OÖVV baut Regionalbus-Netz aus

  • Fahrplanwechsel am 11. Dezember: OÖVV baut Regionalbus-Angebot aus

    23. November 2022 04:30 Uhr


    Fahrplanwechsel am 11. Dezember: OÖVV baut Regionalbus-Angebot aus Besonders zwischen Wels, Steyr, Kirchdorf und Gmunden sind künftig mehr Busse unterwegs. Bild: VOLKER WEIHBOLD

    LINZ. 800.000 zusätzliche Fahrplankilometer fahren die Busse des Verkehrsverbundes im kommenden Jahr. Dafür werden 74 neue Linienbusse auf die Straßen geschickt.

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Auf den Ausbau des 487er freue ich mich schon, den werde ich dann oft nutzen.

    Endlich gibt es eine zusätzliche Verbindung im bisherigen "Taktloch" von 06:40 bis 08:30, die neuen zusätzlichen Verbindungen verkehren um 07:06 und um 08:06 ab Bf Neuhofen/Krems nach Wels...


    Der Stadtverkehr in Wels bietet für mich immer eine Steilvorlage wie man es nicht macht... da wird sich aber mit dem Fahrplanwechsel im Regionalbusverkehr höchstwahrscheinlich nichts ändern (vermutlich), das ist eher einzementiert, so mein Eindruck.


    Just my 5 ct

  • Servus !


    Den Stadtverkehr in Wels habe ich bisher nur 1 mal benutzt. Und zwar vom Hbf zum Interspar raus, da das zu Fuß doch ein ordentliches Stück ist. War unter der Woche, da hat das mit dem Einkaufen und Mittagessen im Interspar gut geklappt. Auf dieser Linie ist doch ein recht gutes Angebot zum Mitfahren. Zum ehemaligen Merkur Markt (an der Autobahn) gibt es leider nicht so eine gute Möglichkeit mit dem Stadtbus hinzukommen wie zum Interspar. Genauso wie zum Maxi Markt Gunskirchner Str. 7. Da wäre das beste, an der parallel verlaufenden Westbahnstrecke Wels - Attnang Puchheim eine Haltestelle einzurichten.


    Gruß

    2143 030

  • Bezüglich Stadtverkehr Wels:

    Der Hauptfehler ist meiner Meinung nach der Hauptumsteigepunkt Kaiser-Josef-Platz (KJP) anstelle des Hauptbahnhofs.


    Beispiel warum mich das nervt:

    Ich fahre von Linz aus 12min mit dem Zug nach Wels Hbf (RJ, Westbahn) - Strecke (>25km)

    In Wels steige ich dann ein in die Linie 2, die bringt mich in <2min zum KJP und steht dort dann ca. 6min herum bis alle Linien eingetrudelt sind und dann gleichzeitig abfahren. Das soll ein Umsteigen von allen Linien in alle Linien in alle Richtungen ermöglichen (sog. Rendezvous-Verkehr habe ich mal gelesen). Dann fahre ich nochmals 6min zu meiner Endhaltestelle. Das sind insgesamt ca. 4km, Luftlinie 2km. Für diese Strecke brauche ich also dann insgesamt 14min, mit fast der halben Zeit warten im stehenden Fahrzeug am KJP.


    Also nochmal zur Verdeutlichung: für 25km von Linz nach Wels brauche ich 12min, und für 2km innerhalb Wels brauche ich dann 14min. Da könnte ich fast schon zu Fuß gehen.


    Das Argument für den KJP anstelle des Hauptumsteigeknotens am Hbf (wie das die meisten anderen größeren Städte machen oder zumindest probieren), war die unzureichende Platzsituation am Hbf und Warnungen von einem "Experten". (vgl https://www.tips.at/nachrichte…eibe-warnung-des-experten).


    Abhilfe wäre meiner Meinung nach, alle 4 Linien in alle Richtungen über den Hauptbahnhof zu ziehen.

    Laut dem verlinkten Artikel wird der Bahnhof bereits heute von allen 4 Hauptlinien angefahren. Ja die Haltestellen gibt es prinzipiell schon, aber halt teilweise nur in eine Richtung und bei allen Linien nur auf einem "Flügel"!

    Zur Erklärung: Alle 4 Linien laufen von einem Endpunkt zum anderen mit dem KJP in der Mitte.

    Direkte Verbindungen ab Hbf ohne Zwischenwarterei am KJP gibt es also:

    Linie 1: Flügel zur Straubindersieldung

    LInie 2: Flügel zur Ghegastraße

    Linie 3: Flügel nach Dickerldorf - und da wird der Hbf überhaupt nur zur HVZ angefahren (den übrigen Tag steht im Fahrplan man möge bitte bei der Schillerstraße einsteigen, die ist eh nur 500m vom Hbf entfernt)

    Linie 4: Flügel Richtung Nico-Dostal-Str.

    In allen anderen Richtungen hat man das nette Stelldichein am KJP dabei...

    (wen es im Detail interessiert --> www.welslinien.at)


    Vielleicht bin ich ja komplett daneben, aber mich begeistert das Konzept in Wels in der aktuellen Form nicht wirklich. Meiner Meinung nach hat sich beim Bahnhof die zentrale Nah- und Regionalverkehrsdrehscheibe abzuspielen, alleine wegen der Pendler oder um es für Pendler attraktiv zu machen.

