Sichtungen 2022

  • Leute, nur zur eurer Information: Das sind keine Telefonleitungen, sondern einfache Stromleitungen. Früher phasen-getrennt einzeln auf Isolatoren, sind es heute isolierte Kabeln in einem Strang mit Rollenbefestigung, um die Längenausdehnung zu ermöglichen. Weiterer Vorteil: Besser Blitzschutz, da nicht die blanken Leitungen herumhängen. Einfach einmal am Land die Augen aufmachen, dort ist das noch völlig normal! Ich wüsste nicht, wo es heute im Zeitalter von GSM und Richtfunk noch Telefonleitungen "in der Luft" geben soll.

  • Werde es Dr. Bahnsinn senden zum Zeigen.

    Warum zeigst Du Bilder eigentlich nicht selbst? Das geht ja in diesem Forum.

    Der Schienenverkehr wird durch Schienenersatzverkehr meist schlecht oder garnicht ersetzt.

  • Zitat

    Dem Blitz sind die 2mm Isolierung aber schon sowas von egal, nachdem er zuvor schon hunderte Meter durch die Luft gefahren ist...

    Dir ist die Bezeichnung Isolierung ein Begriff? Und der gilt "in beide Richtungen". Ich kenne keinen Fall, wo ein Blitz in eine isolierte Leitung eingeschlagen hat, wenn der Blitzschutz in Ordnung war, aber vielleicht kannst du mir aushelfen? Nicht so gut ist es aber, wenn - wie damals in Süßenbrunn - der Blitz in die Blitzschutzleitung einschlägt. Weil jedoch Signal- und Stromkabeln zu knapp verlegt waren, setzte der rot glühende Blitzschutzleiter die Kabel in Brand bzw. verschmorten diese - das Stellwerk war über ein Jahr lang "out of order".

  • Hallo, es dürfte 2010 schon so gewessen sein. Habe ein Foto von 2014, wo man das bei der EK bei der B26 sehen kann. Werde es Dr. Bahnsinn senden zum Zeigen.

    Hier ist es:
    Foto: Erwin Tisch, aufgenommen am 30. 5. 2014.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • @Tisch Erwin und @dr. bahnsinn: Das Foto mit dem ungarischen (Nostalgie?-) Sonderzug hat schon seinen besonderen Reiz. :thumbup:


    Das sind keine Telefonleitungen, sondern einfache Stromleitungen.

    Das erscheint mir völlig inplausibel. Wozu reine Stromleitungen zur Energieversorgung entlang einer Bahnstrecke? Das ergäbe keinen Sinn.
    Vielmehr benötigt werden Leitungen zur Signalisierung, Fersteuerung und Fernüberwachung relevanter Einrichtungen entlang der Bahnstrecke, die ich wohl nicht aufzuzählen brauche.
    Solche Kabel auf Freileitungen sind in der Regel mehrfach gebündelte Leitungen aus Zweidraht-, Koaxial-, eventuell auch Glasfaserleitungen.
    Alles gemeinsam in einer Ummantelung. Selbstverständlich können auch Adernpaare zur Sprachübertragung (Telephonie) dabei sein.

    Freileitungen sind heutzutage meist solche ummantelten "Setra-" (selbsttragende) Kabel mit einerseits den Strom (Energie) oder Signal übertragenden Kupferadern und andererseits einem tragenden Stahlseil. Solche Kabel sind offenbar entlang der Puchberger Bahn auf Masten verlegt (aufgehängt).
    Die früher auf Isolatoren montierten unisolierten Freileitungs-Drähte sind heutzutage nicht nur unüblich, jedenfalls bei Neubauten nicht mehr zulässig.

    Und noch eines: Telefon-Freileitungen (als Kabel) der Telekom Austria (A1) gibt es heutzutage noch vielfach. Man braucht sich nur etwas abseits der Hauptrouten, eventuell sogar ohne fahrbaren Utersatz zu bewegen. Dann fndet man diese Telfonleitungen häufig.
    Die Masten können sogar zur Orientierung dienen: Die Masten sind in Entfernungen von jeweils 40 Metern aufgestellt, und sie sind numeriert.
    Jeweils von einem Leitungs-Knoten (meist an Weg- oder Straßenkreuzungen) aufwärts steigend bis zum Ziel-Objekt mit dem Telefonanschluss.
    Die Schilder bestehen aus Aluminium-Plättchen, in die jeweils eine Ziffer gestanzt ist.
    Die Obere Zeile gibt die fortlaufende Nummer des Mastes an (1 ... xxx),
    die untere Zahl das Jahr der Errichtung (z.'98' für 1998).
    Trifft man also auf einer (Berg-) Wanderung auf einen Telefonleitungsmast, so kann man sich anhand der oberen Zahl ungefähr orientieren, wie weit es bis zur nächsten Weggabelung ist.

  • @Tisch Erwin und @dr. bahnsinn: Das Foto mit dem ungarischen (Nostalgie?-) Sonderzug hat schon seinen besonderen Reiz.

    Der "Nostalgiezug" ist der ungarische Schienenmeßzug, der jahrelang regelmäßig Österreich abfuhr. Leider gibts da jetzt einen neueren, diesen alten sieht man praktisch nichtmehr. Der hat mich immer so schön an einen dreiteiligen 5046er erinnert.

    Der Schienenverkehr wird durch Schienenersatzverkehr meist schlecht oder garnicht ersetzt.

  • Heute in Wien-Meidling gesichtet und war gespannt, was es zu "beachten" gab ...

    Und dann kam der beachtenswerte Railjet aus Villach an ...

    Zu beachten war wohl auch, dass beim Aus-/Einsteigen keine Eiszapfen vom Dach fielen.