Fotostandort-Brücke "Guglhupf" über die Südbahn wurde neu errichtet

  • Zitat von NÖN

    ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer fordert nun eine Lösung für die prekäre Situation: ,,Es handelt sich ja um eine Landstraße und ich werde bei der BH eine Signallösung anregen.

    Da macht der Bürgermeister einen Schmäh. Der Trittweg ist keine Landes-, sondern eine Gemeindestraße. Auf dem NÖ Atlas-Kartenausschnitt sind die Bundesstraßen orange und die Landesstraßen hellgelb dargestellt. Alle niederrangigeren Straßen wie Gemeindestraßen und Güterwege haben keine Farbgebung. Mit dem Verweis auf eine angebliche Landesstraße will der Bürgermeister offensichtlich von seinem und dem Versagen der Gemeinde ablenken.

    Screenshot NÖ Atlas

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Schade ist nur, dass man in der NÖN Artikel nicht kommentieren kann...

    Hat man einmal können, das war vor etwa zwei Jahren plötzlich aus.

    Der Schienenverkehr wird durch Schienenersatzverkehr meist schlecht oder garnicht ersetzt.

  • Landstrasse sagte der Herr Bgm. Lt. NOeN.

    Richtig. Ich habe irrtümlich Landesstraße gelesen. Vielleicht auch, weil ich es unbewusst so lesen wollte. ;) Trotzdem ist es ein Schmäh, denn was offiziell "Trittweg" heißt, ist in der Regel keine Landstraße, sondern eine rein lokale Verbindung, die hauptsächlich der Ortschaft Mollram als Abschneider zur B 17 und den Landwirten dient. Die Kompetenz liegt daher bei der Gemeinde und es liegt daher im Ermessen ebendieser, ob eine Ampelregelung kommt oder nicht. Die BH wird dabei nur für die Verfahrensabwicklung benötigt, weshalb er dort auch kein Ansuchen stellen muss.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Schwachsinn o du mein Vergnügen!! Sinnvoller und wesentlich billiger wäre eine Geschwindigkeitsbeschränkung mit 15 kmh.

    Nachdem ich den "Gugelhupf" seit langem mitlese, habe ich mir heute gegen 14 Uhr einen Lokalaugenschein gegönnt. Summa summarum ist das Bauwerk so ziemlich die dümmste Brücke, die ich je gesehen habe:

    • Die Straßensteigung ist mindestens 20% - viel Spaß bei Schnee oder Glatteis! Als (ziemlich entlegene) Gemeindestraße hat die sicher keine Streuungspriorität und wird daher rasch unbefahrbar.
    • Die Breite reicht nicht aus, daß 2 PKW aneinander vorbeikommen. Auf die Kuppe zufahrende Fahrzeuge sehen einander erst im letzten Moment, wovon dann zwangsläufig einer zurückschieben muß. Auch für einen Mähdrescher o.ä. im Alleingang ist die Brücke definitiv zu schmal.
    • Es ist relativ viel Verkehr (8 Autos in 20 Minuten), wobei alle Benützer offenbar um die Gefährlichkeit wissen und kaum mehr als bessere Schrittgeschwindigkeit gefahren sind.
    • Reifenspuren im unbefestigten Bankett zeigen bereits abenteuerliche Ausweichmanöver.
    • Als Fotostandpunkt ist dieses Machwerk gänzlich ungeeignet. Auf der Fahrbahn zu stehen ist lebensgefährlich. Der schmale Platz (auf der Brücke) zwischen Leitschiene und Geländer ist nicht zum Begehen vorgesehen. Außerdem blickt man nur in den Mastenwald bzw. auf die OL, weil man praktisch schon über den Geleisen ist - keine brauchbare Perspektive!
    • Die Böschungen/Erddammschüttungen links und rechts der Fahrbahn sind vermutlich nicht vor dem Herbst begehbar. Würde man sie jetzt ohne Bewuchs betreten, versinkt man im Gatsch und würde die Schüttung zerstören.
    • Insgesamt ist die neue Brücke gegenüber dem Altbestand eine Verschlechterung - nicht breiter, Fahrbahn steiler, noch unübersichtlicher. Wie sich halt der kleine Maxi, nicht durch Fachkenntnis oder Hausverstand belastet, eine Eisenbahnbrücke vorstellt.

    Weiß jemand im Forum, was der Neubau gekostet hat (schätzomativ einen 7-stelligen Betrag)?

    Ich würde die verantwortlichen Leute und Leutinnen ( ;) ) beim Bauherrn und der zuständigen Baubehörde wegen krasser Inkompetenz fristlos entlassen.