Westbahn-Baustellen im Mostviertel

  • Die Autobahn schneidet halt schon ziemlich einige Höhenlinien - sprich - geht rauf und runter...

    Richtig. Die Parallelführung der Bahn zur A 1 hätte mehrere Nachteile nach sich gezogen:

    1. Sie hätte nördlich am Bahnknotenpunkt Amstetten vorbeigeführt.
    2. Auf Höhe Amstetten besteht eine Höhendifferenz zwischen dem Bahnhof Amstetten und der A 1 bei Viehdorf von rd. 90m
    3. Sie hätte mehrere kostspielige Kunstbauten in Form von Viadukten erfordert.

    Dass die A 1 über die Strengberge verläuft, dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass die Planung für die Autobahn noch auf die Straßenbaupläne der Hitlerzeit zurückgeht. In den damaligen Planungsdirektiven hieß es, dass die Streckenführung so gewählt werden soll, dass den Autofahrern ein möglichst schönes Landschaftserlebnis geboten wird. Aus diesem Grund wurde auch im Salzkammergut die Trasse entlang des Mondsees in erhöhter Lage so angelegt, dass man einen schönen Blick auf den See und den Schafberg hat.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Bezüglich Autobahnbau. Da gab es vor einiger Zeit eine gute Doku im TV. Die Rohbauarbeiten der A1 haben recht bald nach dem März 38 begonnen und wurden dann infolge Arbeitskräftemangel im Krieg nach und nach zurückgefahren und dann eingestellt.

    Klar hat man einige Jahre später die bereits vorhandenen Trassen weiter gebaut und nicht noch mal von Null angefangen.

  • Ein Onkel fuhr 1945 mit dem Fahrrad naechtens ueber die Autobahnbaustelle von Hallwang nach Thalgau. Er meinte, gerade in der Nacht haette sich das ausgezahlt, alleine wegen der Orientierung.

    ^^

  • Guten Abend !

    Auch von mir vielen Dank für die Karten, wo man das gut erkennen kann mit der Lage der Westautobahn A 1 und der ÖBB Strecke Amstetten - St. Valentin.

    Kann mich noch gut an den Bau der NBS Sv - Ams erinnern, wobei die Erdbauarbeiten am umfangreichsten gleich nach St. Valentin (Sittenbergtunnel und weitere kleinere Tunnel sowie Hügelaufweitungen) waren und dann vor St. Peter Seitenstetten. Ab da waren es im Grunde nur mehr Aufschüttungen und Brückenneubauten bis zur Einfahrt Amstetten. Damals waren ja wieder die namhaften österreichischen Bauunternehmen beteiligt und ein enormer Fuhrpark na Dumper, LKW, Raupen und großen Kettenbaggern aufgeboten.

    Ebenso gab es eine Zeit, da wurde die Westautobahn A 1 von 2 Spuren je Fahrtrichtung auf 3 Spuren verbreitert. Das zog sich auch etwas hin, wobei aber eine zusätzliche Autobahnabfahrt eingebaut wurde. Das war damals ein Los Strengberg - Amstetten.


    Gruß

    2143 030

  • Ich glaube das Bild hab ich schon mal eingestellt: Stilleben im Bf St. Valentin, wo der große Bahnhofumbau stattfand. Erst dann ging es mit der "neuen Westbahn" los.

    Szene Mitte August 1999 !


    Gruß

    2143 030

  • Kann mich noch gut an den Bau der NBS Sv - Ams erinnern, wobei die Erdbauarbeiten am umfangreichsten gleich nach St. Valentin (Sittenbergtunnel und weitere kleinere Tunnel sowie Hügelaufweitungen) waren und dann vor St. Peter Seitenstetten.

    Servus, Andi!

    Der Sittenbergtunnel ist zwischen Pöchlarn und Ybbs. Zwischen St. Valentin und St. Peter befindet sich der Siebergtunnel ... ;)

  • Aus diesem Grund wurde auch im Salzkammergut die Trasse entlang des Mondsees in erhöhter Lage so angelegt, dass man einen schönen Blick auf den See und den Schafberg hat.

    Dürfte in Zeiten der LSW keine Rolle mehr spielen. Auf der A22 ist der Blick auf die Burg Kreuzenstein wegen der LSW nicht mehr möglich, daher gibt es ein großes Bild von der Burg an der LSW. Auch auf der Bahn sind viele Ausblicke wegen der LSW nicht mehr möglich - da sind Sitzplätze mit Sehtschlitzen auch schon wurscht. (Besonders ärgerlich ist das auf der Jauntalbrücke, von der man einen wirklich grandiosen Ausblick hatte.)

  • Auf der A22 ist der Blick auf die Burg Kreuzenstein wegen der LSW nicht mehr möglich, daher gibt es ein großes Bild von der Burg an der LSW.

    Das ist auf der A1 bei Amstetten und auf der S5 bei Grafenwörth auch so. Fährt man auf der A1 durch das Mostviertel, sieht man dank der LSW die vielen namensgebenden Mostbirnbäume mehr, weshalb auf der LSW in großen Lettern "M O S T V I E R T E L!" zu lesen ist. Auf der S5 bei Grafenwörth kann man "W E I N V I E R T E L" lesen. Im Mostviertel war die damalige LAbg. Hinterholzer, genannt "Schottermichi", sogar noch stolz auf diese Errungenschaft. Kein Wunder, als Besitzerin von Schottergruben und einer Baufirma war ihr die Verbetonierung der Landschaft wichtiger als die Aussicht auf ebendiese.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor