[NOR+SWE] Unterwegs mit Öffis

  • Der Preikestolen ist eines der meist besuchten Ausflugsziele und Instagram Hotspots Norwegens.

    Ein Parkplatz für hunderte PKW und Wohnmobile und die Parkgebühren teurer als unsere Busfahrt (die auch nicht günstig war). Man sagt, an Schönwettertagen gibt es an manchen Tagen (Kreuzfahrtschiffe in Stavanger) am Wanderweg Staugefahr.


    Manche übernachten oben im Hotel, Hütten oder Campmobil und starten die Wanderung im Morgengrauen um bei Sonnenaufgang am Plateau zu sein.

    Für die Wanderung sollte man hin-/retour vier Stunden einplanen. Die Strecke pro Richtung vier Kilometer lang und man überwindet einen Höhenunterschied von rund 500 Metern.

    Das Wetter heute hatte nicht nur Nachteile und weil wir schon mal da waren sind wir auch hinauf gewandert.

    Nur wenige Wanderer unterwegs, denn wer geht schon bei so einem Wetter aufs Plateau um dort nur Nebel und Wolken zu sehen. :) Der Wandersteig bestens gepflegt und über das moorige Hochplateau geht es über Holzstege.

    Aber auch etwas anstrengend, denn an einigen Stellen geht es steil bergauf.

    An etliche Stellen Seilsicherungen und die Felsen trotz Feuchtigkeit nicht wirklich rutschig (wobei wir hatten Profil)

    Diesen Wanderweg (und auch viele andere) pflegen übrigens Sherpas aus Nepal, die eingeflogen werden, wenn im Himalaya keine Bergtouren möglich sind.

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  • Super Wetter, wart ihr wenigstens alleine!

    Nein, alleine waren wir nicht, wie im nächsten Beitrag ersichtlich.

    Viele Touristen haben den Preikestolen als Fixpunkt auf deren Norwegenreise und da kann ein wenig Nebel nicht davon abhalten. :)

    Bei uns war es aber kein Fixpunkt und eigentlich erst eine kurzfristige Entscheidung vor Ort. Stavanger war eigentlich "nur" ein Umsteigeziel von Fähre auf Bahn. Aber der Abstecher lohne trotzdem. Alleine schon die 14 km durch den Tunnel.

  • Wetterbedingt waren also keine Kolonnen unterwegs und das Plateau nicht wegen Überfüllung gesperrt.

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    Kalt war es auch nicht und so verschwanden die Pullover schnell wieder im Rucksack. Aber dafür waren Wasserflaschen gefragt. Also das Wetter war perfekt, denn hier bei Sonne und Kolonne aufzusteigen ist sicherlich nicht der wahre Genuss. ^^

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    Und alle hatten sich hinauf geplagt um den herrliche Ausblick auf den Fjord zu erleben.

    Aber immerhin hat sich die Wolkendecke kurz erbarmt um uns einen Blick auf den Fjord zu ermöglichen.

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  • Nach 30 Minuten Rast und einem Energieriegel ging es wieder bergab und das war nicht minder anstrengend, vor allem ohne Wanderstöcke.

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    Es kamen nun immer mehr Wanderer entgegen. Asiaten mit Flip Flops und Klappsessel am Rücken. :huh:

    Da wundert es nicht, dass die Bergrettung auch ständig unterwegs sein muss.

    Dabei gibt es am Ausgangspunkt ausreichend Warnschilder. Man kann für die Tour auch Bergführer buchen.

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    Wir waren nicht 4 Stunden sondern 3 Stunden unterwegs und so hatten wir bis zur Rückfahrt noch Zeit für Kaffee & Kuchen und einen Abstecher zum See. Rund um den See gibt es auch Wanderwege und bei Schönwetter sicherlich herrlich.



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    Der Bus kam zur vereinbarten Zeit an und es ging zurück nach Stavanger und somit hatten wir nun auch noch Zeit für eine Stadtwanderung.

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  • Rucksäcke und Regenjacken im Hotel deponiert und schon waren wir wieder unterwegs.

    Das Wetter besserte sich, zumindest kein Nebel und Nieseln und manchmal blinzelte sogar die Sonne durch die Wolken.

    Stavangers Zentrum auch sehenswert, aber überschaubar und nach zwei Stunden kennt man jeden Fleck.

    In Stavanger gibt es viel Fisch und in den Fischlokalen herrliche Fischsuppen als deftiges Hauptgericht (gut wenn man zuvor am Preikestolen war).

    Von hier aus werden auch die Öl-/Gasfelder versorgt und erinnert an das schottische Aberdeen. Und auch eine teure Stadt!

    Und dann noch der Kopfbahnhof, von dem wir tags darauf weiterreisten.








  • Wieder einmal ein Dankeschön für den tollen Reisebericht! Die zahlreichen Fotos vermitteln fast das Gefühl, selbst mit auf der Reise gewesen zu sein. ^^

    Asiaten mit Flip Flops.....

    "Wanderer", besser gesagt, Ausflügler mit unzureichender Adjustierung gibt es überall.

    Noch eine Frage zum Foto mit der dichtbebauten Einfamilienhaussiedlung in Stavanger: Stehen die Häuser dort wirklich so dicht an dicht oder ist dieser Eindruck dem Zoom geschuldet? Dort dürfte es ja kaum ein Fuzerl Garten rund um die Häuser zu geben.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Wieder einmal ein Dankeschön für den tollen Reisebericht! Die zahlreichen Fotos vermitteln fast das Gefühl, selbst mit auf der Reise gewesen zu sein.

    Gerne, sind aber eh nur wenige Bilder von rund 2500 Bildern im Archiv.

    "Wanderer", besser gesagt, Ausflügler mit unzureichender Adjustierung gibt es überall.

