[DE] Lückenschluss für die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm

  • Ups, da hätte ich wohl besser suchen müssen; danke für den Hinweis. Mein Beitrag kann dafür gerne auch weg

    Kann passieren, aber bitte besser aufpassen, sprich alle Beiträge lesen, das erspart uns Mehrfachpostings mit gleichen Inhalten.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Auch heute gab es wieder Probleme, insbesondere mit ETCS. Nachzulesen hier. Die DB gibt einem Tfzf., der einen Bedienfehler begangen haben soll, die Schuld. Die Tfzf. sagen hingegen, dass das Einwählen ins ETCS nicht funktioniert. Das wird spannend.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Argh, das ärgert mich:

    Die Probeeinwahl in ETCS funktioniert zwar, der Zug fährt somit auf die Neubaustrecke, kann sich dort aber nicht abschließend in ETCS einwählen. Dadurch bleibt der Zug stehen. Anschließend muss der Zug zurückfahren, was in der Fachsprache auch als "zurücksetzen" bezeichnet wird.

    Mich stört es eigentlich, dass sich das Zufahrtssicherungssignal laut OpenRailwayMap anscheinend im Albabstiegstunnel befindet:

    Dadurch, dass dieses bis zur vollständigen Aufnahme eines in Richtung Wendlingen fahrenden Zuges in ETCS L2 (was laut meinem Wissenstand ~ 12 Sekunden dauert) Rot zeigt, kann dieses erst recht spät dunkelgeschaltet werden. Muss das im Fehlerfall nicht einen furchtbaren Aufwand darstellen? Hätte man dies nicht besser lösen können bzw. war dies eigentlich anders geplant?

  • Es kommt noch ärger.. :

    Der Bau der Filstalbrücke im Zuge der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm beschäftigt die Staatsanwaltschaft Stuttgart. Es werde wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs gegen sechs Personen ermittelt, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag der dpa. Es stehe unter anderem der Verdacht im Raum, "dass mehr Arbeitskräfte und mehr Material abgerechnet wurden, als tatsächlich benötigt."

    Es gehe insgesamt um sechs an dem Projekt beteiligte, "nicht-bahneigene" Unternehmen.

    Zunächst hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet. Der Sprecher der Anklagebehörde sagte, derzeit werde von einem Mindestschaden im mittleren sechsstelligen Bereich ausgegangen.

    Mehr dazu auf https://www.t-online.de/

  • Zitat

    Die Kosten für die Filstalbrücke sind geradezu explodiert: Statt rund 50 Millionen werden wohl bis zu 161 Millionen Euro fällig. Eine Folge von Betrug?

    und weiter

    Zitat


    Der Sprecher der Anklagebehörde sagte, derzeit werde von einem Mindestschaden im mittleren sechsstelligen Bereich ausgegangen.

    Ein mittlerer sechsstelliger Betrag sind 400.000,-- bis 600.000,--. Die Kostenüberschreitung lässt sich damit nicht erklären, die liegt im Millionenbereich. 161Millionen statt 50 Millionen = 111Millionen Mehrkosten, das ist auch eine Kostenüberschreitung von mehr als 200% oder Verdreifachung der Kosten. Bei einem Tunnel liesse ich mir das ja noch einreden, dass das pssieren kann, weil man die Geologie komplett falsch einschätzt, aber bei einer Brücke, da sind schon Planung und Kontrolle der Planung komplett aus dem Ruder gelaufen.

    Ich sag es so: Diese Baustelle bestätigt mir einmal mehr meine Vermutung, dass man in Deutschland das Bauen verlernt hat.