4030.311 (gelöst)

  • Man hat die Funktion der E-Bremse auf dieser Strecke getestet, ja. Aber nicht, weil die Garnitur anders nicht bremsbar gewesen wäre, sondern aus einem anderen Grund.

    Probe für die künftigen 4010er.

    Der Schienenverkehr wird durch Schienenersatzverkehr ersetzt.

  • Vielleicht ein uralt Scan von einem Dia? Ist besser als nix. Eine historische Aufnahme, oder hast bessere von damals?

    Deren gibt es ausreichend, wenn man danach googelt.
    Und auch dieses Foto würde man finden, allerdings in Originalqualität und nicht auf RETRO getrimmt.

  • Zitat

    Probe für die künftigen 4010er.

    Yes! Da sieht man, wo die Fachleute herkommen! :D Nachdem die Schein-Tiefsinn-Postings vom CA1 nichts bringen (welche tun dies überhaupt?), zur Technik dieses Testaufbaues: Die vier Bremswiderstände waren einerseits aus Platzgründen am Dach angeordnet und anderseits auch deshalb, da im Inneren die erforderliche Kühlung zur Abführung der Bremsenergie technisch nicht wirklich möglich gewesen wäre. Folglich war es so, dass beim 4030.311 die zusätzliche Bremsausrüstung für die E-Bremse in Form eines Bremstrafos, einem Bremsregelgerät und einem Thyristorsteller auf der linken Seite am Fahrzeugende untergebracht war und dass der Fahrtwender im Hauptstromkreis konstruktiv um einen Bremswender mit entsprechenden Kontakten erweitert wurde. Diese für die damalige Zeit recht moderne E-Bremse war als fahrdrahtabhängige gleichstromerregte Widerstandsbremse ausgeführt und hat nach dem Prinzip der Grenzstromregelung funktioniert, indem die Energie für die Bremserregung vom Bremstrafo, dem Bremsstromwandler, dem Bremsschütz, einer Halbleitersicherung und dem Bremsregelgerät einem weiteren Bremstrafo und Gleichrichter zugeführt wurde und die gleichzeitig im Hauptstromkreis durch Umschaltung der Bremswenderkontakte die vier Erregerwicklungen der Fahrmotore in Serie bzw. die Ankerkreise an je einen Bremswiderstand geschaltet wurden. Der Aussteuergrad für das Bremsregelgerät wurde über den Fahrschalter entsprechend vorgegeben, wobei die Regelung die Anker- und Erregerströme (IA max. 770A/IE max. 650A ) verglichen hat und abhängig vom jeweiligen Betriebspunkt immer der jeweils kleinere Wert für die Stellgröße bzw. für die Zündimpulse der Thyristoren im Gleichrichter maßgebend war. Zudem wurde die E-Bremskraft in Abhängigkeit des Bremszylinderdruckes bei gleichzeitig wirkender Druckluftbremse reduziert.

    Einmal editiert, zuletzt von donauuferbahn (1. September 2022 um 15:43)

  • Gibt es dazu eine (schematische) Darstellung?

    You, who are indifferent to the misery of others, it is not fitting that they should call you a human being. ~ Saadi Shirazi

  • Offiziell nicht mehr. Alle Unterlagen (auch zB jene eines geplanten Umbaues der 4010er oder dreiteilige 5047) wurden im Rahmen der Zerschlagung der "alten ÖBB" entsorgt. In der Wiener Aspangstraße (neben der damaligen Niemetz-Schwedenbombenfabrik) befand sich das ÖBB-Archiv inkl. ca. 1,5 Millionen Fotos (ÖBB-Lichtbildstelle). Alles wurde in "Mulden" entsorgt. Ich konnte zwar mit einigen Bekannten recht viele Unterlagen aus den Mulden herausräumen, aber es gelang nur, einen kleinen Teil zu "sichern", wie zum Beispiel alle Planungs- und Bauunterlagen der Reihe 4030/4130 sowie 4010 (23 "fette" Ordner). Ein weiterer Teil ging an die damals neue ÖBB-Tochter ÖBB-Werbung Gesmbh, aber ich gehe davon aus, dass man auch dort alles vernichtet hat. Anfragen dazu werden grundsätzlich nicht beantwortet.