Ein Triebwagen

  • Der auf dem Foto unten zu sehende Triebwagen scheint, seiner besitzergreifenden Haltung nach zu schließen, der ganze Stolz des Fahrers*) zu sein. Kein Wunder, schließlich war es auch der erste Triebwagen, den die Bahngesellschaft im Jahr 1XXX in Dienst stellte.
    Meine Fragen dazu:

    1. Welche Bahngesellschaft war das?

    2. Wann war das?
    3. Welche Firma baute wo diesen Triebwagen?

    4. In welchem Bahnhof wurde das Foto aufgenommen?

    Insider melden sich bitte per Spoiler oder PM. Ich wünsche gutes Gelingen!

    *) Angesichts des sehr an ein Schienenauto erinnernden Aussehens kann man ihn wohl nicht als Lokführer bezeichnen.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Erkenntnisse aus dem Bild:

    1. Die tief winterliche Landschaft lässt auf eine Region nördlich der Alpen schließen.
    2. Der Stil des Bahnhofsgebäudes scheint durchaus mitteleuropäisch zu sein. Ein Bau aus der k&k-Zeit??
    3. Das Fahrzeug könnte, nach der Karosserie-Form zu schließen, aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg stammen.
    4. Die Verzierung (Kokarde?) auf der Kappe des Fahrers sieht nicht sehr österreichisch aus.

    Mein Tipp bezüglich Jahreszahl: 19XX

  • Im heutigen Österreich wars eher nicht, oder?

    Richtig. Aber nur knapp daneben!

    1. Die tief winterliche Landschaft lässt auf eine Region nördlich der Alpen schließen.
    2. Der Stil des Bahnhofsgebäudes scheint durchaus mitteleuropäisch zu sein. Ein Bau aus der k&k-Zeit??
    3. Das Fahrzeug könnte, nach der Karosserie-Form zu schließen, aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg stammen.
    4. Die Verzierung (Kokarde?) auf der Kappe des Fahrers sieht nicht sehr österreichisch aus.

    Mein Tipp bezüglich Jahreszahl: 19XX

    ad 1) Nördlich nicht, aber in einer anderen Windrichtung.

    ad 2) Richtig, aus der k&k-Zeit.

    ad 3) Richtig, das Fahrzeug stammt aus der zeit nach dem WK1.

    ad 4) Auch richtig.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Als Anreiz zum Weiterraten vier weitere Hinweise:

    1) Die gesuchte Bahngesellschaft ist auf dem gesuchten Bahnhof nachwievor sehr stark vertreten.

    2) Das Jahrzehnt, in dem der Triebwagen gebaut wurde, hatte den gleichen Beinamen wie eine Weltgegend, der ein eigenes Filmgenre gewidmet ist.

    3) An Fahrzeuge der gesuchten Firma kann ich mich noch erinnern. Jener Stadtteil einer bekannten Großstadt, in dem sich ihre Produktionsstätte befand, war Bestanddteil ihrer Bezeichnung.

    4) Den gesuchten Bahnhof kennt jeder Bahnfreund.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Ich habe einen netten Artikel drüber gefunden, den stelle ich hier rein, wenn das Rätsel gelöst ist (die Jahreszahl weiß ich jetzt nämlich...)

    Na, dann hoffe ich, dass bald die Auflösung durch einen User erfolgt. Wir kennen bereits die Bahngesellschaft Raaberbahn und den Bahnhof Sopron. Fehlen nur noch der Hersteller, der Produktionsstandort und das Baujahr. Die Firma wurde übrigens drei jahre davor gegründet.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Ich halts nicht mehr aus, ich muss Euch diese Zeilen aus den Burgenländischen Heimatblättern (Nr. 3/96) zur Kenntnis bringen, die ich hier gefunden habe, auch wenn ich damit das Jahr der Inbetriebnahme verrate...:

    https://www.zobodat.at/pdf/Burgenlaendische-Heimatblaetter_58_0115-0133.pdf

    120 Jahre Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn

    (Gydr-Sopron-Ebenfurti Vasüt)

    Von Leonhard P r i ck l e r , Eisenstadt

    (der Artikel ist sehr lesenswert!)

    Im Südosten Ungarns gab es die Vereinigten Arader und Csanäder Eisenbahnen, deren Netz nach dem Ersten Weltkrieg durch die neue Grenzziehung zu Rumänien zerrissen wurde. Während der rumänische Teil von den rumänischen Staatsbahnen übernommen wurde, wurde der ungarische Teil von der GySEV geführt und, den neuen Verkehrsverhältnissen entsprechend, in Szeged-Csanädi Vasüt umbenannt.

    Dort waren bereits Motorfahrzeuge in Dienst gestellt, mit denen die GySEV so positive Erfahrungen machte, daß für die Stammstrecken der GySEV erstmals 1925 zwei achtsitzige Schienenautos beschafft wurden. Das Fehlen von Aborten in diesen Wagen führte übrigens zur kuriosen Dienstvorschrift, daß bei „dringendem Bedarf“ anzuhalten sei.

    In der Folge wurden in mehreren Serien Schienenbusse angeschafft, die auf allen GySEV-Strecken zum Einsatz kamen.

    Man agierte damals also durchaus lösungsorientiert und war damit nicht viel schlechter unterwegs als heute, wo mancher ICE oder REX bei Ausfall der Toiletten schon mal bei "dringemdem Bedarf" eine Pinkelpause einlegen muss...