Wienerwald-Bestandstrecke: Neues Haltestellenkonzept im Raum Maria Anzbach

  • Laut EÖ-Heft 9/2022, S. 450, wird auf der Wienerwald-Bestandstrecke im Raum Anzbach das Haltestellenangebot neu organisiert. Die bisherige Haltestelle Maria Anzbach wird abgerissen und an anderer Stelle neu errichtet, wofür die Auftragsvergabe Anfang 2023 erfolgen soll. Die neue Haltestelle soll mit einem Pesronendurchgang samt Aufzügen zu den Bahnsteigen ausgestattet werden.
    Im Dezember 2023 werden die Haltestellen Hofstatt und Unter Oberndorf aufgelassen. Als Ersatz sind ein Regionalbusbetrieb sowie Geh- und Radwege entlang der Bahn zwischen Hofstatt, Maria Anzbach und Unter Oberndorf vorgesehen. Begründet wird die Auflassung der beiden Haltestelle mit ihrer geringen Inanspruchnahme durch die Fahrgäste. Der Bau der neuen Haltestelle in Maria Anzbach ist für die Jahre 2024/25 geplant. Anschließend werden die alte Haltestelle in Maria Anzbach sowie die nicht mehr genutzten Haltestellen in Hofstatt und Unter Oberndorf abgetragen.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Wenn der "alte" Plan noch gültig ist, dann wir die Station auch nicht der Renner werden. Mehr als die max 50 mit dem PKW anreisenden wird es dort kaum geben. Zu Fuß hunderte Meter Umweg und nur etwas für Stufen-Fetischisten, für die Radfahrer wird sicherheitshalber gar nichts errichtet.
    https://www.noen.at/neulengbach/ke…print-237850301

    Zitat

    Als Ersatz sind ein Regionalbusbetrieb sowie Geh- und Radwege entlang der Bahn zwischen Hofstatt, Maria Anzbach und Unter Oberndorf vorgesehen.

    Im Plan sehe ich keinerlei Weg entlang der Bahn.

  • ÖBB-Presse berichtet heute über das neue Haltestellenkonzept und den neuen Geh- und Radweg:

    Arbeiten für Geh- und Radweg entlang der Bahn in Maria Anzbach gestartet

    Eine neue Verbindung für aktive Mobilität entsteht.

    (c) ÖBB

    Voll angelaufen sind die Arbeiten für den neuen Geh- und Radweg entlang der Bahn in Maria Anzbach. Bis Herbst 2023 wird die neue Verbindung zwischen Hofstatt, Maria Anzbach und Unter Oberndorf fertig sein. Anfang 2024 starten die Arbeiten für den neuen Bahnhof Maria Anzbach.

    Der neue, drei Meter breite Geh- und Radweg wird südlich der Bahn verlaufen und den Weg aus den Ortsteilen Hofstatt und Unter Oberndorf zum neuen Bahnhof Maria Anzbach für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen deutlich kürzer und sicherer machen. Teilweise werden dafür bereits bestehende Wege und Straßen genutzt, etwa die Klein-Weinbergstraße oder die Kronesstraße. Wo es erforderlich ist, wird der großteils asphaltierte Weg entlang der Bahn neu errichtet.

    Arbeiten für neuen Bahnhof starten Anfang 2024

    Mit dem Bau des neuen Geh- und Radweges setzen die ÖBB einen ersten wichtigen Schritt, um im Februar 2024 mit den Hauptarbeiten für den neuen Bahnhof Maria Anzbach beginnen zu können. Dieser wird rund 270 Meter weiter östlich – also Richtung Maierhöfen – barrierefrei, samt Personendurchgang und zwei Aufzügen, neu errichtet.

    Weiterlesen in der ÖBB Presse.

    Edit: Ob über dieses Bauvorhaben nur eitel Wonne in Maria Anzbach herrscht, bin ich mir nicht sicher. Die Haltestelle Maria Anzbach wird um 270 Meter weiter weg vom Ortsrand verlegt und die bestehenden Haltestellen Hofstatt und Unter Oberndorf werden aufgelassen.

    Aber es geht offenbar vor allem darum, an der neuen Hst. Maria Anzbach mehr P&R-Parkplätze errichten zu können.

    Vorteilhaft ist wohl auch, dass der neue Bahnhof an einer Geraden liegt, wogegen die bisherige Haltestelle in einem Bogen lag.

    Für die Bahn von Vorteil ist, dass zwei Haltestellen, jeweils etwa 2km von Maria Anzbach entfernt, entfallen; was Fahrzeit einspart.

    Aber die Passagiere werden veranlasst, doch eher motorisiert (oder auch mit dem Rad??) zur Bahn zu fahren.

    2 Mal editiert, zuletzt von Werner (27. März 2023 um 15:57)

  • Ist die Betriebsausweiche Hutten noch in Betrieb bzw. hat sie noch irgendeine Bedeutung?

    Laut Open Railway Map ist sie nachwievor in Betrieb und ich glaube auch nicht, dass sie aufgelassen wird, denn im Falle eines baustellenbedingten Betriebes zwischen Hutten und Rekawinkel kann sie von betrieblichem Nutzen sein.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Das ist sicher kein Vorteil. Jede Haltestellenauflassung ist ein Rückschritt und als solcher kategorisch abzulehnen. Ebenso eine Verlegung einer Haltestelle vom Ort weg. Also kurzum ein Schwachsinn erster Kajüte.

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

  • Ist die Betriebsausweiche Hutten noch in Betrieb bzw. hat sie noch irgendeine Bedeutung?

    Laut Open Railway Map ist sie nachwievor in Betrieb und ich glaube auch nicht, dass sie aufgelassen wird, denn im Falle eines baustellenbedingten Betriebes zwischen Hutten und Rekawinkel kann sie von betrieblichem Nutzen sein.

    Ist nach wie vor in Betrieb, denn dort wenden die in Eichgraben-Altlengbach endenden bzw beginnenden S50 ;)

  • Das ist sicher kein Vorteil. Jede Haltestellenauflassung ist ein Rückschritt und als solcher kategorisch abzulehnen. Ebenso eine Verlegung einer Haltestelle vom Ort weg. Also kurzum ein Schwachsinn erster Kajüte.

    Stimmt absolut.

    Aber das Auto gehört zum Leben eines Österreichers genauso dazu wie das eigene Haus mit Vorgarten.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Jede Haltestellenauflassung ist ein Rückschritt und als solcher kategorisch abzulehnen.

    Und wenn bei jedem Misthaufen eine Haltestelle ist heißt es der Zug ist zu langsam und unattraktiv - abgesehen von den Kosten - beim Bus reichen ein Taferl und eine Bucht - bei der Bahn brauche ich Rampen, Lifte ev. eine Unterführung etc.

  • Das ist aber bei weitem weniger schlimm, als wenn ein Gebiet nicht oder sehr schlecht erschlossen ist. Und die Kosten für einen Bahnbetrieb sind für mich sowieso zum Hinnehmen bzw. es wert.

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!