Vergangenheit und Zukunft des PV auf der Rudolfsbahn im Gesäuse

  • Mich faszinieren da immer die Wohnblocks in Alterlaa, wo ein Viertel der Einwohnerzahl des Bezirk Landeck wohnt... Platzsparend, mit perfekter Infrastruktur, UBahnanschluss, Schwimmbad am Dach...

    Mit dem so ersparten Raum könnte man schon was anfangen, so vom Erholungswert her!

  • Wundern tut mich ober oft warum es z.B. im Mostviertel tendenziell mehr Gasthäuser in den Orten gibt...?

    Das liegt an der für die Mostviertler typischen Leutseligkeit. Aber auch im Mostviertel hat die Zahl der Wirtshäuser rapide abgenommen.

    Dieser Zersiedelung könnte man aber auch Einhalt gebieten.

    Zu spät. Damit hätte man vor über 50 Jahren beginnen sollen, allerdings steckte die Raumplanung in Österreich damals erst in den Kinderschuhen und die Bürgermeister sahen die Flächenwidmungspläne, die damals erstmals reihenweise erstellt wurden, eher als "Wünsch-dir-was-Sendung", als eine notwendige Maßnahme gegen die Zersiedelung.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Mich faszinieren da immer die Wohnblocks in Alterlaa, wo ein Viertel der Einwohnerzahl des Bezirk Landeck wohnt... Platzsparend, mit perfekter Infrastruktur, UBahnanschluss, Schwimmbad am Dach...

    Mit dem so ersparten Raum könnte man schon was anfangen, so vom Erholungswert her!

    Finde ich auch!

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

  • Ein Paradebeispiel für Zersiedelung ist Spillern - das dehnt sich aus ohne Ende. Die Volksschule musste neu größer gebaut werden, ins alte Gebäude zieht der Kindergarten ein, dessen ursprünglicher Bau ebenfalls zu klein geworden ist. Der kleine Supermarkt hat zugesperrt, aber der BillaPlus ist nicht weit entfernt. Immerhin ist die Bahnstation sehr ortsnahe, es gibt auch genug P&R-Plätze. Ein Gasthaus (früher drei), zwei Pizzabuden, ein geschlossenes Café, Raika, Post, Kirche, jede Menge Betriebe zwischen B3 und Bahn östlich des Ortes (war früher alles Ackerland) - und es geht so weiter!

  • Vor Allem ist so ein Einfamilienhaus ja auch nur nett solang man Kinder hat, irgendwann machts nur noch Arbeit... Rasenmähen, Zaun streichen, ...

    Und ist dann womöglich sogar zu groß...

    Und wenn das Dach hin ist darf mans selber zahlen, bei meiner Eigentumswohnung teilen die Kosten sich durch 20... Und ist im schlimmsten Fall sogar mit Rollator erreichbar...

  • Richtig - ohne Sanierungen zwischendurch wäre so ein Haus nach 20, 30 Jahren unbewohnbar. Wir haben Dach saniert, neue Fenster bekommen (bei den alten hat es reingezogen), die zwischenzeitlich 3. Gasheizung ist eingebaut, etliche Wasserrohrbrüche und Klo- und Abflussverstopfungen gab es schon, was immerhin die Versicherung zahlte. Ebenso notwendig waren Innenrenovierungen (früher neue Tapeten, jetzt nur mehr weiß ausgemalt), abgewohnte Möbel mussten getauscht werden. Und der Garten ist sowieso ein eigenes Kapitel - aber manchmal macht mir die Arbeit sogar Spaß. Was allerdings eine echte Altersversorgung ist, ist der Wert des Grundstücks. Im Ort sehe ich manchmal den Abriss von Häusern aus den 1960ern - und es wird neu gebaut, manche werden komplett entkernt und erneuert.

    Einmal editiert, zuletzt von Lokalbahner (10. Februar 2024 um 09:30)

  • Als Wertanlage taugen sowohl Wohnungen und Häuser, es hàngt halt auch immer von den Lebensumständen ab.

    Ein Freund von mir, in der Schweiz, hat sein ziemlich altes Elternhaus geerbt, er ist alleinstehend, der Grundriss ist aber so, dass man keine zwei Wohnungen dort unterbringt, untervermieten geht also nicht.

    Das Dach ist hin, die Heizung am Ende, ihm fehlt aber das Geld zum Herrichten... Er hat es nun verkauft, hat aber ein lebenslanges Wohnrecht drinnen, und die neue Heizung baut der Käufer ein.

    In seinem Fall sicher sinnvoll.