Vergangenheit und Zukunft des PV auf der Rudolfsbahn im Gesäuse

  • Ich würde mich echt freuen, wenn das auf der Gesäusebahn wieder was wird. Vielleicht weiter nach Eisenerz reaktivieren?

    Ich würde es mir für Dich wünschen (und hätte auch Freude dran!), aber wenn Google da meint:

    Eisenerz ist auch eine der am schnellsten schrumpfenden Städte Österreichs. Die Einwohnerzahl ist von 13.000 im Jahr 1961 auf aktuell 4500 zurückgegangen. Allein seit 2003 sind rund 1100 Menschen zwischen 15 und 45 sowie knapp 200 Kinder unter 15 aus Eisenerz weggezogen.

    ... bin ich skeptisch...

    Allerdings verwundert mich auch die Unterscheidung zwischen "Menschen" und "Kindern" in dem Artikel... - da würde ich auch wegwollen...

    Verschwindet die Bahn, gehen die Orte zugrunde... Ist ja im Weinviertel nicht viel anders.

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

  • Blödsinn. In Einsererz war klar die Industrialisierung des Erzabbau schuld. Hat mit der Bahn nix zu tun.

  • Verschwindet die Bahn, gehen die Orte zugrunde...

    Dass diese Behauptung so nicht aufrecht zu erhalten ist, lässt sich anhand von zwei Beispielen demonstrieren:

    1. Als es in Eisenerz den PV noch gab (bis 1999), hat die Stadt laut Bevölkerungsstatistik nach dem Krieg bereits mehr als die Hälfte ihrer Einwohner verloren, nämlich von 12.948 EW im Jahr 1951 auf 6.435 EW im Jahr 2001. Dass sie zwischenzeitlich noch einmal fast die Hälfte ihrer Einwohner verloren hat, ist nur die logische Fortführung der nach dem Krieg eingesetzten Entwicklung und der Strukturschwäche der Region geschuldet.

    2. Meine Heimatgemeinde St. Nikola an der Donau liegt an der Donauuferbahn, die bis 2010 zwischen St. Valentin/Linz und Krems durchgehend befahren wurde. Trotzdem nahm die Bevölkeung laut Statistik Austria zwischen 1951 und 2011 von 1.070 auf 751 EW (-29,8 %) ab. Seit der Einstellung der Bahn ab Sarmingstein im Jahr 2010 auf NÖ-Seite durch das Land NÖ. hat die Einwohnerzahl wieder auf aktuell (2023) 795 EW zugenommen. Eine Einflussnahme auf die Bevölkerungsentwicklung einer Gemeinde durch das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein eines Bahnanschlusses ist auch hier nicht erkennbar.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Verschwindet die Bahn, gehen die Orte zugrunde... Ist ja im Weinviertel nicht viel anders.

    Stimmt im Weinviertel überhaupt nicht.

    Was ist dann die Erklärung für den Verfall dort?

    Verschwindet die Bahn, gehen die Orte zugrunde...

    Dass diese Behauptung so nicht aufrecht zu erhalten ist, lässt sich anhand von zwei Beispielen demonstrieren:

    1. Als es in Eisenerz den PV noch gab (bis 1999), hat die Stadt laut Bevölkerungsstatistik nach dem Krieg bereits mehr als die Hälfte ihrer Einwohner verloren, nämlich von 12.948 EW im Jahr 1951 auf 6.435 EW im Jahr 2001. Dass sie zwischenzeitlich noch einmal fast die Hälfte ihrer Einwohner verloren hat, ist nur die logische Fortführung der nach dem Krieg eingesetzten Entwicklung und der Strukturschwäche der Region geschuldet.

    2. Meine Heimatgemeinde St. Nikola an der Donau liegt an der Donauuferbahn, die bis 2010 zwischen St. Valentin/Linz und Krems durchgehend befahren wurde. Trotzdem nahm die Bevölkeung laut Statistik Austria zwischen 1951 und 2011 von 1.070 auf 751 EW (-29,8 %) ab. Seit der Einstellung der Bahn ab Sarmingstein im Jahr 2010 auf NÖ-Seite durch das Land NÖ. hat die Einwohnerzahl wieder auf aktuell (2023) 795 EW zugenommen. Eine Einflussnahme auf die Bevölkerungsentwicklung einer Gemeinde durch das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein eines Bahnanschlusses ist auch hier nicht erkennbar.

    Gut , ich mehme es zurück, es wirkt aber oft so.

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

  • Was im Weinviertel verfällt sind die alten Häuser in den Ortszentren, (das Verschwinden von Infrastruktur wie Schulen, Geschäfte, Gasthäuser kannst in ganz Österreich außer bei typischen Tourismusorten beobachten) - an den Ortsrändern entstehen allenthalben neue Siedlungen. Und dort hat sowieso jeder ein Auto, nur die Schüler und wenige andere Leute sind auf Busse angewiesen. Das Verschwinden von Nebenbahnen hat keinerlei Einfluss auf diese Entwicklung.

  • Was im Weinviertel verfällt sind die alten Häuser in den Ortszentren, (das Verschwinden von Infrastruktur wie Schulen, Geschäfte, Gasthäuser kannst in ganz Österreich außer bei typischen Tourismusorten beobachten) - an den Ortsrändern entstehen allenthalben neue Siedlungen. Und dort hat sowieso jeder ein Auto, nur die Schüler und wenige andere Leute sind auf Busse angewiesen. Das Verschwinden von Nebenbahnen hat keinerlei Einfluss auf diese Entwicklung.

    Danke!

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!