Hängebahn-Projekt Ottobahn kooperiert mit Yunex Traffic

  • Trotz aller kritischer Kommentare hier wird es (fast) ernst mit der Ottobahn:

    Ottobahn: Baugenehmigung für Teststrecke in Taufkirchen

    Mitglieder des Teams freuen sich über die erteilte Baugenehmigung für die erste Teststrecke; Foto: Ottobahn
    10. Februar 2022


    Das Landratsamt München hat für die erste Teststrecke der Ottobahn in der Gemeinde Taufkirchen südlich von München die Baugenehmigung erteilt.

    Weiterlesen auf www.lok-report.de

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Montag, 21 Februar 2022 14:55
    Bayern: Ottobahn oder Seilbahn – Konkurrenten oder sich ergänzende Lösungen?


    Ein Gutachter hat in der vergangenen Woche dem Bau einer Seilbahn am Frankfurter Ring im Norden München eine Absage erteilt – zu teuer, so sein Urteil. Die Enttäuschung über das Ergebnis war groß, auch im Münchner Rathaus. Kann jetzt die ottobahn zum Zug kommen? Und was sind eigentlich die Unterschiede zu Seilbahnen?
    Um es vorweg zu sagen, ottobahn und Seilbahn sind nicht zwingend konkurrierende Lösungen. In der Regel ergänzen sie sich eher, als dass sie im Wettbewerb um eine Strecke stehen.


    Das negative Urteil über das Seilbahnprojekt im Münchner Norden wurde damit begründet, dass es keinen nennenswerten verkehrlichen Nutzen gegenüber Expressbussen, aber vergleichsweise hohe Kosten bedeuten würde. Für die 11 km lange Strecke rechnen die Gutachter mit 23.000 Fahrgästen pro Tag, die Seilbahn hätte im Vergleich zu anderen diskutierten Verkehrsmitteln das größte Fahrgastpotenzial. Die hohen Kosten einer Seilbahn sprechen durchaus dafür, dass die Strecke noch einmal mit der ottobahn gerechnet werden könnte.


    Die Ausgangsposition sprach hier eher für eine Seilbahn: Auf der Strecke gibt es einen stetigen Bedarf zur Überwindung einer längeren Distanz zwischen zwei Punkten. Dies lässt sich gut durch einen Umlaufbetrieb bewerkstelligen. Seilbahnen bieten sich auch immer dann an, wenn das Überwinden großer Höhenunterschiede oder Hindernisse gefragt ist. Der Erfolg der Seilbahn über den Rhein bei Koblenz, die Seilbahn auf dem Zuckerhut in Rio de Janeiro (Teleférico do Pão de Açúcar) oder etwa die Seilbahn Mi Teleférico, die die bolivianische Kapitale La Paz mit El Alto verbindet, sind dafür gute Beispiele.


    Inwiefern sind ottobahn und Seilbahnen vergleichbar?


    Ähnlich wie die ottobahn gelten Seilbahnen im Vergleich zu anderen Verkehrssystemen als besonders klimafreundlich, preiswert, schnell realisierbar und zuverlässig. Viele Kommunen, die nachhaltige Mobilität im urbanen Raum fördern und das öffentliche Verkehrssystem sinnvoll ergänzen wollen, schauen sich Seilbahnen an. Das gilt insbesondere dann, wenn sich wie in Heidelberg die Zahl der Busse und Straßenbahnen nicht mehr wesentlich erhöhen, ohne die Straßen noch mehr zu verstopfen. Dann bietet es sich an, mit dem ÖPNV in eine andere Dimension zu gehen. Eine U-Bahn stellt in vielen Fällen keine Alternative dar: Zu teuer, zu aufwendig und zu langwierig ist die Umsetzung.


    Das Bundesverkehrministerium, das 2019 den Arbeitskreis “Urbane Seilbahnen” eingerichtet hat, “um mit Vertretern von Kommunen, Ländern und der Wissenschaft Unterstützungsmöglichkeiten des Bundes zu diskutieren”, möchte den Ausbau von Seilbahnen aufgrund der Umweltfreundlichkeit forcieren. Es macht dabei auf einen Vorteil aufmerksam, der erst recht für die ottobahn gilt: “Wenn die Kabinen im Umlauf fahren, braucht es keinen Fahrplan” und “sie sind immer verfügbar”.


    Wo punktet die ottobahn?


    Die ottobahn hat im direkten Vergleich immer dann die Nase vorn, wenn es um Flexibilität, Reisegeschwindigkeit und Durchsatz geht. Das ist zum Beispiel bei der sogenannten letzten Meile der Fall, wenn also Individualität und Unabhängigkeit von starren Takten gefragt ist. Ein Beispiel ist die Anbindung des Umlands an bestehende Netze: Hier besteht regelmäßig eine große Diskrepanz zwischen Wirtschaftlichkeit und Komfort. So sind heute Gemeinden im Umland oft nur zu Stoßzeiten gut angebunden, über den Tagesverlauf oder an den Wochenenden verkehren nur wenige Busse oder Bahnen. Diese schlechte Anbindung macht für viele den ÖPNV – bzw. im Umkehrschluss das Wohnen im Umland – unattraktiv. Ein ständiger Umlaufverkehr mit einer Seilbahn wäre ebenso kaum effizient.


    Das Bundesverkehrsministerium hat das Planungsunternehmen Drees & Sommer und das Verkehrswissenschaftliche Institut Stuttgart GmbH (VWI) damit beauftragt, eine Studie über die stadt- und verkehrsplanerische Integration urbaner Seilbahnprojekte zu erarbeiten. Deren Ergebnisse sollen in einen Leitfaden zur „Realisierung von Seilbahnen als Bestandteil des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV)“ münden. Mit Studie und Leitfaden sollen Anreize gesetzt werden, nachhaltige Mobilität im urbanen Raum zu fördern und das öffentliche Verkehrssystem sinnvoll zu ergänzen. Darin wird die ottobahn ebenfalls berücksichtigt werden.
    Quelle Newsletter Ottobahn

    www.lok-report.de

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Diese Tage war Spatenstichfeier;


    Spatenstich in Taufkirchen: Die Ottobahn startet den Bau ihrer Teststrecke nahe dem Ludwig-Bölkow-Campus. Hier soll die Bahn Serienreife erlangen und dann in der ganzen Welt eingesetzt werden.


    Weiterlesen auf https://www.merkur.de/lokales/…-91417601.html?cmp=defrss




    Rundkurs: Auf 900 Metern werden bis zu fünf Gondeln ihre Testfahrten absolvieren. © Simulation: Ottobahn




    Das nächste Etappenziel der Ottobahn ist die Serienreife. Ende 2022 soll der Betrieb auf der Teststrecke in Taufkirchen starten, innerhalb eines Jahres sollen alle Pflichtfahrten erledigt sein. Die erste kommerzielle Strecke wollen Schindler und sein Team ab 2023 bauen.