Express-Züge auf Abwegen

  • Wikipedia spricht von 22 %o Steigung ... weiß jemand wo die ist?

    22 ‰ halte ich für einen Schreibfehler, denn ich wüsste nicht, wo die sein soll. Ich vermute, dass 12 ‰ gemeint sind, denn der 1,1 km lange Abschnitt zwischen Ausfahrt aus dem Bhf. Grein-Bad Kreuzen und der Einfahrt in die Hst. Grein Stadt weist eine Steigung von 12 ‰ auf.

    B2 hätte eine 52 doch auch geschafft?

    Vielleicht war kurzfristig keine verfügbar? In Krems waren damals, soweit ich mich erinnern kann, keine 52er stationiert, dafür gab es 93er (für Donauuferbahn, Kamptalbahn und Krems - Herzogenburg) in Hülle und Fülle.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Hier noch ein weiteres Umleiterschmankerl, was die Bespannung betrifft, allerdings mit bescheidener Bildqualität: Die 2045.01 durchfährt am 20. 3. 1980 mit der Garnitur des Ex 264 "Mozart" samt abgebügelter 1042.633 den Bhf. Moosbierbaum-Heiligeneich im Tullnerfeld. Ursache war der Zusammenstoß des G 55526 Penzing - Passau mit dem Sammler BzG 70059 St. Pölten - Penzing um 23:39 Uhr des 19. 3. im Bhf. Kirchstetten auf Grund einer unerlaubten Verschubfahrt des BzG 70059. Die Streckensperre dauerte bis 17:49 Uhr des 20. 3. Während der Unterbrechung der Westbahn wurden 27 Fernverkehrszüge in einer Art "Rund-um-Wien-Fahrt" von Wien West über Meidling - Wien Süd Fbf. -Erdberger Lände- - Donauuferbahn - Nußdorf - Tulln - Herzogenburg umgeleitet. Die Verspätungen betrugen durchschnittlich zwei Stunden. Elf Güterzüge wurden über Oberlaa - Kl. Schwechat - Stockerau - Krems - Herzogenburg - St. Pölten umgeleitet:

    Foto: Seelmann, aus: Eisenbahn-Heft 5/80, S. 94.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Im HYTRAIL Projekt gibt es eine Aufstellung der nicht-elektrifizierten Strecken, auch dort wird die Donauuferbahn mit 22 Promille geführt. Sowohl in einem 68.112 langen Abschnitt mit Streckenklasse B2 bis C4 (wäre genau Krems - Sarmingstein, Zufall?) und einem 7.280 Abschnitt der Streckenklasse D4 (das wäre dann St. Valentin - Mauthausen).

  • Im HYTRAIL Projekt gibt es eine Aufstellung der nicht-elektrifizierten Strecken, auch dort wird die Donauuferbahn mit 22 Promille geführt.

    Ich weiß beim besten Willen nicht, wo das wäre. Im Machland ist es flach wie ein Brett und auch sonst gibt es keine markanten Steigungsabschnitte. Abgesehen vom oben erwähnten zwischen Grein-Bad Kreuzen und Grein Stadt in Fahrtrichtung Krems vielleicht noch jenen zwischen St. Nikola und Struden auf einer Länge von rd. 1 km mit 7 - 8 ‰ in Richtung St. Valentin sowie jenen zwischen Dürnstein-Oberloiben und Unterloiben in Fahrtrichtung Krems, der meines Wissens auch unter 10 ‰ hat. Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Am 26.8.2003 sind wir mit einem EC von Prag nach Berlin gereist.
    In der Station Bad Schandau kam dann die Durchsage, dass der Zug wegen Bauarbeiten heute über Neustadt und Stolpen fahren wird und die Umleitung rund 90 Minuten Zeit benötigt, aber dafür ein einmaliges und landschaftlich reizvolles Erlebnis ist.
    Es wurde eine Diesellok angekoppelt und schon bewegte sich der Zug in eine andere Richtung.
    Und es war dann wirklich einmalig, wie der EC durch die Landschaft schaukelte und zuckelte.
    An den alten Bahnhöfen und Brücken standen Fotografen mit Stativen, die das einmalige Erlebnis fotografierten.
    Wir waren im letzten Wagen und so knipste ich mit dem Handy dieses Foto.

    Und das war die Strecke

    Hier noch einige Details von Sachsenschiene

  • Irgendwann hab ich gehoert, die 22%o sind bei Persenbeug.

    Aus meiner Ortskenntnis heraus schier unmöglich. 22 ‰ hätten Gebirgsbahncharakter und das ist bei einer Strecke die abgesehen vom Machlandabschnitt konsequent in einem der größten Stromtäler Europas verläuft nicht denkbar.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor