[NÖ] Bergbaugeschichte zum Erwandern: Bergwerksgedenkweg

  • Heute in der NÖN:

    Seit dem Jahr 2001 gibt es den Bergwerkgedenkweg, auf dem sich die Geschichte der Knappen in den Orten Angern, Brunnkirchen, Thallern (heute Stadt Krems), Tiefenfucha (Paudorf) und Oberfucha (Furth-Göttweig) erwandern lässt.


    Leopold Koller (75), der über drei Onkel mit dem Bergbau verbunden war, will die Knappen-Tradition in der Region vor dem Vergessen bewahren. „Unser Weg ist 9,5 Kilometer lang“, erzählt der begeisterte Hobby-Historiker. „Entlang des Wegs gibt es Exponate mit Erklärungen, und man kann die Strecke auch in Teilstücken gehen.“ 

    Der Weg soll die Erinnerung an die fast schon vergessene Bedeutung der fünf Ortschaften Angern, Brunnkichen, Oberfucha, Tiefenfucha und Thallern bei der Gewinnung von Bodenschätzen (vor allem Kohle, aber auch Ton) im Laufe der letzten Jahrhunderte zeigen. Ausgangspunkt für viele am Bergbau interessierte Ausflügler ist Angern, wo sich der letzte Stollenschlag befindet. Dieser Kohlenabbau war bis 1965 in Betrieb – beachtlich, wenn man weiß, dass die Bergbautradition weit zurückreicht. Erste Berichte darüber sind immerhin mit 1758 datiert.

    Mehr über den Weg findet sich auf der Seite https://www.bergwerkgedenkweg.at/

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    Das allein klingt nach einer netten Wanderung. Aber jetzt schaut her:

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    Leopold Koller vor dem Schaustollen Angern, wo sich der letzte Stollenschlag der Steirischen Magnesit (später MAGINDAG) befand. Der Stollen war bis zum Jahr 1965 in Betrieb.