    Das hat - finde ich - Linz wirklich gut und richtig gemacht.

  • Städte wie Linz oder Graz brauchen derer mehrere: Graz HBF, Graz Don Bosco, Graz Ost und Jakominiplatz, Lendplatz und Griesplatz als reine innerstädtische Knoten. In Graz fehlt dann noch ein Umsteigeknoten im Norden (Gösting/Bulme)


    Was Städte wie Wels anbelangt kann ich Dir nur recht geben, die brauchen jedenfalls einen Knoten am Bahnhof, eventuel einen Zweiten.


    Wobei, in Wels fährt der 2er vorm Bahnhof, der 1er hinter dem Bahnhof und der 4er hinter dem Bahnhof von einer Haltestelle die etwa 100m vom hiterausgang entfernt ist.


    der einzige 3er, der den Bahnhof also wirklich komplett ignoriert.


    Was mich allerdings komplett irritiert, dass alle Busse am Kaiser-Josef-Platz bis zu 10 Minuten herumstehen. Das warten am KJP hättest Du also auch, wenn Du einen direkten Bus nehmen könntest und das ist der eigentliche "Vollholler".

    4 Mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()

  • Gut ist es in Klagenfurt gelöst, wo es das Busterminal am Hbf gibt und den Umsteigeplatz am Heiligengeistplatz.

    Die Umsteigezeiten innerhalb der Stadt sind wenige Minuten.


    Ich bin nur mal mit dem Regionalbus aus Eferding am Welser Hbf angekommen, der dort wendete.

    10 Minuten herumstehen gibt es aber nicht nur in Wels bei Bussen sondern auch in Wien.

    Und manche Regionalzüge stehen in Bahnhöfen 15 Minuten bis zur Weiterfahrt.

    So auch der CJX nach Amstetten in St. Pölten. Aber auch S-Bahnen auf der Südbahn.

  • Gut ist es in Klagenfurt gelöst, wo es das Busterminal am Hbf gibt und den Umsteigeplatz am Heiligengeistplatz.

    Die Umsteigezeiten innerhalb der Stadt sind wenige Minuten.


    Dafür fährt man dort mit fast allen Buslinien im großen Kreis. Das ist auch nicht optimal.


    So auch der CJX nach Amstetten in St. Pölten. Aber auch S-Bahnen auf der Südbahn.

    Beim CJX ist das wegen dem Knoten in St. Pölten. Das ist wichtig und ergibt Sinn. Nur leider für durchgehende Fahrgäste ungut.

    Bei den S auf der Südbahn ist leider die Kapazität das Problem. Man muss sie zur Seite nhemen, damit RJ und Güterverkehr nicht nachzuckeln muss. Sollte aber mit Pottendorfer und erst recht mit viergleisigem Ausbau besser werden.

  • Nein, eigentlich nicht.

    Beispiel: Ich komme um 07:23 an mit dem Zug in Wels Hbf.

    Ich muss mit der Linie 2 zur Hst. Flemingstraße.

    Um 07:25 fahren alle 8 Busse gleichzeitig vom KJP ab.

    Die Linie 2 fährt wohl zum Hbf, und die kommt auch um 07:27 an, aber leider in die falsche Richtung, nämlich Richtung Ghegastraße!

    Der Flügel Richtung Flemingstraße fährt nicht über den Hbf.

    D.h. man muss mit irgendeinem Retourbus (1,2 oder 4) zum KJP koffern und kann dort dann in den 2er zur Flemingstraße einsteigen. Abfahrt 07:40, zur nächsten gesammelten Taktabfahrt.

    Das ist Zeitvernichtung par excellence.


    Wenn alle 4 Linien in alle Richtungen über den Hbf fahren würden, dann könnte man direkt in den richtigen Bus einsteigen ohne Zwischenwarterei...


  • Ich bin grundsätzlich auch der Meinung, in kleineren Städten wie zB Wels (eigentlich auch noch Klagenfurt) ein Umsteigeknoten reicht und dieser am Bahnhof sein sollte. Denn genau dort macht ein Taktknoten meist Sinn.


    Was aber sinnbefreit ist (und so verstehe ich deine Beschreibung), dass es 2 Knoten geben soll (KJP und Hbf) und alle Linie beide knoten ansteuern sollen. Da schafft man eine dicht befahrene Linie, sondern der keiner was hat.

  • Naja es wäre ein Weg aus der Misere für den gegenständlichen Fall, dass der städtische Umsteigeknoten aus welchen Motiven/Gründen (Politikum, Platz,...) auch immer eben nicht zentral am Hbf situiert ist. Der KJP wurde gerade generalsaniert, diese Location ist somit meiner Meinung nach zumindest das nächste Jahrzehnt einbetoniert.


    Das so eine Anordnung natürlich fahrtentechnisch nur suboptimal ist, liegt auf der Hand.

    Auch attraktiv ist die aktuelle Situation, zumindest wenn das Ziel im "falschen" Stadtteil liegt, nicht.