Geländeeinschnitt beim Wärterposten 136 im Schnee stecken. Die Zuglok des Folgepersonenzuges, vermutlich die 86.241, wurde zur Hilfeleistung angefordert, zog den Wagenzug aus den Schneemassen, scheiterte aber daran, auch die 86.752 aus dem zusammengepressten Schnee zu ziehen. Schließlich konnte die Verschubreserve des Bhf. Schärding, eine Dampflok der Reihe 657 die 86.752 aus dem Schnee befreien, nachdem zuvor Mitglieder der FF Roßbach und Strafgefangene aus der Justizanstalt Suben die Lok freigeschaufelt hatten:

    Quelle: Zeitschrift Eisenbahn, Heft 4/1983, S. 66. Foto: Johann Weinberger.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor