Auto oder Schiene? Als Salzburgs Gemeindepolitiker und Unternehmer noch für die Eisenbahn kämpften

  • https://www.sn.at/kolumne/gescha…pften-136954318

    Die „Rote Elektrische“ in der Nonntaler Hauptstraße, im „Äußeren Nonntal“, 1953. In diesem Jahr wurde auch der Betrieb der Südlinie der Lokalbahn eingestellt – sehr zum Ärger der betroffenen Gemeinden und vieler Unternehmer.

    BILD: SN/REPRO: STADTARCHIV SALZBURG Die „Rote Elektrische“ in der Nonntaler Hauptstraße, im „Äußeren Nonntal“, 1953. In diesem Jahr wurde auch der Betrieb der Südlinie der Lokalbahn eingestellt – sehr zum Ärger der betroffenen Gemeinden und vieler Unternehmer.

    Nein, so einfach aufgeben wollen die Gemeindevertreter aus Anif und Grödig nicht: Vor genau 70 Jahren, im April 1953, machen sie sich auf den Weg in die Landeshauptstadt und sprechen bei Landeshauptmann Josef Klaus (ÖVP) vor. Es geht um nichts weniger als um die Südstrecke ihrer "Roten Elektrischen". Dieser Abschnitt der Lokalbahn werde von den Chefs der städtischen Verkehrsbetriebe vorsätzlich vernachlässigt, klagen die Ortspolitiker. Und das, obwohl die Frequenz der Fahrgäste sogar steige.

    Der Rest verbirgt sich hinter der Bezahlschranke, vielleicht hat ja wer von Euch Zugriff auf die Printversion?

  • Sie gehören zwar nicht zu den großen Einstellungen, aber erwähnenswert ist auch der Gaisberg-Sessellift, die Salzbergbahn Hallein und wohl auch kleinere Anlagen, die den Salzburgern jedenfalls in guter Erinnerung sind, wie beispielsweise die Hintner-Lifte am Gaisberghang nahe der Zistelalm. Bekanntlich ist die Zukunft der Liftanlagen in Gaißau-Hintersee nach wie vor ungewiss.

    Größere Einstellungen waren im Gespräch, konnten aber glücklicherweise abgewendet werden: Die Pinzgaubahn und eine Zeit lang war die Untersbergbahn in Gefahr eingestellt zu werden, da damals die Salzburg-AG sich weigerte, die sanierungsbedürftige Bahn zu übernehmen.

  • Im Imhofstollen zwischen dem Nassfeld (Sportgastein) und dem Rauriser Tal gab es kurzfristig eine Touristenbahn. Wikipedia schreibt dazu

    Ab 1988 war die Erzbergbau Radhausberg GmbH bestrebt, im Imhof-Unterbaustollen bei gleichzeitiger Errichtung eines Schaubergwerkes eine Touristenbahn zu installieren. Von Juli bis November 1988 wurde von Spezialfirmen die vollständige Gewältigung des Imhof-Unterbaustollens durchgeführt und die beiden Stollenportale neu errichtet. Ab 1991 erfolgte probeweise die Inbetriebnahme von Durchfahrtbetrieb und Schaubergwerk. Nun durften pro Zug 32 Personen befördert werden, wobei eine Fahrt 30 Minuten dauerte. Es kamen eine Akku-betriebene Elektrolok und für den Personentransport geeignete Beförderungswägen zum Einsatz. Im Bereich des Dionysganges konnte von der Stollensohle aus die Erzführung besichtigt werden. Zwischen Juli und Oktober 1992 und 1993 wurden zwischen 3 400 und 4 000 Personen befördert. Fehlende Wirtschaftlichkeit, teure Sicherheitsmaßnahmen und Vorbehalte in der Rauriser Bevölkerung führten 1993 erneut zur Einstellung. Seither hat es keine Wiederaufnahme des Betriebes gegeben.


    Wir sind im Sommer 1992 damit gefahren. Alles war improvisiert und nicht sonderlich professionell. Es verwunderte mich daher nicht, dass es damit bald wieder vorbei war. Zu den oben angeführten Scheiterungsgründen kam meines Wissens nach noch dazu, dass sich im Rauriser Tal auch noch der Naturschutz querlegte.

    Die Fahrt an sich war interessant, aber betrieblich etwas mühsam, da es beim Tunnelportal im Rauriser Tal keine Umsetzmöglichkeit gab. Der Zug musste daher bis zur in der Tunnelmitte liegenden Betriebsausweiche zurückschieben, dort wurde umgesetzt und anschließend wieder zum Rauriser Tunnelportal zurückgeschoben. Die Prozedur dauerte über eine halbe Stunde und da sich das Rauriser Tunnelportal mitten im Wald auf einem steilen Hang und ohne jede Infrsstruktur befand, war der Aufenthalt dort nicht besonders angenehm.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Der Rest verbirgt sich hinter der Bezahlschranke, vielleicht hat ja wer von Euch Zugriff auf die Printversion?

    Nach geduldiger Suche hatte ich heute Zugriff auf die Printversion. Bitte sehr:

    Einmal editiert, zuletzt von Werner (18. April 2023 um 22:00)