Projekt: Straßenbahn nach Rannersdorf

  • Öffi-Projekt: Bim nimmt Fahrt auf

    Die Idee einer Straßenbahn nach Rannersdorf ist weiterhin intensiv im Gespräch.
    Gelesen in der NÖN

    Erstellt am 08. November 2021 | 05:20

    Die Stadt Wien will ihr Bim-Netz auch ins Umland ausbauen.
    Foto: Wiener Linien/ M.Helmer


    Geht es nach Wien, wird in etwa drei Jahren die Straßenbahnlinie 72 nach Rannersdorf fahren. Knackpunkt in den laufenden Gesprächen mit Niederösterreich sind die Kosten, eine Einigung steht noch aus.


    Dennoch ging am 13. Oktober eine Kick-off-Veranstaltung unter Beteiligung der Länder Wien und NÖ sowie der Stadt Schwechat und dem Projektplaner, den Wiener Linien, über die Bühne – unter strengster Verschwiegenheit. Daran hält man sich im Büro des Wiener Finanzstadtrates Peter Hanke (SPÖ) penibel. Auf NÖN-Anfrage betont man nur die Wichtigkeit eines Öffi-Ausbaus vor dem Hintergrund der Klimakrise und bestätigte eine Prüfung „verschiedener Maßnahmen.“

  • Es liegt vorerst eh auf Eis...

    Der heutige Kurier berichtet (zwei Tage vor der NÖ-Wahl...):

    Straßenbahn nach Schwechat droht an Niederösterreich zu scheitern

    Für die erste Landesgrenzen überschreitende Bim sieht es schlecht aus. Wien steht hinter dem Projekt, NÖ droht jedoch abzuspringen.


    von Andreas Puschautz  

    26.01.2023, 18:16 | Aktualisiert am 26.01.2023, 20:56 

    Wenn für eine Ankündigung gleich zwei Landeshauptleute aufgefahren werden, suggeriert dies einerseits eine gewisse Bedeutung sowie andererseits eine gewisse Belastbarkeit besagter Ankündigung. 

    Als also am 18. März des vergangenen Jahres Wiens Michael Ludwig (SPÖ) und Niederösterreichs Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gemeinsam „die erste grenzüberschreitende Straßenbahn Wiens“ ankündigten, schien es nur mehr eine Frage der Zeit zu sein, bis die Linie 72 zwischen Simmering und Schwechat den Fahrbetrieb aufnimmt.


    Wie KURIER-Recherchen zeigen, wird aus dem Schein aber nicht immer ein Sein. Der 72er hängt zehn Monate später nach wie vor im Planungsstadium und momentan sieht es nicht danach aus, als würde er dieses jemals verlassen.

    Der Rest verbirgt sich hinter der Bazahlschranke:

    Es geht darum, dass Vollbahnen mit eigenem Gleiskörper vom Klimaschutzministerium gefördert werden: 50% der Errichtung, und 30% des Betriebs (z.B. Badnerbahn, Innsbruck,...). Bei Straßenbahnen entfällt der Zuschuss zum Betrieb aufgrund des günstigeren Betriebs.

    Darüber freut sich das Land NÖ nicht - ohne Förderung kein 72er...

  • Und die anderen Parteien verschlafen mal wieder das Thema in den Ring zu werfen?

    Im Kurier steht:

    "etwas mehr als eine Stunde nach dem erstmaligen Erscheinen des Artikels am Do-Abend trat das Büro des NÖ Landesrates Schleritzko an den Kurier heran und ersuchte um eine Ergänzung: Man werde natürlich alles dafür tun, keinen Fördereuro in Wien liegen zu lassen. Sollte die Ministerin sich aber querstellen werde man das Projekt selbstverständlich weiterverfolgen...!"

  • Und die anderen Parteien verschlafen mal wieder das Thema in den Ring zu werfen?

    Im Kurier steht:

    "etwas mehr als eine Stunde nach dem erstmaligen Erscheinen des Artikels am Do-Abend trat das Büro des NÖ Landesrates Schleritzko an den Kurier heran und ersuchte um eine Ergänzung: Man werde natürlich alles dafür tun, keinen Fördereuro in Wien liegen zu lassen. Sollte die Ministerin sich aber querstellen werde man das Projekt selbstverständlich weiterverfolgen...!"

    ...zumindest bis zum Abend des 29. Jänner 2023, ab diesem Zeitpunkt man das Projekt zu Grabe tragen wird.

    You, who are indifferent to the misery of others, it is not fitting that they should call you a human being. ~ Saadi Shirazi

  • Es geht darum, dass Vollbahnen mit eigenem Gleiskörper vom Klimaschutzministerium gefördert werden: 50% der Errichtung, und 30% des Betriebs (z.B. Badnerbahn, Innsbruck,...). Bei Straßenbahnen entfällt der Zuschuss zum Betrieb aufgrund des günstigeren Betriebs.


    Darüber freut sich das Land NÖ nicht - ohne Förderung kein 72er...

    Na dann kommt halt ein innovatives Buskonzept. Da gehts dann auch mit der Freunderlwirtschaft leichter. Man will ja wohl nicht mit NÖ-Geldern die roten Wiener Linien sponsern, nicht?

    stillgelegt.