[ORF OÖ] Doch kein Aus für den Kasberg-Lift im Almtal

  • Aus für Kasberg scheint besiegelt

    Die erhoffte Einigung auf die Zukunft des Skigebiets Kasberg im Almtal ist geplatzt. Der für Donnerstag angekündigte Gesprächstermin aller Beteiligten ist abgesagt. Das bestätigte der Bürgermeister von Grünau im Almtal gegenüber dem ORF Oberösterreich. Nun wir bereits laut über einen Rückbau nachgedacht.

    Online seit heute, 7.07 Uhr (Update: 12.32 Uhr)

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    Auch über der Wurzeralm schweben dunkle Wolken. Nachzulesen in den OÖN. Leider befindet sich der Großteil des Textes hinter der Bezahlschranke:

    "Jetzt kämpft auch die Wurzeralm ums Überleben"

    Von Gabriel Egger, 07. März 2023 19:51 Uhr

    2828952_jetzt-kaempft-auch-die-wurzeralm-ums-ueberleben_artikeldetail-max_1A1Ugs_XsRST8.jpg Die Standseilbahn wurde bereits erneuert. Folgt die Frauenkarbahn? Bild: HiWu

    SPITAL AM PYHRN. Peter Schröcksnadel will das Skigebiet Wurzeralm erneuern, aber nicht um Investitionen kämpfen müssen. Nun ist eine Demonstration für den Erhalt geplant.


    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Die OÖ Nachrichten verraten ein paar Details mehr zum Kasberg...:

    Soll der Kasberg gerettet werden?
    Ist es sinnvoll, kleine Skigebiete in relativ tiefen Lagen wie den Kasberg in Zeiten fortschreitender Erderwärmung mit Steuergeldern am Leben zu erhalten?
    www.nachrichten.at


    Mir liegt nichts an Skifahren. Soll ein unrentables Skigebiet dennoch mit meinem Steuergeld finanziert werden? Ja, sage ich im Falle des Kasbergs. Weil es zum einen nicht nur um eine betriebswirtschaftliche, sondern auch um die volkswirtschaftliche Bilanz geht. Der Kasberg ist ein Motor des Tourismus im (ohnehin strukturschwachen) Almtal. Aber auch deshalb, weil der Kasberg großes Potenzial hat, wenn die Seilbahn endlich auch ohne Schnee und im Sommer fährt.

    Mein einziger Einwand: Wenn fünf Grünauer Jagdscheinbesitzer mit ihrer Blockadehaltung genau das verhindern und ein ganzes Tal in Geiselhaft nehmen, will ich mein Steuergeld dort nicht sehen. Die Menschen im Almtal sollen sich zuerst endlich einig werden.

    (Kommentar von Edmund Brandner, Lokalredakteur Salzkammergut)

  • Am Dienstag war Bürgermeister Klaus Kramesberger noch zweckoptimistisch - siehe unser untenstehendes Interview. Am Mittwochfrüh musste er bestätigen, dass der für Donnerstag geplante Gesprächstermin, in den man alle Hoffnung gesetzt hatte, abgesagt wurde - wegen Sinnlosigkeit.

    Denn jene fünf Grundbesitzer, an denen die Umsetzung des Gesamtkonzepts und damit die weitere Förderung und Unterstützung des Landes OÖ, das seit 2016 jährlich eine Million Euo ins defizitäre Skigebiet pumpt, hing, sagten in einem gemeinsamen Schreiben an den Bürgermeister ab. Genauer gesagt, sie verwehren den Sommerbetrieb - das hat unter anderem auch jagdliche Gründe.

    Am Kasberg gehen jetzt fix die Lichter aus
    Aus, vorbei. Am Kasberg gehen die Lichter aus! Ein Schreiben der fünf Grundbesitzer, deren Zustimmung für einen Sommerbetrieb und damit die Umsetzung ...
    www.krone.at
  • Kann man die fünf Personen nicht einfach enteignen?

    Ohne dem Ferrophantasticus ins Juristerei-Handwerk pfuschen zu wollen, aber das kann ich auch beantworten: Rein touristischer Seilbahnverkehr rechtfertigt keine Enteignung, da es sich dabei um keine kritische Infrastruktur wie z. B. eine Hochspannungsfreileitung oder um einen überregionalen Verkehrsweg handelt.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Hmm. Schade. Trotzdem ist es schade um den Kasberg. Wird der Region sicherlich schaden. Aber wenn 5 Dickschädel eben nicht wollen.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Dass in den vergangenen Monaten und Wochen keine Lösung gefunden worden ist, ist für den Mitinitiator der Petition, Bernhard Altmanninger, "unverständlich". Ende März hat der Scharnsteiner, der seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich auf dem Kasberg tätig ist, gemeinsam mit Skiklubs aus der Region die Petition gestartet. "Die tausenden Unterschriften zeigen, dass die Schließung vor allem ein sozialer Aspekt ist", sagt Altmanninger. Generationen hätten am Kasberg Skifahren gelernt.

    Mit Skiern und Gondel-Kabine: Ein Marsch für den Erhalt des Kasbergs
    LINZ/GRÜNAU. Bis zu 800 Teilnehmer werden am Samstagvormittag zu einem Marsch zum Erhalt des Kasbergs in Linz erwartet.
    www.nachrichten.at