[ORF] Die Lücke zwischen Haus und Haltestelle

  • NIEDERÖSTERREICH
    Die Lücke zwischen Haus und Haltestelle

    "Durch Klimakrise, Klimaticket und hohe Treibstoffpreise sind „Öffis“ gefragt wie nie – abseits von Städten und großen Gemeinden kann die Nutzung von Bus und Bahn aber eine echte Herausforderung sein. Lange Zeit galt etwa die Bahn bei der Politik als wenig geliebtes und gefördertes Verkehrsmittel, die Auswirkungen sind unter anderem in Niederösterreich noch deutlich spürbar. In Sachen „Öffi“-Verkehr bewegt sich mittlerweile durchaus etwas, auch wenn es nicht immer für alle reicht."


    Quelle

  • Jedenfalls sind viele P&R Plätze voll. So auch in Tullnerfeld, wobei die Parkgarage meistens leer ist, aber auf der anderen Seite ein sehr großer P&R Platz der letztens bis auf wenige Plätze belegt war.

    Ob dort auch wieder mal die WEST halten wird?

  • Den Plan mit den Fahrmöglichkeiten ganztags bzw. nach 20h finde ich nett.

    So etwas wäre praktisch, wenn man die konkrete Abfahrtszeit eingeben könnte! Oft genug sitze ich am Sonntagvormittag am PC und suche im Scotty nach Reisezielen für eine Ausflug - die auch erreichbar sind...

  • Der Standard berichtet auch über das Thema.


    Die Krux mit dem ÖV im ländlichen Raum ist an sich kein auf das Land NÖ beschränktes Thema, aber im flächengrößten Bundesland halt besonders ausgeprägt, wobei der Grundstein für die Versäumnisse schon vor Jahrzehnten gelegt wurde. Dazu kommt auch noch die ideologische und politische Komponente. Die ÖVP stellte schon damals und stellt auch heute noch den Großteil der Bürgermeister und diese wiederum waren bzw. sind vom Beruf Landwirte, die mit Bahn bzw. Bus nichts am Hut hatten, da sie selbst weder Bahn noch Bus benutzten und außerdem dort sowieso lauter "Sozis" hackelten, die noch dazu alle mit knapp 50 Jahren in Frühpension gingen. Ein Feindbild für viele, das auch heute noch nicht ganz aus den ÖVP-Schädeln verschwunden ist. Man denke nur an die Mikl-Leitner Aussage vom "roten Gsindl", die gerade ein paar Jahre alt ist.

    Ich erinnere mich an genug beruflich bedingte Besprechungen mit ÖVP-Lokal- und Landespolitikern, in denen ganz ungeniert darüber gesprochen wurde, eine Maßnahme zu setzen und zu unterlassen, nur um den den politischen Mitbewerber einen Wettbewerbsnachteil zu verpassen oder ihm einen politischen Erfolg zu vermasseln.

    Es verwundert daher nicht, dass man im Land auch den ÖV, der hauptsächlich Sozialdemokraten Arbeitsplätze sicherte, mit gehöriger Skepsis behandelte und daher auch keine besondere Initiativen setzte, den ÖV auch noch zu fördern, da er hauptsächlich dem poltitischen Mitbewerber Nutzen brachte.

    Diese jahrzehntelang geübte Praxis führte schließlich dazu, dass im 21. Jh. nachwievor zwei Drittel der NÖ-Pendler (wie im oben verlinkten Standardartikel nachzulesen ist) mit dem eigenen Pkw in die Arbeit fahren müssen.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Es wurde ja nicht behauptet, dass die Roten besser wären, aber die oben beschriebenen Beweggründe in NÖ kommen mir sehr bekannt vor. (Und ohne Wien würden die PKW-Pendler-Zahlen in NÖ auch ganz anders aussehen. Ich kenne privat genau einen der in NÖ arbeitet & wohnt und zumindest regelmäßig öffentlich fährt, alle anderen nur mit dem PKW.)

  • Bei mir im Betrieb kommen so gut wie alle aus NÖ mit der Bahn trotz ausreichend Parkplätzen. Gerade noch einer fällt mir ein, - der will täglich seinen Tesla fahren.

    Zugegeben, die Bahn liegt in Kirschkern-Spuckweite.

  • Jedenfalls werden die P&R Plätze immer mehr und gut belegt.

    Und die Züge aus St. Pölten sind voll, auch außerhalb der HVZ.

  • Rote Flächenländer haben mehr PKW-Nutzer für die Fahrt zur Arbeit aufzuweisen und das schwarze Vorarlberg rangiert beim Auto ganz weit hinten.

    Quelle:https://vcoe.at/presse/presseaussendungen/detail/autofahrten-arbeitsweg-2018#:~:text=Die%20Bundesl%C3%A4nder%2DUnterschiede%20sind%20gro%C3%9F.,und%20im%20Burgenland%2073%20Prozent.

    Hallo

    Das wundert mich nicht:

    Die haben ja das Vorbild in Sichtweite!

    Guggsch mal:

    OSTWIND Webshop: Abos online lösen und verlängern

    Praktisch jede Bahnstation ist auch an den Bus, als Feinverteiler angeschlossen.

    Und genau das haben sie auf der andern Seite auch umgesetzt:

    1919026 VVV Plan Tarifzonen A4 v7 (vmobil.at)


    Gruss Arolfinger

  • Es herrscht halt oft die Sichtweise vor: "Das Auto habe ich eh, drum kostet es mich ja nichts mehr..."

    Prinzipiell stimmts ja, aber trotzdem wird man entweder den Kredit abstottern müssen oder monatlich was für einen Neukauf beiseitelegen müssen...