Express-Züge auf Abwegen

  • Und das ist auch der Grund, weswegen es "heute" so gut wie ausgeschlossen ist, über solche Strecken auszuweichen, weil den Aufwand keiner bezahlen würde! Somit wäre, wie die Ferros gerne herumraunzen, auch eine Umleitung über den Gerichtsberg heute ausgeschlossen, die Donauuferbahn dito. "Heute" gibt es eine taxative Liste mit den im Problemfall genutzten Umleitungstrecken. Aber diese muss ein EVU auch (dazu)buchen, um im Störungsfall umgeleitet zu werden, ansonsten stehen sie, bis die Strecke wieder hergestellt ist.

  • Wo sind meine Herztropfen ? Das Bild ist für einen 2143 Freund ja der Hammer !
    Vielen Dank für das Einstellen.
    Kenne Laßnitzhöhe übrigens aus den Zeiten, als die 2016 noch nicht dort tätig war und der Gesamtverkehr zwischen Fehring und Graz mit Loks der BR 2143 abgewickelt wurde. Der wohl imposanteste Zug war ein Frachtenzug, der am Spätnachmittag von Fehring nach Graz fuhr und 3 Loks drauf hatte. Das war ein Sound, den Zug hörte man schon ein ganzes Stück vorher. Die Last war dementsprechend ordentlich. Alle 3 Loks kamen mit Fahrstufe 15 in den Bahnhof rein, erst da wurde langsam zurückgeschaltet. Die Durchfahrt war selbstverständlich schon gestellt und somit konnte der Zug in den Tunnel und Ri. Graz verschwinden.


    Gruß
    2143 030

    (die war glaub ich in der Ecke nicht anzutreffen)

  • Vor 25 Jahren, im Februar 1997 streikten die Beschäftigten der ČD gegen den geplanten Personalabbau und gegen die Einstellung mehrerer Nebenbahnen, weshalb die zwischen Österreich und Polen verkehrenden D- und EC-Züge "Chopin" und "Sobieski" über Marchegg und die Slowakei umgeleitet wurden. Im Beitrag Nr. 41 hier in diesem Thread gibt es bereits zwei Fotos davon und heute füge ich noch eines dazu, das die Ausfahrt des mit der ZSR-Lok 771 052 bespannten Umleitungszuges 11400 (EC 104 "Sobieski") aus Marcegg zeigt:
    Quelle: EÖ-Heft 4/1997, S. 146. Foto: Kurt Feuerfei.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Vor 55 Jahren, am 8. 6. 1967, kam es auf der Westbahn im Wienerwaldabschnitt bei Ollersbach zum Zusammenstoß zweier Güterzüge (Bericht siehe hier), weshalb während der Streckenunterbrechung die Fernzüge über die Südbahn bzw. über Herzogenburg, Tulln und die Vorortelinie umgeleitet wurden.

    Der mit der 1018.05 bespannte Ex 20 "Wiener Walzer" fuhr von Bischofshofen durch das Ennstal und über den Semmering bis Meidling. Über die Verbindungsbahn bis Wien West führte die 52.3810 den Zug. Das Foto zeigt den Zug bei Maxing mit der abgebügelten 1018.05 am Zugschluss:

    Der Ex 40 "Mozart" wurde über Tulln und die Vorortelinie umgeleitet und wurde von der 2050.01 geführt. Das Foto zeigt den Zug beim hernalser Friedhof:

    Fotos: Friedrich Haftel, aus Zeitschrift Eisenbahn, Heft 8/1967, S. 155.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Vor 50 Jahren, am 5. 10. 1972 entgleiste im Bhf. Liesing beim Verschub eines Zementzuges nach Waldmühle ein leerer Zementwagen. Dabei wurde ein Fahrleitungsmast geknickt und der Südbahnverkehr unterbrochen. Die Fernzüge wurden deshalb bis auf eine Ausnahme über die noch nicht elektrifizierte Pottendorfer Linie umgeleitet. Hier stellvertretend ein Foto, das den umgeleiteten TS 172 (4010.16) mit der 2143.11 in Altmannsdorf zeigt:
    Foto: Peter Seelmann, aus: Zeitschrift Eisenbahn, Heft 12/1972, S. 186.

    Als einziger Zug wurde der TS 181 (4010.12) mit der 2143.11 über die Ostbahn und Gramatneusiedl. umgeleitet. Hier bei der Durchfahrt durch den Bhf. Gramatneusiedl:
    Foto: Peter Schmied, aus: Zeitschrift Eisenbahn, Heft 12/1972, S. 186.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Hier wieder einmal eine Umleiter-Sichtung. Im Juni 2013 war die Verbindung München - Salzburg bei Rosenheim hochwasserbedingt unterbrochen, weshalb einige Fernzüge über Mühldorf umgeleitet werden mussten. Als Zuglokomotiven kamen Maschinen der Reihe 2016 zum Einsatz. Auf dem Foto ist die 2016 068 mit dem IC 2946 bei Surheim zu sehen:

    Foto von R. Alber, aus: EÖ-Heft 7/2013, S. 362. Aufgenommen am. 6. 6. 2013.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Aktuell könnte es reichlich Umleiter über Marchegg geben, nur hat man den FV leider auf SEV umgestellt und die Güterzüge in der Nacht sind schwierig abzubilden.

  • Vor 15 Jahren, am 6. März 2009, musste der EC 31 wegen eines Felssturzes auf die Rudolfsbahn über den Neumarkter Sattel über den Obdacher Sattel umgeleitet werden. Auf dem Foto unten ist die 2016 051 vor der 1044 040 bei Kathal zu sehen:

    Foto: Th. Leitner, aus: EÖ-Heft 5/2009, S. 2015.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor