Bahnhof Summerau wird modernisiert

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    21. Februar 2023, 12:39 Uhr

    Visualisierung Bahnhof Summerau Die Bahnsteige und Wartebereiche sowie das Reise-Informationssystem in Summerau werden modernisiert.
    Bild: ÖBB/3D-Schmiede

    RAINBACH IM MÜHLKREIS. Die ÖBB investieren bis Oktober 11 Millionen Euro in Umbauarbeiten.

    Vor einer umfassenden Modernisierung steht der Bahnhof Summerau. Wie die ÖBB ankündigen, werden bis Oktober 2023 rund 11,4 Millionen Euro in eine Erneuerung der Infrastruktur investiert. Unter anderem wird dabei der Bahnsteig erhöht, um ein barrierefreies, stufenloses Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Damit können auch mobilitätseingeschränkte Personen zukünftig komfortabel in die Züge des Nahverkehrs einsteigen. Der neue Bahnsteig wird außerdem mit einer neuen Wartekoje ausgestattet, um Reisenden auch bei unfreundlichem Wetter einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Neue Monitore am Bahnsteig informieren Reisende zukünftig in Echtzeit über alle Ankunfts- und Abfahrtszeiten.

    Sowohl für Pendler als auch für Freizeitreisende hat sich die rund 61 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Linz und Summerau als Alternative zur Straße etabliert. Seit 2017 arbeiten die ÖBB an einer Bahnhofsoffensive entlang der Summerauerbahn, um mit attraktiveren Bahnhöfen und Haltestellen, künftig noch mehr Menschen vom Umstieg auf die Bahn zu überzeugen.

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    Aufgrund der Modernisierung halten zwischen 18. März und 10. April keine Züge im Bahnhof Summerau. Reisende von und nach Summerau werden mit Schienenersatzverkehr-Bussen laut Sonderfahrplan befördert. Wer von Summerau aus in Richtung Tschechien fahren möchte, kann einen Schienenersatzverkehr-Bus in Richtung Freistadt nehmen und kann dort auf die Bahn umsteigen. Für Reisende mit Fahrziel Zummerau, die von Tschechien kommen, gibt es einen Schienenersatzverkehr von Freistadt nach Summerau.

  • Rund 75,7 Millionen Euro haben die ÖBB und das Land OÖ seit 2017 in die Modernisierung von elf Bahnhöfen entlang der 61 Kilometer langen Summerauerbahn-Strecke investiert. Der Schwerpunkt lag auf Barrierefreiheit, mehr Sicherheit und moderne Kundeninformation. Erwartet wird, dass dadurch künftig noch mehr Fahrgäste zum Umstieg auf die Bahn bewegt werden können.

    Von Pulgarn bis Freistadt und Summerau

    Die Erneuerung der elf Bahnhöfe erfolgte im Rahmen des Oberösterreich-Pakets zur Attraktivierung der Infrastruktur. Der Zeitplan: Kefermarkt und Pulgarn (2018), Gaisbach-Wartberg, St. Georgen an der Gusen Ort (2020), Steyregg, Katsdorf, Lungitz (2021) sowie St. Georgen an der Gusen und Lasberg (2022). Die Bahnhöfe in Freistadt und Summerau (beide 2023) bildeten den Abschluss.

    Die Maßnahmen

    Die Bahnsteige wurden durchgängig auf eine Kantenhöhe von 55 Zentimeter angehoben, um stufenloses Einsteigen in moderne Nahverkehrszüge zu ermöglichen. Die Kunden gelangen barrierefrei zu den Zügen. Neue Monitore am Bahnsteig informieren Reisende zukünftig in Echtzeit über Abfahrtszeiten. Weiters wurden mehrere Kilometer Gleise erneuert. Zu guter Letzt wird in Katsdorf und Lungitz noch das Areal rund um den Bahnhof adaptiert. 2024 wird am Bahnhof Lungitz eine Park&Ride-Anlage errichtet. Außerdem ist eine Erweiterung der P&R-Anlage in Pregarten geplant.

    Steinkellner: „160 bis 200 km/h muss Realität werden!“

    Landesrat Günther Steinkellner freute sich, „dass die größte Schieneninfrastrukturoffensive in der Geschichte des Landes OÖ zahlreiche Verbesserungen für das Mühlviertel und die Pendler in den Linzer Zentralraum bietet.“ Nach diesem Grundstein für die Modernisierung der Summmerauerstrecke will er sich bei der zuständigen Ministerin Leonore Gewessler entschlossen für eine Neutrassierung der Strecke einsetzen, um eine Aufnahme in die Transueropäischen Verkehrsnetze (TEN-V) zu erreichen. „Eine Fahgeschwindigkeit von 160 bis 200 Stundenkilometern auf der Verbindung Linz-Prag muss Realität werden“, so der Landespolitiker.

    Neues Outfit und mehr Sicherheit für elf Bahnhöfe entlang der Summerauerbahn-Strecke
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  • Zitat von ORF

    der Güterverkehr spielt auf dieser Strecke nur eine geringe Rolle

    Tatsächlich? Ich habe bisher auf der Strecke mehr GV als PV gesehen.

  • Steinkellner: „160 bis 200 km/h muss Realität werden!“

    Der Wunsch nach warmen Eislutschern. Das ginge nur mit einer kompletten Neutrassierung mit langen Tunnelstrecken und abseits der Siedlungen. Die Topografie des Mühlviertels unterscheidet sich grundsätzlich von jener zwischen Prag und Budweis, wo 160 km/h und mehr zum Teil bereits Realität sind.

    Tatsächlich? Ich habe bisher auf der Strecke mehr GV als PV gesehen.

    Gegenüber früherer Zeiten ist der GV tatsächlich nur mehr ein Schatten von einst. Vorblock weiß da sicher mehr.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Tatsächlich? Ich habe bisher auf der Strecke mehr GV als PV gesehen.

    Gegenüber früherer Zeiten ist der GV tatsächlich nur mehr ein Schatten von einst. Vorblock weiß da sicher mehr.

    Ja, gegenüber früheren Zeiten ist das schon viel weniger. Markant war der Wegfall der Kohle-Ganzzüge zur VOEST (Diese werden nun ausschließlich über Hohenau gefahren). Das waren damals bis zu fünf tägliche Zugpaare. Aber ich habe das Gefühl, dass es langsam wieder mehr wird. Das liegt an den "Privaten". So führt die ČDC beispielsweise wieder planmäßig Auto-Ganzzüge zwischen Tschechien und Italien.

    Vom Transit-Güterverkehrsaufkommen von und nach Tschechien würde ich die Grenzübergänge so reihen:

    1. Hohenau
    2. laaaange nichts
    3. Summerau
    4. Retz
    5. Gmünd

    Es gab Zeiten, da waren Summerau und Hohenau sogar ziemlich gleichwertig ... :/

    Früher wurde auch noch jeder Bahnhof der Strecke im Fahrverschub bedient. Der untere Teil bis Lungitz von Linz Vbf und der obere Teil bis Gaisbach-Wartberg von Summerau aus. Das wurde - wie eigentlich überall - sukzessive weniger. Heutzutage werden nur noch Summerau und Freistadt relativ regelmäßig und ganz selten auch noch Kefermarkt bedient.

    Dafür wurde die Strecke im PV sehr aufgewertet. Immerhin gibt's jetzt vier EC-Paare Linz - Prag, vier internationale R-Paare Linz - Budweis und zu den HVZ einen Halbstundentakt Linz - Pregarten. Das ist weit mehr als früher. Siehe dazu auch meinen Fahrplan-Thread über die Strecke!

    Zusammenfassend kann man sagen: Es hat sich viel verändert. Durchaus positiv! :);)

  • Bei meinen Berichten über den EC nach Prag und seine Halte im "Vöcklabruck und das Zielnetz 2040" Thread ist mir eingefallen, dass ich eigentlich noch ein paar Fotos einstellen wollte, dies hole ich jetzt nach:

    Im Vorraum des WCs am Bahnhof Summerau steht dieses nicht mehr in Verwendung befindliche mechanische Stellwerk und auch einige Tafeln mit Infos über den Bahnhof sowie die gesamte Summerauerbahn. Leider habe ich mit meinem Handy kein scharfes Foto des rechts hängenden Gleisplans der Bahnhöfe Freistadt und Summerau hinbekommen.


    Für diese Anzeige hätte man aber keinen teuren Bildschirm bauen müssen, noch dazu war der Bildschirm, wie am Foto ersichtlich, innen angelaufen.

    Alle Fotos wurden von mir am Sonntag 28.01.2024 am Bahnhof Summerau aufgenommen.

    LG Johannes

    Alle Bahnen müssen modernisiert werden und zwar jetzt!

  • Beim Anzeigemonitor geb ich Dir zu 100% recht ;)

    Dass man das Stellwerk ausgestellt hat finde ich eine nette Sache, diese alten Dinger haben es einfach verdient, der Nachwelt erhalten zu bleiben!

    Danke für die Fotos! Da kann ich beim Ausflug nach Lasberg-St.Oswald gleich auch vorbeischauen!

    :)