Das Bahnhofrestaurant, eine aussterbende Institution?

  • Auf Google habe mich eh nicht verlassen sondern auf diese Seite
    Und in Gmünd/NÖ ist es nicht viel besser.

    Guten Abend !

    Ist Gmünd / NÖ inzwischen auch schon so schlecht dran mit Gasthäusern, wo man einkehren kann ? Meiner Erinnerung nach waren da einige, sogar mit Übernachtungsmöglichkeiten. Ist vielleicht abhängig von der Jahreszeit und Wochenzeit, momentan ist in vielen Ecken "Saure Gurkenzeit", d.h. der November wird gerne zum Betriebsurlaub verwendet, Besonders in Ecken mit Tourismus gibt es grundsätzlich 2 "Sperrzeiten" im Jahr. Aber da wo wenig Touristen unterwegs sind, ist es inzwischen grundsätzlich schwierig. Das Waldviertel wird wohl auch so seine "Sperrzeiten" in Punkto Gastro haben !

    Und die Mittagssperrstunden von 12 - 15 Uhr sind zwar seltener geworden, aber anscheinend immer noch gegeben. Früher gab es die folgenden Öffnungszeiten für Geschäfte: 8 - 12 und 14 - 18 Uhr, Samstag 8 - 12 Uhr, Sonntag geschlossen, Mittwochnachmittag dto. geschlossen.
    Aber bei der heutigen Personalknappheit nicht nur im Verkauf und Gastronomie kannst halt nicht mehr anbieten wegen den Arbeitsstunden.

    Die geschilderte Sache ist nicht nur in Österreich so, sondern auch im benachbarten Ausland Deutschland.


    Gruß
    2143 030

  • Meiner Erinnerung nach waren da einige, sogar mit Übernachtungsmöglichkeiten.

    Im Umkreis von rund 1,5 km gibt es tatsächlich einige Lokale und irgend weisne shat dann auch immer offen.
    Zumindest das restaurant im Sole-Felsen-Bad, dass vom Bahnhof nur 1,5 km entfernt liegt und damit nicht weiter als zum Stadtplatz.
    Mit Unterkünften schaut es aber schlecht aus, denn ein "Romantik-Hotel" umd 200 Euro pro Nacht interessiert mich nicht.
    Ich habe dann im Hotel Sole-Felsen-Bad übernachtet und das war inklusive Badegenuss erschwinglich.
    Wochentags hält dort mehrmals täglich sogar der Postbus. :D

    Die geschilderte Sache ist nicht nur in Österreich so, sondern auch im benachbarten Ausland Deutschland.

    Sicher nicht nur bei uns sondern auch im Ausland. Aber ich finde es sehr schade.
    Anders in Skandinavien wo ich desöfteren in Bahnhöfen gegessen habe.
    Wie beispielsweise dieses Gasthaus am Bahnhof Lillehammer

    In Gmünd gibt es ein Lokal am Bahnhof!

    Also ich habe im Sommer keines gesehen sondern wie in Sigmundsherberg einen Getränkeautomaten. Aber es gibt ein gepflegtes WC.

  • Heute hat - außer Pensionisten und Klimaticketfahrer - keiner mehr Zeit, um sich in der Bahnhofsdestille ein Schnitz'l im alten Öl einzuverleiben, denn dann muss nachher im Zug zumindest ein WC funktionieren und auch frei sein!

    Da reicht in Österreich ein DIN-A7-Blatt!

    =) lach... der war eigentlich ned schlecht.
    :D

    stillgelegt.

  • Mir wird eher bei dem sinnfremden Gelabere schlecht.

    Richtig. Es muss jemand sehr viel Tagesfreizeit haben, um laufend eisenbahnbezogene Themen oder Aktionen bzw. Personengruppen schlechtzureden bzw. -schreiben. Also wahrscheinlich selbst Pensionist.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Ich habe die im Zuge der Diskussion über die Bahnhofsrestaurants im Thread "Anzeigen und ihre Eigenheiten" gemachte Anregung, die Diskussion in einen eigenen Threadauszulagern, aufgegriffen und diesen Thread gestartet. Bitte hier weiterdiskutieren. Danke!

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • "Früher war alles besser", eine Redewendung, die sich in den meisten Fällen als falsch herausstellt. Aber in Bezug auf die gastronomische Versorgung auf den österreichischen Bahnhöfen trifft sie zu. Zu diesem Zweck habe ich mir, da die Gastronomie auf den FJB-Bahnhöfen Auslöser für die Diskussion war, die Situation im Jahr 1928 und 53 Jahre später, im Jahr 1982 auf den Bahnhöfen der FJB angeschaut:

    • 1928 gab es Bahnhofsrestaurants in Wien FJB, Tulln, Absdorf-Hippersdorf, Eggenburg, Sigmundsherberg und Gmünd.
    • 1982 gab es Bahnhofsrestaurants in Tulln, Absdorf-Hippersdorf, Eggenburg, Sigmundsherberg und Gmünd.
    • 1928 gab es Bahnhofsbuffets in Wien Heiligenstadt, Kritzendorf, Göpfritz und Schwarzenau.
    • 1982 gab es Bahnhofsbuffets in Wien FJB, Wien Heiligenstadt, Wien Nußdorf, Göpfritz und Schwarzenau.

    Demnach gab es über 50 Jahre lang wenig Veränderung im gastronomischen Angebot auf den FJB-Bahnhöfen. Und wie schaut es heute, knapp 40 Jahre später aus?

    Quellen: Fahrplan der österreichischen Bahnen, Sommer 1928 und Österreichisches Kursbuch, Sommer 1982.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor