Weiterfahrt bei verpasster Verbindung bald gratis

  • Hat der Zug Verspätung, das ärgerlich. Verpasst man den Anschluss umso mehr. Nun haben sich europäische Bahnunternehmen darauf geeinigt, dass in diesem Fällen künftig für Reisende keine zusätzlichen Kosten anfallen sollen.


    25. Oktober 2022,
    16:12 Uhr


    Bahnunternehmen aus 14 europäischen Ländern haben eine Vereinbarung zur Erleichterung internationaler Reisen getroffen. Reisende, die wegen Zugverspätungen ihren Anschluss verpassen, sollen künftig ohne zusätzliche Kosten an Bord des nächsten Zugs befördert werden, wenn sie eine Bescheinigung über die Verspätung vorlegen können, erklärte die Gemeinschaft der Europäischen Bahnen am Dienstag.


    Ziel sei es, dass alle europäischen Bahnunternehmen das Abkommen übernehmen, sagte Cesare Brand, Generalsekretär des Internationalen Eisenbahntransportkomitees (CIT). "Die Passagiere müssen eine einfache europäische Lösung für die Unterbrechung von Verbindungen als selbstverständlich ansehen."
    Bisher beteiligt sind neben der Deutschen Bahn Bahnunternehmen aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Tschechien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien und auch Österreich.


    Gelesen in der Kleinen Zeitung

  • Wenn ich also zB in Salzburg mit einem ÖBB-Ticket meinen RJ-Anschluss unverschuldet verpasse, soll es möglich sein, einfach die Westbahn zu benutzen.


    Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Flugverkehr, wo man immer auf den nächsten Flug derselben Airline warten muss.

    You, who are indifferent to the misery of others, it is not fitting that they should call you a human being. ~ Saadi Shirazi

  • Wenn ich also zB in Salzburg mit einem ÖBB-Ticket meinen RJ-Anschluss unverschuldet verpasse, soll es möglich sein, einfach die Westbahn zu benutzen.

    Dafür müsste die Westbahn wohl Mitglied sein. In Ö sind es bei den personenbefördernden aber nur MBS, ÖBB, SLB, STLB, St&H, ZTB.

  • Das sollte im Sinne von Kundenfreundlichkeit eigentlich schon immer Standard sein. Dass man sich darauf erst 2022 "einigen" muss, ist eher absurd.

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

  • Eine mehrstündie Verspätung eines TGVs führt zu einer (ziemlich teuren) Zwangsübernachtung in der Schweiz. Mit der Bestätigung akzeptierte sowohl die SBB als auch die ÖBB meine Nightjet-Karte am nächsten Tag im RJ.