    Es waren aber nur Asiaten die so unterwegs waren.

    Stehen die Häuser dort wirklich so dicht an dicht oder ist dieser Eindruck dem Zoom geschuldet? Dort dürfte es ja kaum ein Fuzerl Garten rund um die Häuser zu geben.

    Ein Blick auf Google Maps zeigt die Häuschen und die Lage am anderen Ufer der Bucht.

    Ich hatte sie vom Hügel mit dem Turm geknipst (10-fach-Zoom).

  • Tag 9:

    Heute stand wieder Bahnfahren am Programm und zwar von Stavanger nach Kristiansand.

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    Diese Strecke hat 2019 den Betreiber gewechselt und wird nun Go-Ahead-Nordic bedient.

    Loks und Waggons wurden gemietet (vormals NSB/Vy) und auch die Qualität passt noch.

    Im März 2022 konnte man nur in norwegisch und mit Account online buchen.

    Ein britischer Konzern ohne englische Homepage? Aber inzwischen gibt es sogar englische FAQ.

    Und man kann nun auch Go-Ahead Online-Tickets bei Vy.no buchen.

    Da ich es nicht glauben konnte, gleich ausprobiert und tatsächlich. (Vlt kann man auch mal WEST bei ÖBB buchen?)

    Buchung bei Vy englisch ...

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    Buchung bei Go-Ahead norwegisch ...

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    Für diese Bahnfahrt buchten wir "Komfort" zum Online-Frühbucherpreis um ca. 33 Euro.

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  • Morgens viel Zeit, gemütlich frühstücken und ein stressfreier Fußweg zum Bahnhof, denn unser Zug fuhr heute erst um 8:47 ab.

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    Aber auch heute waren wir wieder frühzeitig am Bahnhof, denn Bahnhöfe sind immer interessant, auch wenn nur ein Kopfbahnhof mit wenig Frequenz. Selbstverständlich gibt es auch hier gepflegte Toiletten.

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    Ein verspäteter Regionalzug und dann wurde rund 15 Minuten vor Abfahrt auf Spur 3 unsere Go-Nordic-Garnitur bereitgestellt.

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    Die Lok war die 94 76 0473 012-9. Diese Serie kannte ich bereits von meiner Bahnreise 2019 von Oslo nach Trondheim (damals noch NSB in rot-weiß). Go-Ahead-Nordic ganz in blau, aber im Innenbereich findet man manchen NSB Hinweis.

    Das Einsteigen in die Waggons ganz bequem mit breiten Türen. Die Sitze bequem (wenn auch nur eine mittlere Armlehne).

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    Ein Bistrowagen mit ansprechender Auswahl und Kaffee für "Komfort" Fahrgäste frei.

    Im Komfort-Waggon gibt es noch die Kaffeeautomaten von NSB, aber die sind "Out of Order" (da hatten sich vlt zu viele Nicht-Komfort-Fahrgäste bedient).

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  • Pünktlich ging es los und die Zugbegleiterin begrüßte die Reisenden norwegisch und englisch.

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    Es ging am Fjord entlang und wenn das Wetter gepasst hätte, dann wäre eine Blick auf den Preikestolen möglich gewesen.

    Aber das Wetter war leider auch heute durchwachsen.

    In Stavanger sind wenige Reisende eingestiegen, aber bereits in Sandnes Sentrum stasjon füllte sich der Zug.

    So auch einige Schülergruppen, die mit Backpacks und Zelten unterwegs waren.

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    Rund 230 km unterwegs auf der Sørlandsbane und einer Fahrzeit von 3h und 12 Haltestellen.

    Im Nahverkehr noch mehrgleisig ging es die restliche Strecke größtenteils eingleisig weiter und auch viele Tunnel. Aber auch immer wieder Kreuzungsbereiche, wo auch längere Güterzüge auf die Weiterfahrt warteten.

    Die Landschaft nicht so spektakulär wie auf der Bergensbanen aber allemal abwechslungsreich und kurzweilig.

    Im ersten Abschnitt viele Seen, Moore und Landwirtschaft und später Berge, Schluchten, Wälder, Seen und ein kurzer Abschnitt entlang der Nordsee.

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    Gefallen haben uns auch die Ansagen der nächsten Stationen:

    "In 5-7 Minuten erreichen wir den Bahnhof ...". Da hatten die Fahrgäste Zeit um sich auf das Aussteigen vorzubereiten.

    Und 2 Minuten vor Einfahrt: "Wir erreichen den Bahnhof ... Ausstieg ...". Und diese Ansagen waren exakt.

    Mit angenehmer Geschwindigkeit und laufruhig neigte sich der Zug durch die viele Kurven.

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    Zwischendurch Kaffee vom Bistro und die Zeit verging sehr schnell und unser Zielbahnhof Kristiansand wurde angesagt.

    Kristiansand ist ein Kopfbahnhof und die Garnituren nach Oslo wenden hier und das Zugpersonal wechselt.

    Der Bahnhof liegt sehr zentral und nebenan gleich der Fährhafen der Fähren nach Dänemark und die Fjord Line nach Stavanger und Bergen.

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  • Wieder nur ein kurzer Weg vom Bahnhof zum Hotel und auch dieses Hotel war keine billige Absteige ;)

    (so wie das hier im Forum schon mal behauptet wurde ...)

    Da wir sehr früh ankamen, war das Zimmer noch nicht verfügbar (normalerweise ab 14 Uhr)

    Aber wir konnten die Koffer deponieren und schon waren wir wieder unterwegs, denn es regnete nicht.

    Kristiansand ist eine freundliche und überschaubare Stadt und bestens zu Fuß zu erkunden.

    Sehenswert auch der alte Fischmarkt und Fischereihafen.